41. BMW BERLIN-MARATHON am 28. September 2014

Weitere Veranstaltungen

News

Eindrücke vom Helsinki-Marathon 2004

Helsinki bereitet sich auf die WM 2005 vor

04.09.2004

Bevor ich hier über den Helsinki-Marathon am 21. August (Startzeit: 15.00 Uhr) erzählen will, habe ich die internationalen Bestenlisten der vergangenen Jahre durchforstet, fand aber weder den Namen des Russen Dimitri Kondrashov noch den der Kenianerin Jennifer Lotoiyowo.

Sie sind die Sieger des Helsinki-Marathons 2004. Die Sieger-Zeiten sprechen für sich: Kondrashov, im Vorjahr bereits Zweiter des Rennens, gewann in 2:21:28 h mit vier Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Vener Kashajev. Die Kenianerin blieb in 2:57:26 h gerade Mal um zweieinhalb Minuten unter der Drei-Stunden-Grenze. Sie erreichte mit 24 Sekunden Vorsprung das Ziel am Olympiastadion vor der Finnin Martina Salomonsson.

Als Siegerprämien wurden jeweils 3500 € angegeben (für Platz zwei 2000 € und für die Drittplatzierten jeweils 1000 €).

Ziel leider nicht im Stadion
Leider führten die letzten Meter diesmal nicht ins Stadion, weil die Kunststoffbahn im Hinblick auf die Leichtathletik-WM im kommenden Jahr 2005 völlig erneuert wird.
Die Zeiten der beiden Sieger machen deutlich, dass der Marathonkurs in der finnischen Metropole zwar sehr abwechslungsreich aber ungemein schwer ist.

Hasen mit gelben Fähnchen
Vor dem Start wurde auf einer Bühne die Schar der „Hasen" vorgestellt. Weithin sichtbare gelbe Fähnchen an der Kopfbedeckung dienten als Orientierung. Gelaufen wurde übrigens mit Champion Chips, die mit den Startunterlagen ausgegeben wurden und unmittelbar nach dem Zieleinlauf von vielen fleißigen Helfern vom Schuh abgetrennt wurden.

Das ständige Auf und Ab ist auch mir trotz - wie ich meinte - optimaler Vorbereitung (in den letzten zwölf Wochen zwischen 60 und 85 km pro Woche) zum Verhängnis geworden. Dazu kamen permanente Magenbeschwerden, über deren Ursachen ich mit meiner Frau bisher vergebens geforscht habe. Die Hoffnung, meinen neunten Marathon im „Sechser-Schnitt" bewältigen zu können, erfüllte sich nur bis km 25 (Halbmarathon in 2:03). Für die zweite Hälfte brauchte ich nach mehreren Gehpausen 2:45.
„Olle Nurmi“ würde sich im Grabe umdrehen ...

... nicht zu vergleichen
Mit Berlin ist Helsinki natürlich überhaupt nicht zu vergleichen. Die Teilnehmerzahlen bei uns erfordern von der Milde-Crew ganz andere logistische Überlegungen. In Helsinki waren es letztlich wohl so um die 7000 Starter, davon etwa 600 aus dem Ausland (die Zusendung des Ergebnisprotokolls ist für September angekündigt).

Mit Kopfsteinpassage
Abgesehen vom für meine Begriffe sehr anspruchsvollen Streckenprofil verlief der Kurs vorwiegend auf asphaltierten Straßen, Fuß- und Radwegen. Eine längere Kopfsteinpflaster-Passage zwischen km 24 und km 28 nervte ungemein und erinnerte mich an Dr. Willi Heepes Worte, dass der Marathon selbst - im Gegensatz zu langfristiger Vorbereitung - eher schädlich für den Körper sei.

Vorbildiche Erfrischungspunkte
Der Kurs war zwar abgesperrt, führte allerdings teilweise am fließenden Verkehr vorbei. Auch parkende Autos auf der Strecke wären bei Teilnehmerfeldern wie sie in Berlin unterwegs sind, undenkbar.
Als vorbildlich möchte ich die 20 Erfrischungsstationen bezeichnen, also fast aller zwei bis drei Kilometer. Dexal, Wasser, später Bananen wurden angeboten, dazu an speziellen Ständen mehrmals Erfrischungsschwämme. Am Ziel gab es zudem Eistee, Pumpernickel, Schokoriegel, Joghurt, saure Gurke und - das Wichtigste - eine wunderschöne Medaille. Vermisst habe ich die wärmende Folie, wie es sie fast überall und auch beim real,- BERLIN-MARATHON gibt. Die Letzten kamen schließlich erst gegen 21.00 Uhr ins Ziel.

Resümee:
Wer neue Bestzeiten im Auge hat, sollte besser beim real,- BERLIN-MARATHON bleiben. Wer sich in kleineren Feldern wohler fühlt und neugierig ist, was woanders anders gemacht wird, für den ist Helsinki auf jeden Fall eine Reise wert.
Nicht allein wegen des Marathons.

Jochen Frank

www.helsinkicitymarathon.com


Weitere News

23.07.2014 Freie Fahrt für alle Nachwuchsskater!
20.07.2014 Noch Startplätze frei beim CRAFT Women´s Run am 2. August im Berliner Olympiapark
18.07.2014 Wichtige Hinweise zur Vattenfall City-Nacht Inlineskating
17.07.2014 „Ich sehe jetzt, wie viel Potential in mir steckt!“

Noch mehr News finden Sie in unserem Newsarchiv

Sponsoren des 41. BMW BERLIN-MARATHON Wobenzym plus BMW AOK Adidas Erdinger Alkoholfrei Timex Tata Consultancy Services Holiday Inn

Anzeige

Anzeige