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Maria Bak: „Ich verschenke keinen Sieg!“

Swiss Alpine Marathon-Siegerin fühlt sich betrogen und will für ihren Sieg kämpfen – „Eine Blamage für die Organisation!“

02.08.2004

Die Swiss Alpine Marathon-Siegerin Maria Bak versteht die Welt nicht mehr. Am Samstag vielumjubelt bei der Siegerkür im Sportzentrum in Davos, am Sonntag schon sollte ihr Sieg nur ein Muster ohne Wert noch sein. Per Fax wurde die 45jährige aus dem fränkischen Hersbruck einen Tag nach ihrem großen Triumph beim hochalpinen Laufspektakel in der Landschaft Davos von Swiss Alpine-Chef Andrea Tuffli in Kenntnis gesetzt, dass die Rennleitung der unterlegenen Italienerin Monica Sasiraghi durch eine Zeitgutschrift den Sieg zugesprochen habe und sie somit nur Zweite beim größten Hochgebirgsmarathon Europas sei.
„Ich bin geschockt! Das ist eine Blamage für die Organisation!“

Was war geschehen? Von einem vermeintlichen Streckenposten war die zu diesem Zeitpunkt bereits mit einem Drei-Minuten-Vorsprung ausgestattete Vorjahressiegerin und 100 km-Europameisterin Monica Casiraghi nach 37 km auf der Wegstrecke nach Bergün, wie wohl einige andere Läufer, in ein steiles Bergaufstück geführt worden.
Als diese den Irrweg bemerkte, zurückgekehrt war auf die richtige Wegstrecke, lag sie reichlich gefrustet mit einem Zeitverlust von rund zehn Minuten plötzlich nur auf Rang vier. Die enteilte Konkurrenz wurde jedoch rasch wieder gestellt und kurz nach dem Scalettapass übernahm die Italienerin von Maria Bank sogar wieder die Führung.

Beim langen Bergabstück durch das malerische Dischmatal konterte die Deutsche aber und zog an der entkräfteten Italienerin vorbei zum knappen Sieg in 7:00:06 Stunden, während Monica Casiraghi zweieinhalb Minuten später ins Ziel im Davoser Sportzentrum einlief.

Maria Bak kann die Entscheidung des Schiedsgerichts nicht nachvollziehen. Dass sie plötzlich die Verliererin des Rennens sein soll, das versteht die 45jährige Langstrecklerin nicht, die in ihrer langen Karriere dreimal den Comrades-Marathon in Südafrika, die 100 km von Biel und zahlreiche hochkarätige Wettbewerbe gewonnen hat und aktuelle Europarekordlerin über die selten gelaufenen 50 km ist. „Ich habe nicht erwartet, dass man sich bei einer derart angesehenen Veranstaltung wie in einem Kindergarten verhält!

Herr Tuffli erwartet von mir Verständnis und sportliches Verhalten. Aber – was sollte ich denn getan haben? Ich bin nur so gut gelaufen wie ich eben konnte. Und das hat mir einen weiteren Lebenstraum beschert, den Sieg beim Swiss Alpine Marathon nämlich“. Schließlich hat die gebürtige Polin schon seit acht Jahren bereits an einen Start in Davos nachgedacht, es aber immer wieder aufgrund des dichten Terminkalenders hinaus geschoben.

Von international überaus angesehenen Veranstaltungen wie es der Swiss Alpine Marathon ohne Frage ist erwartet Maria Bak eine professionelle Organisation. „Ich bin das erste Mal in Davos gelaufen und habe mich nicht verlaufen. Nach meinem Augenschein war die Strecke wunderbar ausgeschildert. Monica ist bereits im Vorjahr hier gestartet und hätte die Strecke kennen sollen. Wenn jemand Fehler gemacht hat, dann sind es doch eher die Organisatoren. Aber wieso soll ich denn plötzlich schuldig sein? Wenn, dann trifft dies auf Monica Casiraghi zu, die vielleicht an einer Stelle unaufmerksam war! Wie kann sie nun von mir den Sieg wollen? Man muss trotz der Hektik noch seinen Stolz bewahren! Ich jedenfalls verschenke keinen Sieg!“

In einem noch ausstehenden Gespräch erwartet sie vom SAD-Präsidenten Andrea Tuffli eine eindeutige Entschuldigung. „Andernfalls werde ich meine Rechte über meinen Rechtsanwalt einklagen. Ich habe den Eindruck, dass der Sieg von Monica Casiraghi gewünscht war. Doch leider bin ich dazwischen gekommen....!“

Und an die Adresse des Swiss Alpine-Gründer Andrea Tuffli gerichtet: „Herr Tuffli und damit die Organisation haben viel zu verlieren, schließlich gibt es internationale Sportregeln. Wer diese nicht einhalten kann, der sollte vielleicht einen Lauf in Somalia organisieren!“

Wilfried Raatz


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