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Die historische Olympia-Laufserie (VII): 10.000 Meter der Frauen

Bisher nur Kathrin Ullrich und Uta Pippig in den Finals (seit 1988)

25.07.2004

In vier Wochen beginnen die Olympischen Spiele in Athen.

Bis dahin wird noch/und wurde hier wöchentlich eine der elf Laufdisziplinen vorgestellt sowie dazu ein Favorit für olympisches Gold.
Zu der wöchentlichen Laufserie im Hinblick auf Athen 2004 soll in lockerer Folge auch die Olympia-„Erinnerungs-Laufserie“ folgen – aus Respekt vor den großen Leistungen in der Vergangenheit.
Heute geht es weiter mit den 10.000 Meter der Frauen.

Die 10.000 m der Frauen sind erst seit 1988 in Seoul im olympischen Programm. Seltsamerweise liefen in Seoul, als auch noch vier Jahre später in Barcelona, die Frauen statt 5000m immer noch nur die 3000 m, statt wie bei den Männern 5000 m.

10.000m - die Strecke der Äthiopierinnen!?

4 Medaillen, davon 2 Goldmedaillen, holten sich die Läuferinnen aus Äthiopien. Sie sind damit in der ver-gleichsweise jungen Laufdisziplin der Frauen die erfolgreichste Nation vor der Sowjetunion und Portugal mit je einer Gold- und einer Bronzemedaille.

Die deutschen Frauen waren mit Kathrin Ullrich und ihren vierten Platz schon einem Medaillenplatz sehr nahe.

7 Nationen teilen sich die 12 Medaillen auf.

Kathrin Ullrich ist bisher die beste deutsche Läuferin bei den 10.000 m bei Olympischen Spielen
2 Endkampfplatzierungen auf Platz 4 und Platz 7 durch Uta Pippig (SCC) sind die bisherigen besten Leistungen der deutschen Frauen.

Überblick über die Medaillenverteilung der erfolgreichsten Nationen im 10.000 m Lauf:

Deutschland: 1 x vierter Platz / 1 x siebenter Platz

ETH: 2 G / 1 S / 1 B
URS: 1 G / 0 S / 1 B
POR: 1 G / 0 S / 1 B
GBR: 0 G / 1 S
RSA: 0 G / 1 S
CHN: 0 G / 1 S
USA: 0 G / 0 S / 1 B

Seoul 1988 – Kathrin Ullrich erkämpft sich den vierten Platz

Die norwegische Weltrekordlerin Ingrid Kristiansen schied wegen einer Fußverletzung schon nach etwa 2800 m im Finale aus. Liz McColgan konnte trotz Tempoverschärfung die sie verfolgende Olga Bondarenko nicht abschütteln und die sowjetische Europameisterin wurde mit einem hinreißenden Endspurt Olympiasiegerin.
Die aussichtsreiche Kathrin Ullrich hatte sich „vielleicht übernommen“, so schreibt "Leichathletik", „als sie zu Anfang der norwegischen Weltrekordlerin wie ein Schatten zu folgen suchte und nach deren Ausscheiden allein weiter lief. Als dann Liz McColgan mit dem Troß zu ihr aufschloß hatte Kathrin Ullrich nicht mehr soviel entgegenzusetzen“.

Endlauf (30. September): 1.Olga Bondarenko (URS) 31:05,21 OR – 2. Elizabeth McColgan (GBR) 31:08,44 – 3. Jelena Shupijewa (URS) 31:19,82 – 4. Kathrin Ullrich 31:29,27

Barcelona 1992 – Uta Pippig Siebente – Ullrich und Pressler im Vorlauf

Liz Mc Colgan, die Weltmeisterin des Vorjahres von Tokio wurde von allen gejagt. Elana Meyer und Derartu Tulu waren auf den letzten Runde die überragenden Läu-ferinnen. „ Uta Pippig (SCC), die sich immer im Vorderfeld aufhielt und für ihre kon-sequente Einstellung und Renngestaltung mit einem siebten Platz in 31:36,45 belohnt wurde“, hat nach „Leichathletik“ „damit Eindruck hinterlassen“.
„Die beiden anderen deutschen Teilnehmerinnen Kathrin Ullrich und Kerstin Pressler“(beide Berlin), schreibt „Leichtathletik“, wurden sechs Tage zuvor Opfer des zweiten Vorlaufs. Man muß die Bedingungen dazu vielleicht auch noch nennen: 28 Grad (nach 22.00 Uhr!) und 73 Prozent Luftfeuchtigkeit! Kathrin Ullrich gab nach etwa 5.200 m auf, das geschah zu einem Zeitpunkt, da sie den Anschluß zur Spitzengruppe schon verloren hatte, und Kerstin Pressler lief tapfer als abgeschlagene Dreizehnte in 33:17,88 durch“.

Endlauf (7. August): 1. Derartu Tulu (ETH) 31:06,02 – 2. Elena Meyer (RSA) 31 :11,75 – 3. Lynn Jen-nings (USA) 31:19,89 – 4. Huandi Zhong (CHN) 31:21,08 – 5. Liz McColgan (GBR) 31:26,11 – 6. Xiuting Wang (CHN) 31:28,06 – 7. Uta Pippig 31:36,45

Atlanta 1996 – Kathrin Ullrich-Weßel wieder dabei

Kathrin Ullrich-Weßel brachte das Kunststück fertig in Atlanta zum dritten Mal hintereinander bei Olympischen Spielen über 10.000m an den Start zu gehen. Ihr war allerdings das Glück nicht hold, sie wurde Dreizehnte im Vorlauf in 33:31,67
Endlauf: 1. Fernanda Ribeiro (POR) 31:01,63 – 2. Junxia Wang (CHN) 31:02,58 – 3. Gete Wami (ETH) 31:06,56 – 4. Derartu Tulu (ETH) 31:10,46

Sydney 2000 – Petra Wassiluk im Vorlauf

Der Vorlauf mit 33:23,03 war für Petra Wassiluk leider schon die Endstation.
Im Endlauf konnte die Titelverteidigerin Ribeiro ihren Titel nicht verteidigen. Gegenüber Atlanta „verdrehten“ sich die Plazierungen. Die heutige Weltrekordlerin im Marathonlauf Paula Radcliffe belegte den vierten Platz und Tegla Loroupe, die Weltrekordlerin vom BERLIN-MARATHON 1999 wurde Fünfte.
Endlauf:
1. Derartu Tulu (ETH) 30:17,49 – 2. Gete Wami (ETH) 30:22,48 – 3. Fernanda Ribeiro (POR) 30:22,88 – 4. Paula Radcliffe (GBR) 30:26,97 – 5. Tegla Loroupe (KEN) 30:37,26

Die 10.000 m der deutschen Frauen bei den Olympischen Spielen widerspiegelt die aktuelle Situation im Langstreckenbereich. Die anderen Nationen laufen vorne weg. Da gibt es nichts zu beschönigen und auch nichts zu verdammen.
Die Hoffnung für die Zukunft dürfte nur darin bestehen, daß die Abstände zu den führenden Nationen nicht allzu groß werden – das kann aber nur gelingen, wenn der läuferische Nachwuchs im eigenem Land gesucht, gehegt und gefördert wird.

Horst Milde

Interessante Hinweise und Ergänzungen zu der großen olympische Vergangenheit des behandelten Themas können hierin geschickt werden:
info@berlin-marathon.com
800m der Frauen (Olympia historisch I):
http://www.berlin-marathon.com/news/show/002083
1500 der Männer ( Olympia historisch II:)
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002108
800 m der Männer (Olympia historisch):
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002126
1500 m der Frauen (Olympia historisch):
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002143
5000 m der Frauen (Olympia historisch)
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002169
5000 m der Männer (Olympia historisch):
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002199


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