41. BMW BERLIN-MARATHON am 28. September 2014

Weitere Veranstaltungen

News

Kurioser Lauf: Apfelsine schieben bis zum Weltrekord

... eine Meile auf Händen und Knien die Apfelsine mit der Nase schieben ...

17.08.2004

Jeder Langstreckenläufer möchte einen Rekord aufstellen, das ist klar. Aber wie kommt man dazu, seitdem Bekele, Gebrselassie und Tergat dieses Feld so stark dominiert haben? Ein ehemaliger Marathonläufer internationaler Qualität hat die Lösung erfunden. Man suche einen Weltrekord aus, der so wahnsinnig ist, dass keiner in Addis Ababa oder in den kenianischen Ngong-Hügeln dafür Zeit verschwenden würde.

So kam der Brite Geoff Wightman, der eine beachtenswerte Bestleistung von 2:13:17 im Marathon hat bei der EM 1990 in Split teilnahm, zu seiner Herausforderung: eine Apfelsine nur mit der Nase viermal rund um die Bahn schieben. Das heißt, eine Meile auf Händen und Knien auf diese Weise zurückzulegen. Und zwar machte er das nicht an irgendeinem Datum, sondern am 6. Mai 2004, 60 Jahre nachdem Roger Bannister die Vier-Minuten-Schallmauer über eine Meile durchbrochen hatte.

Im schwarz und hellblaugestreiften Trikot der Dartford Harriers, einem renommierten Verein in Süd-London, ging er zur Startlinie. Die Vorbereitung war perfekt absolviert, dreimal war er im Kampf gegen die Uhr bereits über 400, 800 und 1200 Meter gekrochen. Nur waren Nase und Knie bestimmt empfindlicher geworden.
Zur Seite standen der Mann mit der Stoppuhr, ein Zweiter war mit Videokamera im Dienst, und eine Menge Wightmans Vereinskameraden waren gekommen, um Unterstützung zu geben. Wenn auch nicht richtig in der Rolle des Tempomachers, so war sein Bruder Derek auch an der Startlinie: er startete 30 Sekunden danach.

Erfolg und Weltrekord mit 44 Minuten und 22 Sekunden
Die Uhr zeigte kurz vor halb sechs, es ging los! Sein Bruder gab nach drei Runden in 42 Minuten auf, aber Geoff kroch bis zum Ziel: Erfolg und Weltrekord mit 44 Minuten und 22 Sekunden. Damit hat Geoff Wightman seinen Platz im "Guinness Book of Records" verdient. Wem hat er den Rekord genommen? Keiner weiß das, aber der bejubelte Weltrekordler gab zu, er würde es nie wieder versuchen, da ihm Nase, Knie und Bauchmuskeln so weh taten!

Und zuletzt noch etwas Kurioses: es schlug kurz nach sechs Uhr abends, fast zur gleichen Zeit vor genau 60 Jahren hatte Roger Bannister an der Iffley Road in Oxford seinen Platz in der Leichtathletikgeschichte erreicht.

Andy Edwards


Weitere News

20.08.2014 MY JOURNEY – „Motivation fürs ganze Jahr, selbst laufen zu gehen“
18.08.2014 MY JOURNEY - "Danach ging nichts mehr. Mir hing die Zunge raus."
15.08.2014 Gemeinsam sind wir stärker
12.08.2014 Letzte Chance: Begrenztes Startplatzkontingent für Läufer für den 41. BMW BERLIN-MARATHON 2014

Noch mehr News finden Sie in unserem Newsarchiv

Sponsoren des 41. BMW BERLIN-MARATHON Wobenzym plus BMW AOK Adidas Erdinger Alkoholfrei Timex Tata Consultancy Services Holiday Inn Germanwings Here Maps

Anzeige

Anzeige