41. BMW BERLIN-MARATHON am 28. September 2014

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Die historische Olympia-Laufserie (IX): 3000 Meter Hindernis der Männer

Bronzemedaillen für Alfred Dompert und Frank Baumgartl

08.08.2004

In knapp einer Woche beginnen die Olympischen Spiele in Athen. Bis dahin werden noch die letzten drei der elf Laufdisziplinen vorgestellt sowie dazu ein Favorit für olympisches Gold.

In dieser Serie geht es jedoch um die Historie – um die mehr oder minder medaillenreiche Vergangenheit der deutschen Leichtathletinnen und Leichathleten aus West (FRG) und Ost (GDR) in den Laufbereichen ab 800 m aufwärts.
Während die Vergangenheit der deutschen Leichtathletik bei Olympischen Spielen insgesamt doch sehr erfolgreich war, ist nach der WM 2003 in Paris nicht allzu viel in Athen zu erwarten.
Es geht heute weiter mit den 3000 m Hindernis der Männer.
Im Zusammenhang der Laufserie im Hinblick auf Athen 2004 erscheint auch die Olympia-„Erinnerungs-Laufserie“ – aus Respekt vor den großen Leistungen und zur Nachahmung empfohlen.

Das Hindernislaufen („Steeplechase“) gibt es seit den Spielen in Paris 1900.
Bei den ersten drei Spielen waren es noch nicht genau 3000 m Hindernis. In Paris 1900 wurden die Hindernisse aber gleich zweifach gelaufen, nämlich über 2500 m und 4000 m, in St. Louis 1904 dann 2590 m und in London 3200 m, 1912 in Stockholm fiel das Hindernisrennen gänzlich weg, erst 1920 in Antwerpen begann die Serie der heute üblichen 3000 m Hindernisrennen bis heute.

3000 m Hindernis – zuerst die Strecke der Briten – vor den Finnen – jetzt aber ist Kenia an der Reihe.

Die 3000 m Hindernis sind seit 1968, mit Ausnahme von 1976 und 1980, fest in kenianischer Hand.
1992 sind alle drei Medaillen gleich an Läufer aus Kenia vergeben worden (wie 1900 Großbritannien, 1928 Finnland und 1948 Schweden), ansonsten waren fast immer 2 Läufer aus Kenia auf den drei Medaillenrängen.

Sieben Goldmedaillen, sechs Silber- und eine Bronzemedaille holten Läufer aus Kenia (insgesamt 14), die Briten haben insgesamt zwölf Medaillen auf der Habenseite mit 4 Gold, 5 Silber und drei Bronze vor den Finnen und den USA mit jeweils 9 Medaillen, davon die Finnen 4 und die USA 3 Goldmedaillen.

17 Nationen teilen sich die 69 Medaillen auf.

Die deutschen Hindernisläufer haben mit Patriz Ilg 1983 einen Weltmeistertitel und 1982 auch mit Patriz Ilg, 1986 mit Hagen Melzer und 1998 Damian Kallabis auch Europameister gestellt, aber bei Olympischen Spielen mußten sie sich bescheiden.

1936 erkämpfte sich Alfred Dompert und 1976 Frank Baumgartl jeweils eine Bronzemedaille
14 Endkampfplatzierungen von Platz 3 - 10 zieren die Erfolgsliste der deutschen Hindernisläufer.
Überblick über die Medaillenverteilung der erfolgreichsten Nationen im 3000 m Hindernislauf:

Deutschland: 0 Gold / 0 Silber / 2 x Bronze / 1 x vierter Platz / 2 x fünfte Plätze / 5 x sechste Plätze / 1 x achter Platz / 1 x neunter Platz /2 x zehnte Plätze

KEN: 7 G / 6 S / 1 B
GBR: 4 G / 6 S / 3 B
FIN: 4 G / 3 S / 2 B
USA: 3 G / 0 S / 6 B
SWE: 2 G / 1 S / 1 B
POL: 1 G / 1 S
BEL: 1 G
IRL: 0 G / 1 S
URS: 0 G / 2 S / 2 B
FRA: 0 G / 1 S / 2 B
HUN: 0 G / 1 S
TAN: 0 G / 1 S
ITA: 0 G / 0 S / 2 B
MAR: 0 G / 0 S / 1 B
ETH: 0 G / 0 S / 1 B
NOR: 0 G / 0 S / 1 B

Paris 1900 – 2500 m Hindernis – Franz Duhne Sechster

Der US-Amerikaner George Orton war Hindernisspezialist. Er war sieben Mal USA- und einmal englischer Meister. In Paris standen die Hindernisse, wie Hürden, Wassergraben, Steinzäune und anderes mehr wild verstreut, es wurde alles nach Belieben aufgestellt.

Endlauf (15. Juli)
1. George Orton (USA) 7:34,2 - 2. Sidney Robinson (GBR) 7:38,0) 3. Jacques Chastanié (FRA) – (ohne Zeit) - ... ... 6. Franz Duhne (ohne Zeit)

Paris 1900 – 4000 m Hindernis – Nochmal sechster Platz für Franz Duhne

Der Amerikaner Orton wollte beide Strecken gewinnen, aber er erkrankte in der Nacht vom Sonntag zum Montag. Aber er lief trotzdem mit. Erst in der Schlußphase fiel er zurück und mußte den Briten den dreifachen Triumph gönnen.

Endlauf (16. Juli)
1. John Rimmer (GBR) 12:58,4 – 2. Charles Bennett (GBR) 12:58,8 – 3. Sidney Robinson (GBR) 12:58,8 - 4. Jacques Chastanié (FRA) (ohne Zeit) – 5. George Orton (USA) (ohne Zeit) – 6. Franz Duhne (ohne Zeit)

St. Louis 1904 – 2500 m Hindernis – Lightbody gewinnt die Hindernisse und 1500 m

Der Ire John J. Daly war in Amerika als er von den Olympischen Spielen in St. Louis hörte. Er war ein Ein-Meilen und 4 Meilenläufer und meldete sich für die Hindernisse an. Gelaufen wurde auf einer Grasbahn mit jeweils 3 Hürden und einem Wassergraben.
Lightbody hatte zuvor noch nie ein Rennen über die Hindernisse absolviert. Daly führte zunächst, aber Lightbody überholte ihn leichtfüßig und gewann. Kein deutscher Läufer war dabei.

Endlauf (29. August)
1. James Lightbody (USA) 7:39,6- 2. John Daly (IRL) (ohne Zeit) – 3. Arthur Newton (USA) (ohne Zeit)

London 1908 – 3200 m Hindernis – Doppelerfolg für Großbritannien

In London lief man noch 3200 m Hindernis. Es gab 6 Vorläufe. Im sechsten Vorlauf scheiterte der Titelverteidiger Lightbody aus den USA. Im Endlauf setzte sich der 22-jährige Brite Russell, der schon 1904,1905 und 1906 Britischer Meister über 2 Meilen Hindernis war, durch. Kein deutscher Läufer am Start.

Endlauf (18. Juli)
1. Arthur Russell (GBR) 10:47,8 – 2. Arthur Robertson (GBR) 10:48,8 – 3. J.L.Eisele (USA) 11:00,8

Stockholm 1912 – Der Hindernislauf fand in Stockholm nicht statt.

Antwerpen 1920 – Der Brite Hodge siegt auf einer Grasbahn

In Antwerpen standen zum ersten Mal die heute üblichen 3000 m Hindernis auf dem Programm. Der Weltrekord stand inzwischen (inoffiziell) auf 9:49,8 von Josef Ternström (SWE) in Malmö am 4.07.1914.
Der Brite Percy Hodge siegte in Antwerpen überlegen mit 50 m Vorsprung. Es gab 4 Vorläufe.
Deutsche Läufer waren in Antwerpen nicht am Start.

Endlauf (20. August):
1.Percy Hodge (GBR) 10:00,4 (OR) – 2. Patrick Flynn (USA) (ohne Zeit) – 3. Ernesto Ambrosine (ITA) (ohne Zeit)

Paris 1924 – Ville Ritola, der Vielläufer, ohne Technik mit Gold belohnt

Paris war die Goldader für die Finnen. Nurmi und Ritola sahnten zusammen ab. Ritola wurde Zweiter über 5000 m, siegte über 10.000 m, gewann mit Nurmi den Querfeldeinlauf über 10,650 m und zusammen mit Nurmi und Elias Katz den 3000 m Mannschaftslauf. Vorher hatte Nurmi schon die 1500 gewonnen. Nur über 800 m war kein Finne im Endlauf, im Marathon erlief Halonen aus Finnland sich den vierten Rang, eine Läufernation par excellenz!
Über 3000 m Hindernis gewann den Endlauf dank seiner läuferischen Überlegenheit, er war alles andere als ein Techniker, vor seinem Landsmann Katz aus dem goldigen Mannschaftsteam. Es gab 3 Vorläufe mit insgesamt neun Teilnehmern. Alle neun waren auch im Endlauf plaziert.

Endlauf (9. Juli):
1. Ville Ritola (FIN) 9.33,6 (OR) – 2. Elias Katz (FIN) 9:44,0 – 3. Paul Bontemps (FRA) 9:45,2

Amsterdam 1928 – Drei Finnen – drei Medaillen – die Finnenspiele

In Amsterdam wiederholten sich fast die Ergebnisse von Paris. Hier fielen allerdings der Mannschafts- und der Querfeldeinlauf gänzlich weg, das bis heute gültige Mittel- und Langstreckenprogramm begann.

Die Finnen hatten wieder über 800 m keinen Teilnehmer im Finale, dafür mit Harri Larva den Sieger über 1500 m, die 5000 m gewann Ritola, die 10.000 m Nurmi, im Marathon gab es jetzt aber schon mit Martti Marttelin eine Bronzemedaille.
Im 3000 m Hindernislauf gab es dann den vollkommenen Triumph der Finnen mit allen 3 Medaillen.
Ekkehard zur Megede schreibt: „Nurmi wie ein begossener Pudel. – Der Hindernislauf wurde für Nurmi im wahrsten Sinne des Wortes ein Hindernislauf. Bar jeder Hürdentechnik flog der große Finne schon im Vorlauf hopfheister in den Wassergraben“

Nurmi fand aber in seinem Landsmann Loukola seinen Meister, der ein ausgezeichneter Techniker und Hindernisspezialist war. Der Wassergraben mußte siebenmal genommen werden, die Hürden insgesamt 28-mal. Im Endlauf soll Nurmi die Hürden wie in einem Hochsprungwettbewerb für Anfänger genommen haben, er fiel auch im Wassergraben der Länge nach hin. Er schaffte aber wegen seiner läuferischen Überlegenheit trotzdem noch den zweiten Platz, der Titelverteidiger Ritola gab auf. Er hatte immer noch den Weltrekord (inoffiziell) mit 9:33,6.
Keine deutschen Läufer am Start

Endlauf ( 29. Juli):
1. Toivo Loukola (FIN) 9:21,8 (OR) – 2. Paavo Nurmi (FIN) 9:31,2 – 3. Ove Andersen (FIN) 9:35,6

Los Angeles 1932 – Finnland wieder vorne – aber eine Runde zuviel gelaufen

Die Finnen hatten in Los Angeles auch wieder 3 Läufer im Finale (2 Vorläufe), sie belegten aber „nur“ die Plätze eins, vier und neun!
In den Vorläufen wurde der olympische Rekord schon durch Iso-Hollo auf 9:14,6 verbessert. Doch im Endlauf verzählte sich der Rundenzähler, die Läufer liefen deswegen 3460 m. Iso-Hollo, der schon die Silbermedaille im 10.000m Lauf in der Tasche hatte, machte die eine Runde nichts aus, er führte überlegen. Der Amerikaner, der später Dritter wurde, lag am eigentlichen Ziel auf dem zweiten Platz. Der Weltrekord lag (inoffiziell) durch George Lermond (USA) bei 9:08,4 (Cambridge 18.06.1932).
Kein deutscher Läufer am Start.

Endlauf: (6. August):
1. Volmari Iso-Hollo (FIN) 10:33,4 – 2. Thomas Evenson (GBR) 10:46,0 – 3. Joseph McCluskey (USA) 10:46,2

Berlin 1936 – Alfred Dompert mit Bronzemedaille – hinter zwei Finnen

Nach Franz Duhne 1900 in Paris müssen, wenn die Statistiken stimmen, 1936 zum ersten Mal wieder deutsche Läufer am Hindernislauf teilgenommen haben. Drei Deutsche liefen in den Vorläufen, 2 kamen in den Endlauf, im dritten Vorlauf gab Raff auf.
Die Sensation brachte Alfred Dompert (geb. 23.12.1914) zustande. Er wurde nominiert, obwohl er bei den Deutschen Meisterschaften über 1500 m aufgab und am Hindernislauf gar nicht teilnahm. Er hatte einen einzigen 3000 m Hindernislauf in 9:37,8 beendet und der lag schon 2 Jahre zurück. Dompert begeisterte schon im 1. Vorlauf die Zuschauer mit einem Sieg in 9:27,2. Er distanzierte schon dabei den Zweiten von Los Angeles Evenson.

Zur Megede schreibt:“ Die 100.000 Zuschauer im Olympiastadion gerieten aus dem Häuschen. Sie brüllten, jubelten, schrien sich die Kehlen heiser und feuerten ihren Landsmann an, der über sich hinauswuchs und keinen Pardon gab. Er spurtete wie besessen ... der Zweikampf riß selbst den größten Phlegmatiker von seinem Sitz.

Der Titelverteidiger Iso-Hollo hatte in olympischen Rekord, gleich dem inoffiziellen Weltrekord, gewonnen. Dompert hatte sich genau um zwanzig Sekunden verbessert. Der Stuttgarter brach völlig erschöpft hinter dem Zielpfosten zusammen.
Diese Medaille von Dompert war die einzige eines deutschen Läufers in den Einzelstrecken in Berlin. Die Finnen hatten wieder einen Doppelsieg gelandet, der dritte Finne wurde Vierter, der zweite Deutsche im Endlauf belegte den neunten Platz.

Endlauf (8. August):
1. Volmari Iso-Hollo (FIN) 9:03,8 (OR) – 2. Kaarlo Tuominen (FIN) 9:06,8 – 3. Alfred Dompert 9:07,2 ... ... 9. Wilhelm Heyn 9:26,4

London 1948 – Die Schweden übernehmen das Hindernis-Zepter

In London endete vorerst die Herrlichkeit der finnischen Überlegenheit im Hindernislauf, aber die schwedischen Nachbarn übernahmen das Zepter. Erik Elmsäter hatte als Erster am 4.08.1944 mit 8:59,6 die Neun-Minuten-Grenze unterboten, erkrankte dann aber schwer.
Im Endlauf von London waren u.a. 3 Schweden, drei Franzosen und 2 Finnen.
Die drei Schweden brachten die Sensation zustande alle 3 Medaillen unter sich zu verteilen. Der Sieger Sjöstrand kam als zweiter Läufer am 12. September unter die begehrte Marke von 9 Minuten mit 8:59,8.
Deutsche Läufer waren zu den OS noch nicht zugelassen.

Endlauf (5. August):
1. Tore Sjöstrand (SWE) 9:04,6 – 2. Erik Elmsäter (SWE) 9:08,2 – 3. Göte Hagström (SWE) 9:11,8

Helsinki 1952 – Günther Hesselmann Sechster – Helmut Gude Achter

Eine neue Ära in Hindernislauf läutete Wladimir Kasanzew im vorolympischen Jahr 1951 ein, als er am 10. Juli in Moskau einen neuen Weltrekord mit 8:49,8 aufstellte.
1950 lief er nur 9:13,8. Mit seinem Landsmann Saltykow katapultierte er sich in dei Favoritenrolle von Helsinki. Die deutsche Olympiahoffnung war Helmut Gude aus Esslingen. Bei den Deutschen Meisterschaften im Olympiastadion von Berlin lief er als Sieger die Weltklassezeit von 8.50,0.

Bei den US-Trials hatten sich die Brüder William und Horace Ashenfelter mit 9:06,4 und 9:07,1 für Helsinki qualifiziert. In den Vorläufen gab es dann schon die Sensation. Kasanzew hatte sich in 8:58 qualifiert, John Disley (GBR), Sieger des 2. Vorlaufs mit 8:59,4 und Rinteenpää als Zweiter mit 8:59,4 blieben unter 9 Minuten. Bruder William Ashenfelter hatte im 1. Vorlauf aufgegeben, doch Horace lief im dritten Vorlauf mit 8:51,0 dicht an den Weltrekord heran und distanzierte den Russen Saltykow.
Horace („Nip“) Ashenfelter, 1,78 m, 66k g, FBI Agent und Vater dreier Söhne spielte in seiner Jugend Baseball, Football – lief seinen ersten Hindernislauf 1959.

Im Endlauf übernahm Saltykow zunächste die Führung für Kasanzew. Zur Megede schreibt: „Den letzten Wassergraben nahm der Russe zuerst, doch im selben Augenblick spurtete Ashenfelter wie besessen, und Kasanzew war geschlagen. Während der große Außenseiter in der Weltrekordzeit von 8:45,4 das Ziel passierte, geriet der resignierende Kasanzew noch in Gefahr, die Silbermedaille an John Disley zu verlierren, der sein Finish ein klein bißchen zu spät begonnen hatte, als daß er Wladimir Kasanzew noch hätte abfangen können.

Helmut Gude war in Helsinki nicht in seiner Bestform, dafür sprang Günther Hesselmann ein, der mit sehr guten 8:55,8 einen guten sechsten Platz belegte.

Endlauf (25. Juli):
1. Horace Ashenfelter (USA) 8:45,4 (WR) – 2. Wladimir Kasanzew (URS) 8:51,6 – 3. John Disley (GBR) 8:51,8 – 4. Olavi Rinteenpää (FIN) 8:55,2 – 5. Curt Söderberg (SWE) 8:55,6 - 6. Günther Hesselmann 8:55,8 – 7. Michael Saltykow (URS) 8:56,2 – 8. Helmut Gude 9:01,4 ... ... 11. Christopher Brasher (GBR) 9:14,0

Melbourne 1956 – Heinz Laufer Vierter – Brasher „Mit dem Kopf durch die Wand“
(Exkurs über John Disley und Chris Brasher)

Ekkehard zur Megede schreibt in „Die Geschichte der Olympischen Leichtathletik“, Band 2, Seite 136 über den 3000 m Hindernislauf in Melbourne folgendes:
„Christopher W. Brasher (geboren am 21. August 1928 in Georgetown/Britisch-Guayana) hat einen harten Schädel, im übertragenen wie im direkten Sinne des Wortes. Als Junge lebte er mit seinen Eltern in Jerusalem, wo sein Vater eine Anstellung im Kolonialdienst hatte.
Eines Tages trug Chris dort sein Privatmatch mit einem anderen Jungen aus. Beide waren noch nicht alt genug für die Schule. So tollten sie durch die Gegend und vereinbarten einen Wettlauf. „Wer zuerst an der Mauer dort drüben ist", Chris deutete aufgeregt auf die vielleicht fünfzig Meter entfernte Wand, der hat gewonnen." So schnell die beiden konnten, rannten sie auf die Mauer zu. Chris hatte einen kleinen Vorsprung, ihn verteidigte er mit aller Verbissenheit" und all dem Willen, der einem so kleinen Körper schon innewohnen kann.

Auch nicht einen Augenblick kam dem britischen Buben der Gedanke, dass er ein paar Meter vor der Mauer würde bremsen müssen. Er schoss in voller Fahrt auf die Mauer zu. Natürlich gewann er das Privatduell, aber er gewann noch mehr: nämlich Erfahrung. Und das Blut, das aus einer klaffenden Wunde am Kopf herausfloß, und später der Verband erinnerten ihn lange Zeit daran, dass es auch seine Nachteile haben kann, wenn man durchaus „mit dem Kopf durch die Wand" will.

Eines aber faszinierte Chris Brasher seit jenem Tage weit mehr als die betrübliche Begleiterscheinung seines ersten „Rennens": das Laufen nämlich. Seine Eltern siedelten in ihr Heimatland, nach Großbritannien, über.
Chris fand weiter Spaß am Laufen. Vielleicht sagte er sich nun sogar, dass, wenn schon Hindernisse da sind, man sie eben nehmen müsse, statt zu versuchen. Durch sie hindurch zukommen. Und so überraschte es nicht, dass Brasher Hindernisläufer wurde. Kein Weltenstürmer auf Anhieb, vielmehr einer jener Läufer, die willens waren, anderen den Weg zu bereiten. Wie beispielsweise am 6. Mal 1954 in Oxford, als er und Chataway dem gemeinsamen Freunde Roger Bannister den Weg zur ersten „Traummeile" ebneten.

Was nun die Olympischen Spiele in Melbourne betrifft, so handelte Brasher nach den Worten seines Trainers Franz Stampfl: „Kümmere dich nicht um den Sieg in all den vielen Rennen der Sommersaison. Warte auf die allein wichtigen Olympischen Spiele!"

Brasher wurde in Helsinki Elfter, in Melbourne Sieger. Aber er wurde nach seinem Sieg disqualifiziert, da er in der letzten Runde die Spitze übernahm den Norweger Ernst Larsen behindert haben sollte. Aber der Norweger gab an, daß er sich nicht behindert fühlte.
So mußte Heinz Laufer (geb. 23. Mai 1925 in Schwenningen) seine Bronzemedaille wieder herausrücken, er hatte in sehr guten 8:44,4 das Ziel passiert. John Disley, Bronzemedaillengewinner von Melbourne, wurde in 8:44,6 Sechster.
Der Sensationssieger von Helsinki Ashenfelter lief mit 8:51,0 die gleiche Vorlaufzeit wie 4 Jahre zuvor, die reichte aber nicht mehr für das Finale.

Die Endläufe von Melbourne und Helsinki wurden hier (als Exkurs) ausführlicher dargestellt, da die Athleten John Disley und Chris Brasher, die späteren Begründer des London-Marathon wurden – und natürlich deswegen – eine Affinität zum real,- BERLIN-MARATHON haben.
Chris Brasher wurde von Ekkehard zur Megede so dargestellt, wie er sich auch in seinem weiteren Leben weiter erfolgreich durchsetzte.
Chris Brasher starb im Vorjahr. Am 20. Juni 2004 gab es den „Chris Brasher Memorial 10K“ im Richmond Park in London mit Tausenden von Teilnehmern, die Geld sammelten für einen gemeinnützigen Verein, den „Petersham Trust“.
Sein Sohn Hugh organisierte ein „Fund-raising-Dinner“ am Abend zuvor, bei dem Sir Roger Bannister, Sir Chris Chataway, Lord Sebastian Coe und John Disley, CBS, Ehrengäste, alle von der Königin geadelt dabei waren. Alles berühmte Läufer, deren Namen in unseren Berichten schon erwähnt wurden.

John Disley wird in wenigen Wochen beim 31. real,- BERLIN-MARATHON wieder mit seiner Gattin Sylvia in offizieller Funktion als Vermesser tätig sein. In den letzten Jahren gehörte es zum traditionellen Ablauf der Veranstaltung, wenn er als IAAF/AIMS-Vertreter die regelkonforme Nutzung der Laufstrecke überwachte und nach der Veranstaltung dem Race Director die nötige Urkunde überreichte, um die Anerkennung der Zeiten und Weltrekorde zu gewährleisten.

Endlauf (29. November):
1. Christopher Brasher (GBR) 8:41,2 (OR) – 2. Sandor Rozsnyoi(HUN) 8:43,6 – 3. Ernst Larsen (NOR) 8:44,0 – 4. Heinz Laufer 8:44,4 – 5. Semjon Rshischtschin (URS) 8:44,6 – 6. John Disley (GBR) 8:44,6

Rom 1960 - Ludwig Müller Sechster - Hans Hüneke gab auf - Buhl im Vorlauf gescheitert

Gaston Roelants (BEL) fing den deutschen Rekordmann (8.34,0) Hermann Buhl im Vorlauf auf der Ziellinie ab und kam statt seiner in den Endlauf. Dafür kamen Ludwig Müller – der „Held von Augsburg“ berühmt durch seine Siege beim Länderkampf gegen die UdSSR und Hans Hüneke in den Endlauf. Drei sowjetische Läufer waren im Endlauf, die einen Dreifacherfolg anstrebten. Aber der polnische Weltrekordmann machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.
Ludwig Müller wurde Sechster, Hans Hüneke gab auf.

Endlauf (3. September):
1. Zdzislaw Krzyszkowiak (POL) 8:34,2 (OR) – 2. Nikolai Sokolow (URS) 8:36,4 – 3. Semjon Rshischtschin (URS) 8:42,2 – 4. Gaston Roelants (BEL) 8:47,6 ... ... 6. Ludwig Müller 9:01,6

Tokio 1964 – Drei deutsche Läufer überstanden nicht die Vorläufe

Gaston Roelants, im Rom noch Vierter, zwar inzwischen Weltrekordler mit 8:29,6 (Löwen am 8.09.1963) geworden. In Tokio wollte er zum Weltrekord noch die Goldmedaille.
Drei deutsche Läufer scheiterten in den Vorläufen: Dieter Hartmann wurde Achter im 1. Vorlauf in 9.09,2 – Döring Sechster im 2.Vorlauf in 8:43,2 und Dörner Sechster im dritten Vorlauf in 8:55,0.
Roelants hatte seine letzte Niederlage beim ISTAF in Berlin 1961 in der belgischen Rekordzeit von 8:43,2 hinter dem Amerikaner Charles Jones erlitten, das war die letzte Niederlage bis Tokio ... Im Vorlauf lief er als Zweiter nur auf Zeit, aber er war gewarnt denn der Russe Aleksejunas lief als Sieger 8:31,8 olympischen Rekord. Als spurtschwacher Läufer legte er vom ersten Meter an Tempo vor und hatte bald 50 Meter Vorsprung vor eingangs der letzten Runde. Er hatte zwar nicht mehr die Kraft einen neuen Weltrekord aufzustellen durch die ständige Führarbeit, aber es reichte zum neuen olympischen Rekord. Der Brite Maurice Herriott erlief sich „mit dem britischen Kampfgeist, wie 4 Jahre zuvor Brasher“, schreibt zur Megede in einem fesselnden Endkampf die Silbermedaille.

Endlauf (17. Oktober):
1. Gaston Roelants (BEL) 8:30,8 (OR) – 2. Maurice Herriott (GBR) 8:32,4 - 3. Iwan Beljajew (URS) 8:33,8 – 4. Manuel Oliveira (POR) 8:36,2 – 5. George Young (USA) 8:38,2

Mexiko 1968 – Drei deutsche Läufer nur in den Vorläufen – Kenia beginnt Gold zu schürfen

Über Amos Kipwabok Biwott (8.09.1947 in Uasin Gishu, 1,81 m, 66 kg) schreibt zur Megede interessant und amüsant. "Schon im Vorlauf rannte Biwott, weil ihm keiner den Unterschied zwischen Vor- und Endlauf klargemacht hatte, auf und davon und führte bald mit 100 m Vorsprung – er hielt durch und gewann in 8:49,4. Auch seine Technik über den Wassergraben, sofern es überhaupt eine war, erregte Staunen". Er soll, nach zur Megede, gesagt haben „Wenn man zum ersten Mal im Leben ein Paar Schuhe geschenkt bekommt, möchte man nicht, daß sie gleich naß werden“!
Den Wassergraben nahm er mehr wie ein Dreispringer. Auch im Endlauf erregte er immer Aufsehen, wenn er zum Wassergraben kam und zu seiner “Hop-step-jump“-Technik ansetzte, zumindest kam er aber immer irgendwie rüber. Er lag im Endlauf im Mittelfeld, viel langsamer als im Vorlauf. Roelants als Titelverteidiger versuchte sich an die Spitze zu setzen, keiner achtete mehr auf Biwott. Am letzten Wassergraben verschärfte Biwott das Tempo und sprintete wie der Teufel los, vor und hinter der letzten Hürde überholte die Favoriten O’Brien und Young und auf dem letzten Meter seinen führenden Landsmann Kogo.
Im Vorlauf hatte Biwott die letzten 1000 m in 3:00,6 zurückgelegt, im Endlauf in 2:45,0 – er muß wohl geflogen sein ...
Es gab einen Doppelsieg für Kenia – und den Beginn einer langen Siegesserie für die Männer aus Afrika.
Der Titelverteidiger Gaston Roelants ging unter in der Höllenfahrt und wurde nur noch Siebenter.

Endlauf (13. Oktober):
1.Amos Biwott (KEN) 8:51,0 – 2. Benjamin Kogo (KEN) 8:51,6 – 3. George Young (USA) 8:51,8

München 1972 – Wieder Doppelsieg für Kenia - drei deutsche Läufer nicht qualifiziert

In München wiederholte sich der Doppelsieg der Läufer aus Kenia. Allerdings gewann ein 1500 m Läufer – der Olympiasieger von Mexico Kipchoge Keino. Er wollte eigentlich 1500 m und 5000 m laufen, bzw. 10.000 m, aber der Zeitplan ließ das nicht zu. Deswegen entschied er sich für die Hindernisse.
In den Vorläufen scheiterten Willi Maier in 8:37,6 als Vierter im 2. Vorlauf, Willi Wagner als Sechster in 8:34,0 im 3. Vorlauf und Hans-Dieter Schulten als Sechster in 8:39,8 im 4. Vorlauf.
Der Endlauf begann nicht schneller als ein Marathonlauf, schreibt „Leichtathletik“. Drei Finnen und drei Keniaten sind im Endlauf, aber keiner will Tempo machen. Auch Biwott, "das Springwunder" und Sieger von Mexico ist wieder dabei. Man hatte mit einem Rekord gerechnet, aber genau das Gegenteil war der Fall. Nach dem letzten Wassergraben ging der Finne Kantanen auf und davon aber plötzlich stieß Keino aus dem Hintergrund und lief dem Sieg entgegen. Ben Jipcho spurtete zu spät konnte aber Kantanen auch noch abfangen – wieder Doppelsieg für Kenia.

Endlauf (4. September):
1. Kipchoge Keino (KEN) 8:23,6 (OR) – 2. Benjamin Jipcho (KEN) 8:24,6 – 3. Tapio Kantanen (FIN) 8:24,8 – 4. Bronislaw Malinowski (POL) 8:28,0 ... ... 6. Amos Biwott (KEN) 8:33,6

Montréal 1976 – Frank Baumgartl Bronzemedaille – Michael Karst Fünfter

Willi Maier wurde im 1. Vorlauf mit 8:44,82 Neunter, Gerd Frähmcke hatte das Pech drei Runden vor Schluß nach dem Sprung über den Wassergraben sich einen Achillessehnenriß zuzuziehen.
Aber zwei deutsche Läufer standen trotzdem im Endlauf. Frank Baumgartl lag bis zum letzten Hindernis auf einer Höhe mit dem späteren Sieger Gärderud, der einen neuen Weltrekord erzielte. Er blieb aber mit seinem Nachziehbein am Hindernis hängen, stürzte, sprang blitzschnell auf und rettete mit seinem Spurt noch die Bronzemedaille – vielleicht hätte er auch gewonnen gegen den schwedischen Weltrekordler ...
Michael Karst war lange verletzt gewesen und hatte viel Zeit gebraucht um wieder in Form zu kommen. Er lief taktisch klug, lag im Mittelfeld, konnte aber das entstandene Loch zu der Spitzengruppe nicht mehr schließen. Aber sein fünfter Platz konnte sich sehen lassen. Von den Läufern aus Kenia war in Montréal nichts zu sehen, da die Afrikaner die Spiele boykottierten.
Neun Läufer blieben unter dem olympischen Rekord von 8:23,6 von Keino in München.

Endlauf (28. Juli):
1. Andres Gärderud (SWE) 8:08,02 (WR/OR) – 2. Bronislaw Malinowski (POL) 8:09,11 – 3. Frank Baumgartl 8:10,36 – 4. Tapio Kantanen (FIN) 8:12,60 – 5. Michael Karst 8:20,14

Moskau 1980 – Malinowski gewinnt Gold - Pönitzsch nur im Vorlauf

Der Zweite von Montréal wurde endlich Sieger: Bronislaw Malinowski (POL), Vierter in München und 1974 und 1978 zweimal Europameister krönte seine Laufbahn mit der Goldmedaille in Moskau. Ralf Pönitzsch überstand als Neunter mit 8:56,5 nicht den Vorlauf. Es gab in Moskau sogar zwei Zwischenläufe, den Wolfgang Konrad (AUT) nach 8:25,0 als Vierter im 1. Vorlauf, aber im 2. Zwischenlauf als Zehnter in 8:51,6 nicht überstand.

Endlauf (31. Juli):
1. Bronislaw Malinowski (POL) 8:09,7 – 2. Filbert Bayi (TAN) 8:12,5 - 3. Eshetu Tura (ETH) 8:13,6

Los Angeles 1984 - Wieder Sieg für Kenia durch Korir

In Los Angeles standen keine deutschen Läufer am Start. Die Läufer aus Kenia meldeten sich mit einem Sieg durch den überlegen laufenden Julius Korir zurück. Vor eigenem Publikum gewann Brian Diemer die Bronzemedaille und nahm dem Mitfavoriten Henry Marsh die ersehnte Medaille weg.

Endlauf (10. August):
1. Julius Korir (KEN) 8:11,80 – 2. Joseph Mahmoud (FRA) 8:13,31 – 3. Brian Diemer (USA) 8:14:08 – 4. Henry Marsh (USA) 8:14:25

Seoul 1988 – Hagen Melzer Zehnter – Jens Volkmann im Zwischenlauf

Kenia landete wieder einen Doppelsieg durch Kariuki und Koech, das war die vierte Goldmedaille für Kenia im Hindernislauf.
Jens Volksmann (SCC Berlin) konnte nach 8:36,37 im Vorlauf bis in den Zwischenlauf vordringen. Hier wurde er Achter in 8:25,19.
Hagen Melzer ereichte in 8:19,82 den zehnten Rang im Endlauf.

Endlauf (30. September):
1. Julius Kariuki (KEN) 8:05,51 – 2. Peter Koech (KEN) 8:06,79 – 3. Mark Rowland (GBR) 8:07,96 ... ... 10. Hagen Melzer 8:19,82

Barcelona 1992 – Steffen Brand wird Fünfter – Hagen Melzer im Halbfinale

Gleich die ersten drei Plätze im Endlauf belegten die Läufer aus Kenia. Hagen Melzer konnte im Vorlauf 8:31,89 vorlegen, aber im 2. Halbfinallauf war er Elfter mit 8:38,07.
Die große positive Überraschung war der 27-jährige Medizinstudent Steffen Brand (TV Wattenscheid). Beim vorletzten Wassergraben ging er beinahe „baden“, aber in der letzten Runde lief es dann besser für ihn und er belegte einen hervorragenden und überraschenden fünften Platz.

Endlauf (31. Juli):
1. Mathew Birir (KEN) 8:08,84 – 2. Patrick Sang (KEN) 8:09,55 – 3. William Mutwol (KEN) 8:10,74 – 4. Alessandro Lambruschini (ITA) 8:15,52 – 5. Steffen Brand 8:16,60

Atlanta 1996 – Steffen Brand Sechster - Martin Strege Zehnter

Mit Steffen Brand, Martin Strege kamen 2 deutsche Läufer in den Endlauf, hier schlugen sie sich ausgezeichnet. Steffen Brand wiederholte fast das Ergebnis von Barcelona und wurde Sechster in 8:18,52, Martin Strege kam auf den zehnten Rang im Finale in 8:30,31. Kim Bauermeister lief im Vorlauf 8:36,86 und im Zwischenlauf als Zwölfter 8:51,83.
Die Läufer aus Kenia landeten wieder einen Doppelschlag, ihr dritter Läufer wurde Vierter.

Endlauf:
1. Joseph Keter (KEN) 8:07,12 - 2. Moses Kiptanui (KEN) 8:08,33 – 3. Sandro Lambruschini (ITA) 8:11,28 – 4. Matthew Birir (KEN) 8:17,18 – 5. Mark Croghan (USA) 8:17,84 6. Steffen Brand 8:18,52 - ... ...10. Martin Strege 8:30,31

Sydney 2000 – Damian Kallabis stürzt am ersten Hindernis

Den Europameister Damian Kallabis (SCC Berlin) erwischte es schon am ersten Hindernis im Endlauf. Als Fünfter seines Vorlaufs in 8:24,48 hatte er schon Schwierigkeiten in den Endlauf zu kommen. Den Sturz konnte er läuferisch, obwohl er nur 10 m verlor, nicht verkraften und belegte in 9:09,78 dann den enttäuschenden 15 Platz.
Es war ein Bummeltempo nicht zu vergleichen mit den Finals in Atlanta oder Barcelona. Wieder gab es einen Doppelsieg für Kenia – und auch wieder einen vierten Platz für den dritten Läufer aus Kenia.

Endlauf:
1. Reuben Kosgei (KEN) 8:21,43 – 2. Wilson Boit Kipketer (KEN) 8:21,77 – 3. Ali Ezzine (MAR) 8:22,15 – 4. Bernard Barmasai (KEN) 8:22,23 ... ... 15. Damian Kallabis 9:09,78

Die Hindernisbilanz der deutschen Männer bei den Olympischen Spielen ist mit den vierzehn Platzierungen unter den ersten Zehn seit Paris 1900 in der Anzahl der Plazierungen etwas besser als über 10.000 m. Es fehlen zum „Zufriedensein“ die Gold- oder Silbermedaille bei Olympischen Spielen, der Weltmeistertitel und die Europameistertitel deuten an, daß es deutsche Läufer doch noch besser können.
Wie die Vergangenheit auch zeigt, fehlten aber bei vielen Olympischen Spielen deutsche Teilnehmer völlig oder sie schafften dann, wenn sie dann schon dabei waren, es nicht in die Endläufe zu kommen.
Insofern wird sich die Bilanz in den nächsten Jahren auch (leider) nicht ändern können.

Horst Milde

Interessante Hinweise und Ergänzungen zu der großen olympische Vergangenheit des behandelten Themas können hierin geschickt werden:
info@berlin-marathon.com
800m der Frauen (Olympia historisch I):
http://www.berlin-marathon.com/news/show/002083
1500 der Männer ( Olympia historisch II:)
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002108
800 m der Männer (Olympia historisch):
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002126
1500 m der Frauen (Olympia historisch):
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002143
5000 m der Frauen (Olympia historisch)
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002169
10.000 m der Frauen (Olympia historisch)
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002215
10.000 m der Männer (Olympia historisch)
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002237


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