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Bewag City-Nacht: Von einem Rekord zum anderen

Das neue Team von SCC-Running setzt die erfolgreiche Arbeit von Horst Milde nahtlos fort: Bei der Bewag City-Nacht starten 7.924 Läufer vor 55.000 Zuschauern

02.08.2004

Es ist noch kein halbes Jahr her, als Horst Milde sich von der Position des Race-Directors zurückzog. Rund vier Jahrzehnte lang hatte der 65-Jährige den Laufsport aufgebaut und gefördert und war dabei anderen stets einige Schritte voraus. Rund 1,27 Millionen Menschen hat Horst Milde in knapp 350 Veranstaltungen zum Laufen gebracht. Nun hat er offensichtlich auch dafür gesorgt, dass der Erfolg fortgesetzt wird. Das ist keine Selbstverständlichkeit in Berlin. Im Gegensatz zu anderen Leichtathletik-Veranstaltern, die nach einem Personalwechsel in der Spitze schwer ins Wanken gerieten, floriert SCC-Running wie nie zuvor.

Mark Milde, der jüngere Sohn von Horst Milde, hat die Position des Race-Directors im Winter übernommen, Rüdiger Otto ist der neue Geschäftsführer. Horst Milde wechselte in einen neu formierten Aufsichtsrat und berät das Veranstaltungsteam aktiv. Der Erfolg kann sich sehen lassen und ist in Zahlen belegt. In den Monaten Januar bis Juli verzeichnete SCC-Running 53.364Teilnehmer bei neun Veranstaltungen. Das sind deutlich mehr als je zuvor in diesem Zeitraum. Im vergangenen Jahr wurden in den ersten sieben Monaten 46.722 Starter gezählt. Selbst wenn man eine neue Veranstaltung – der RBB-Lauf hatte im Mai seine Premiere – abzieht, bleibt noch immer ein gutes Plus im Vergleich zu 2003.

„Es war unser Ziel, die erfolgreiche Arbeit meines Vaters fortzusetzen. Ich denke, das neue Team hat gezeigt, dass wir es können“, erklärte Mark Milde, nachdem er am Sonnabend Abend einen weiteren neuen Rekord vermelden konnte. 7.924 Läufer, Skater, Walker und Rollstuhlfahrer waren bei der 13. Auflage der Bewag City-Nacht auf dem Kurfürstendamm an den Start gegangen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das ein Plus von über 10 Prozent. 2003 waren 7.094 Starter dabei.

DRITTER PLATZ IM DRITTLETZTEN RENNEN FÜR WEßEL

Rund 55.000 Zuschauer, so viele wie nie zuvor, säumten die Strecke, die hauptsächlich über den Kurfürstendamm und die Kantstraße führte. Sportlicher Höhepunkt war das 10-km-Rennen, bei dem alleine 6.193 Starter gezählt wurden. Dritte wurde dabei im voraussichtlich drittletzten Rennen ihrer Karriere Kathrin Weßel (SCC Berlin) 34:51 Minuten. „Der Berlin-Marathon am 26. September wird das letzte Rennen meiner Karriere sein“, erklärte Kathrin Weßel, eine der erfolgreichsten deutschen Langstreckenläuferinnen aller Zeiten und noch immer deutsche Rekordhalterin über 10.000 m (31:03,62 Minuten). Die Bewag City-Nacht, die sie im vergangenen Jahr gewonnen hatte, wollte die 36-Jährige auf ihrer Abschiedstournee nicht verpassen. „Hier wollte ich unbedingt dabei sein, denn die Atmosphäre auf dem Kurfürstendamm ist einmalig. Die Zuschauermassen sind beeindruckend, und das trotz der parallel stattfindenden Eröffnungsfeier des Olympiastadions“, erklärte Kathrin Weßel.

Während die Polin Monika Drybulska in 33:23 Minuten souverän gewann, kam eine andere erfolgreiche deutsche Langstreckenläuferin nur auf Platz vier: Claudia Dreher (Gänsefurther SB), die Marathon-WM-Neunte von 1999, joggte nach 37:44 Minuten ins Ziel. „Ich bekam so starke Seitenstechen, dass ich sogar Gehpausen einlegen musste. Aufgeben war aber kein Thema für mich – bei dieser Stimmung muss man ins Ziel laufen“, erklärte die zweimalige Siegerin des Rennens, die auch den Streckenrekord hält (32:39 Minuten).

SPITZMÜLLER ZWEITE, EICH STEIGT AUS

So konnte sich eine junge deutsche Läuferin gut in Szene setzen, der vielleicht die Zukunft gehört: Romy Spitzmüller wurde Zweite in 34:22 Minuten. „Ich bin sehr zufrieden, denn ich bin aus dem Marathontraining heraus gelaufen und habe eine neue Bestzeit erreicht“, sagte die 22-Jährige, die sich nun auf ihren Start beim Berlin-Marathon vorbereitet. Romy Spitzmüller kommt übrigens aus Leipzig – ein gutes Pflaster für deutsche Marathonläuferinnen. Sowohl die deutsche Marathonrekordlerin Uta Pippig als auch Katrin Dörre-Heinig stammen aus der Stadt.

Kein guter Tag war es für den Streckenrekordhalter. Carsten Eich (LG Braunschweig) verpasste seinen fünften Sieg bei der Bewag City-Nacht. „Ich fühlte mich von Anfang an platt und wollte nicht mit einer Zeit von 32 Minuten ins Ziel rennen“, erklärte der Vorjahressieger, der zwischen Kilometer sechs und sieben aufgab. Dieses Rennen gewann Paul Kigen (Kenia) in 30:04 Minuten mit einer Sekunde Vorsprung vor seinem Landsmann James Rotich.

PAPE STELLT SKATER-KURSREKORD EIN

Bei den Inline-Skatern stellte Markus Pape (ZEPTO Skate-Team) über 10 km in 15:34 Minuten seinen eigenen Streckenrekord des Vorjahres ein. Der Student für Informationstechnik war im vergangenen Jahr zum ersten Mal bei der Bewag City-Nacht an den Start gegangen. „Die Atmosphäre mit den vielen Zuschauern hat mich begeistert. Deswegen bin ich in diesem Jahr wieder hierher gekommen“, erklärte der 21-Jährige, der 1998 mit dem Inline-Skating begonnen hatte. Damals war der BERLIN-MARATHON sein erstes großes Rennen.

Der real,- BERLIN-MARATHON am 25. September ist auch dieses Jahr wieder ein großes Ziel für Markus Pape, der im zweiten Jahr für das ZEPTO Skate-Team startet. Skating ist allerdings für den aus Bielefeld stammenden Skater, der bei der City-Nacht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 38,57 Stundenkilometern erreichte, nur ein Hobby. Auch als Nebenjob kann er seine Sportart noch nicht betreiben. „Die Prämien reichen dafür, die Kosten abzudecken. Aber verdienen kann ich mit meinem Sport noch nichts“, erklärt Markus Pape. Einem internationalen Topteam anzugehören, wäre ein Ziel für den 21-Jährigen, doch das Studium hat Priorität. „Es wäre natürlich schön, wenn ich mit Skating Geld verdienen könnte, aber es müsste sich mit dem Studium kombinieren lassen“, sagte Markus Pape, der im Sprint auf dem Kurfürstendamm deutlich die Nase vorne hatte.

Anders war das bei den Frauen. Während Windschattenfahren bei den Männern verboten war, bildete sich eine größere Führungsgruppe. Sieben Skaterinnen kämpften am Ende noch um den Sieg. In einem Fotofinish setzte sich dann Miriam Lang (Bonndorf) in 17:22 Minuten hauchdünn vor Tina Landgraf (Barclaycard Inlion Girls) sowie Stephanie Pipke (SCC XSpeed Team Berlin) durch. Die ersten fünf Fahrerinnen waren zeitgleich im Ziel.

SKATER AUCH BEI OLYMPISCHEN SPIELEN

Vor dem Start hatten die Inline-Skater mit einem Transparent gefordert, dass ihre Sportart in das Programm der Olympischen Spiele aufgenommen wird.


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