42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

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2.924 Starter beim Campina-Straßenlauf -

Der Silbermedaillengewinner über 5000m und 10.000 m von Rom 1960 Hans Grodotzki startet das Rennen und übernimmt die Siegerehrung.

22.08.2004

Mit 2.924 Teilnehmern fand heute der Campina-Straßenlauf von SCC-RUNNING statt. Dieses Halbmarathonrennen ist traditionell für viele Läufer die Generalprobe für den real,- BERLIN-MARATHON, der in fünf Wochen mit 35.000 Läufern gestartet wird. Bei sonnigem Wetter mit Temperaturen um 20 Grad war es eine erfolgreiche Generalprobe für den real,- BERLIN-MARATHON.

Das Halbmarathonrennen mit Start und Ziel am beziehungsweise im Mommsenstadion gewann Sven Kersten (SCC Berlin). Er benötigte für die exakt 21,0975 km lange Strecke 1:11:33 Stunden und war mit deutlichem Vorsprung vor Peter Bobbert (LAV Tempelhof-Mariendorf/1:12:41) im Ziel. Daniel Büchel (SCC Berlin) wurde in 1:15:04 Dritter.

Die Strecke war gegenüber dem Vorjahr leicht verändert worden, aber dadurch nicht leichter geworden. Sie führte herunter über die Teufelsseechaussee bis zum Teufelssee, d.h. es kamen beim Hin- und Zurückweg jeweils 2 kernige Steigungen hinzu. Deswegen sind die diesjährigen Zeiten auch höher zu bewerten als im Vorjahr.

Es soll auch hier noch einmal deutlich gemacht werden, daß das keine Paradestrecke ist um Bestzeiten zu laufen, sondern tatsächlich eine "Generalprobe" für den real,- BERLIN-MARATHON darstellt, um sich läuferisch zu testen.
Sie führt teilweise über sehr enge Waldwege, und gerade nach dem Start, die nicht gerade eben sind und auch nicht einfach zu belaufen sind.

Bei den Männern bildete sich anfangs eine sechs-köpfige Spitzengruppe. Ab etwa Kilometer 4 auf dem Königsweg, parallel zu Avus waren dann nur noch Sven Kersten und Peter Bobbert, der angehende Mediziner, der sich konsequent auf den MARATHON vorbereitet, allein an der Spitze.

Dahinter zerbröckelte das Feld in Einzelkämpfer mit Daniel Büchel vom SCC, Hans-Peter Wollny, Klaus Boesang, Patrik Marschalik (Post SV) und Liam Condon (SG Schering). Auf der Strecke gab es mehrere Duschen und Wasserstellen, allerdings war es angenehmer zu laufen, als im Vorjahr. Zudem verläuft die Strecke zum allergrößten im Schatten. 10 Kilometer wurden von beiden führenden Läufern in 34:19 zurückgelegt. ab etwa Kilometer 15 verabschiedete sich Sven Kersten leicht von Peter Bobbert und lief nach 1:11:28 ins Stadion und wurde mit großem Beifall empfangen.
Seine Zeit war nur 5 Sekunden langsamer als die des vorjährigen Siegers. Das spricht für die Leistung des kleinen und drahtigen Läufers auf der schwierigeren Strecke.

Männer:
1. Sven Kersten (SCC) 1:11:33 - 2. Peter Bobbert (LAV Tempelhof-Mariendorf) 1:12:41 - 3. Daniel Büchel (SCC) 1:15:04 - 4. Hans-Peter Wollny (Laufvermögen) 1:16:05 - 5. Klaus Boesang 1:16:10 - 6. Patrik Marschalik (Post SV) 1:16:13 - Liam Condon (Schering) 1:16:35 - 8. Carsten Schultz (Post SV) 1:16:43 - 9. Benjamin Sperl (LG Ohr Hörsel-Gas Gotha) 1:16:52 - 10. Rudolf Neumann (TV Frohnau) 1:17:00

Schnellste Frau über die Halbmarathondistanz war Ilka Schreinecke (VfL Wolfsburg/1:25:06). Sie gewann ebenso deutlich vor Alexandra Gadrys (Berlin/1:27:17) und Lina Böcker (Berlin/1:27:55).

Die Frauen liefen im großen Feld der Männer mit, ohne sich direkt zu sehen oder zu erkennen. Ilka Schreinecke aus Wolfsburg lief sehr leicht, leichtfüßig und überlegen an der Spitze der Frauen. Ihre Zeit ist auch nur unwesentlich langsamer, als die vorjährige Zeit der Siegerin.

Frauen:
1.Ilka Schreinecke (VfL Wolfsburg) 1:25:06 - 2. Alexandra Gabrys (Berlin) 1:27:17 - 3. Lina Böcker (Berlin) 1:27:55 - 4. Karsta Parsiegla (SCC) 1:28:04 - 5. Franziska Schindler (Berlin) 1:28:29 - 6. Pamela Stephan (SCC) 1:28:36 - 7. Kathrin Behrens (SG Einheit Berliner Bär) 1:28:50 - 8. Petra Schultz (VLG 91 Magdeburg ) 1:30:40 - 9. Anthe Hehn (Berlin) 1:32:00 - 10. Daniela Düring (VLG 1991 Magdeburg) 1:33:06

Für die Verpflegung im Ziel sorgte dankenswerter Weise Hauptsponsor CAMPINA. Der Marketing Chef Werner Härlin nahm auch die Siegerehrung vor.

Nach 3:10:00 war die letzte Teilnehmerin im Ziel.

Den Halbmarathon liefen insgesamt 2.532 Athleten. Beim parallel ausgerichteten 5-km-Rennen starteten 267 Läufer, und beim Bambinilauf beteiligten sich 125 Kinder.
Die Gesamtzahl von 2.924 Teilnehmern liegt etwas höher als im vergangenen Jahr (2.861).

Das betreuende Deutsche Rote Kreuz meldet keine schwerwiegenden Vorfälle, mit Ausnahme einiger Insektenstiche. Race Director Mark Milde konnte zufrieden, nach einer vom Wetter begünstigten Veranstaltung, ein sehr positives Fazit ziehen und sich bei allen Helfern bedanken, die vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hatten.
Der Polizei sei Dank gesagt für eine vom Verkehr freigehaltene Laufstrecke und dem DRK für deren Einsatz. Auch die Platzwarte im Mommsenstadion müssen erwähnt werden dürfen, denn sie sorgen für die nötige Bereitstellung der Infrastruktur für die Organissation.

Läufer können sich für den real,- BERLIN-MARATHON nicht mehr anmelden, denn das Startkontingent ist bereits erschöpft.
Für Inline-Skater gibt es jedoch noch freie Startplätze. Sie müssen sich allerdings beeilen, denn am kommenden Freitag ist dann endgültig Meldeschluss.

Bereits am nächsten Sonntag veranstaltet SCC-RUNNING ein zweites Testrennen im Hinblick auf den real,- BERLIN-MARATHON.
Beim 2. Berliner 30-km-Trainingslauf stehen Läufern drei Distanzen zur Auswahl: 10 km, 20 km oder 30 km. Start und Ziel sind hier im Stadion Eichkamp, verlängerte Harbigstraße, das Rennen beginnt am 29. August um 9 Uhr.
Die Teilnehmer werden in Leistungsblocks - nach Kilometerdurchgangzeiten eingeteilt - damit der Lauf tatsächlich als ein Trainingslauf genutzt wird - und nicht zu einem Wettkampf wird.
Läuferguru Bernd Hübner wird hier, wie in seinen üblichen sonntäglichen Trainingsläufen, die Einteilung der Leistungsblocks nach Kilometerdurchschnitt vornehmen und in Zusammenarbeit mit Dr. Detlef Kuhlmann und anderen Läufernhelfern den Trainingslauf steuern. Die Blocks werden dann, wie im Vorjahr, in Abständen gestartet, damit im Wald noch ein freies Laufen möglich ist.
Erfrischungen gibt es unterwegs und beim Durchlaufen im Eichkampstadion. Das hat sich im Vorjahr gut bewährt.

Einen separaten Start - als Premiere - gibt es für Walker und Nordic Walker um 9.10 Uhr. Sie können 10 oder 20 km walken. Um den Charakter eines Trainingslaufes beziehungsweise -walks beizubehalten, werden keine Ergebnislisten erstellt. Nachmeldungen sind am nächsten Sonntag noch bis kurz vor dem Start möglich.


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