42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

Weitere Veranstaltungen

News

Olympia: Hicham El Guerrouj erfüllt sich seinen Traum, Kenianer gewinnen alle Medaillen über die Hindernisse

25.08.2004

Der beste Mittelstreckenläufer des letzten Jahrzehnts hat endlich auch seine olympische Goldmedaille gewonnen. Hicham El Guerrouj heißt der neue Olympiasieger über 1500 Meter. In einem dramatischen Endspurt schien es schon, als wenn der Kenianer Bernard Lagat dem Marokkaner das Gold wegschnappen könnte. Doch auf den letzten Metern konnte El Guerrouj noch einmal kontern. In 3:34,18 Minuten gewann er schließlich mit zwölf Hundertstelsekunden vor Lagat. Dritter wurde der Portugiese Rui Silva in 3:34,68.

Bernard Lagat hatte seinen Endspurt offenbar etwas zu früh angesetzt. Dadurch konnte er am Ende, nachdem er schon an El Guerrouj vorbei war, das Tempo nicht ganz halten. Dieser kleine Fehler ermöglichte Hicham El Guerrouj die Erfüllung seines Traumes.

Ein achtjähriger Alptraum hat damit für den Marokkaner ein Ende gefunden: 1996 war er als Favorit ins olympische 1500-m-Finale von Atlanta gegangen. Doch dort stolperte er über das Bein seines schärfsten Rivalen, Noureddine Morceli. Der Algerier wurde Olympiasieger, El Guerrouj kam als Zwölfter ins Ziel. Vier Jahre später kam ihm ein anderer zuvor: Der Kenianer Noah Ngeny rang Hicham El Guerrouj auf der Zielgeraden im Spurt nieder. So groß war die Enttäuschung, dass der Marokkaner seine Karriere fast beendet hätte.

Im Athener Olympiastadion sah es nun fast so aus, als wenn Hicham El Guerrouj wieder ein Kenianer in der gleichen Manier wie 2000 in Sydney das Gold wegschnappen könnte. Nach 700 Metern hatte sich El Guerrouj an die Spitze gesetzt und führte auch noch eingangs der Zielgeraden. Aus der Kurve heraus kam der Angriff von Bernard Lagat. „Als er an mir vorbeizog, dachte ich nur: Sydney… Doch dann hatte ich das Gefühl, dass ich noch einmal kontern kann. Und ich danke Gott, dass ich es schaffte“, sagte Hicham El Guerrouj. „Vor vieren Jahren habe ich Tränen der Enttäuschung geweint, heute waren es Tränen der Freude.“

Bernard Lagat war nicht enttäuscht über die knapp verpasste Goldmedaille. „Ich habe alles gegeben und bin froh über Silber. Es war klar, dass es ein ganz hartes Rennen wird. 50 Meter vor dem Ziel dachte ich, es könnte reichen. Als ich im Ziel war, habe ich aber auch an Hicham gedacht. Denn er hat diese Goldmedaille wirklich verdient.“

Über 3000 m Hindernis hatten die Kenianer zuvor ihre erste Goldmedaille gewonnen. Und nicht nur das: zum zweiten Mal in der olympischen Historie schafften es die Kenianer, alle drei Medaillen zu gewinnen. 1992 in Barcelona hatten sie das zum ersten Mal geschafft. Nun gewann Ezekiel Kemboi, der Silbermedaillengewinner von Paris 2003, in 8:05,81 Minuten vor dem erst 19-jährigen Brimin Kipruto (8:06,11) und Paul Kipsiele Koech (8:06,64).

Auch der vierte im Rennen war eigentlich ein Kenianer: Musa Obaid Amer startet inzwischen unter seinem neuen Namen für Katar. Ihn aus den Medaillenrängen herauszuhalten, das war das Ziel der Kenianer, das sie auch erreichten. „Das war gutes Teamwork, wir haben zusammen gearbeitet und zusammen für unser Land alle Medaillen gewonnen“, erklärte Ezekiel Kemboi. Den schärfsten Rivalen hatten die Kenianer freilich schon vor Olympia ausgeschaltet: Der Weltmeister Saif Saaeed Shaheen (Katar) wechselte vor gut einem Jahr die Nationalität. Der ehemalige Kenianer hatte kurz vor Olympia auch das Meeting in Zürich gewonnen. Doch Kenias Sportfunktionäre erteilten ihm nicht die für Olympia nötige Freigabe.


Weitere News

21.12.2014 Geschäftsstelle vom 22. bis 29. Dezember 2014 geschlossen
19.12.2014 GERMAN INLINE CUP Termine 2015 veröffentlicht
18.12.2014 Anmeldestart für die 24. Vattenfall City-Nacht
18.12.2014 Video: Beim 39. Berliner Silvesterlauf gibt es Pfannkuchen im Ziel

Noch mehr News finden Sie in unserem Newsarchiv

Sponsoren des 42. BMW BERLIN-MARATHON BMW Adidas AOK TAGHeuer Holiday Inn Erdinger Alkoholfrei Wobenzym plus Here Maps Germanwings

Anzeige

Anzeige