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„Die Ampel steht auf Grün“

Es ist alles vorbereitet für die 31. Auflage des real,- BERLIN-MARATHON am Wochenende

21.09.2004

„Die Ampel steht auf Grün“, sagt der neue Race-Director des real,- BERLIN-MARATHON. Mit anderen Worten: Es ist alles vorbereitet für den spektakulärsten deutschen Straßenlauf am kommenden Wochenende. Mark Milde, der zum ersten Mal in dieser Position die Veranstaltung leitet, nachdem er den Posten im März von seinem Vater Horst übernommen hatte, blickt optimistisch nach vorne.

Sonnabend und Sonntag
Zum 31. Mal wird das Rennen über die 42,195 Kilometer gestartet, zum zweiten Mal ist es eine Zwei-Tages-Veranstaltung. Die Inline-Skater, die im vergangenen Jahr erstmals ihr separates Rennen am Sonnabend erhielten, starten wiederum einen Tag vor den Läufern. Für sie fällt der Startschuss um 10 Uhr auf der Straße des 17. Juni, einen Tag später beginnt der Lauf eine Stunde früher an gleicher Stelle.
Das Ziel ist jeweils im Bereich des Brandenburger Tores.

44.552 Teilnehmer aus 91 Nationen
Zählt man die Meldezahlen der Läufer und Walker (36.193), Inline-Skater (8.191), Rollstuhlfahrer (38) sowie der erstmals teilnehmenden Handbiker (130) zusammen, ergibt sich eine Zahl von 44.552 Teilnehmern aus 91 Nationen. Damit ist das Rennen die größte Marathon-Veranstaltung weltweit. Hinzu kommen außerdem noch 8.023 Schüler, die beim Mini-Marathon am Sonntagmorgen über gut vier Kilometer an den Start gehen (8.45 Uhr, Potsdamer Platz). Dass es im Vergleich zum letzten Jahr trotzdem einen leichten Rückgang der Teilnehmer gibt, liegt vor allem an der früheren Startzeit des Skater-Rennens. „Für viele potenzielle auswärtige Teilnehmer ist 10 Uhr zu früh“, erklärt Mark Milde. Im vergangenen Jahr gingen die Skater am Sonnabend Nachmittag ins Rennen. Die frühere Startzeit hängt damit zusammen, dass Vertreter des Berliner Einzelhandels durch Straßensperrungen am Nachmittag höhere Umsatzeinbußen befürchtet hatten.

Vier Weltrekorde in sechs Jahren
Nimmt man nur die Zahl der Läufer, gehört der real,- BERLIN-MARATHON neben New York, London und Chicago zu den größten Marathonrennen weltweit. Im vergangenen Jahr war New York die Nummer eins. Diese Position in der Spitzengruppe wird der real,- BERLIN-MARATHON am Sonntag sicherlich verteidigen. Was die Ergebnisse der Topathleten angeht, waren in den vergangenen Jahren immer wieder Berlin, Chicago und mit Abstrichen auch London die internationalen Trendsetter. Viermal wurde in der deutschen Hauptstadt in den letzten sechs Jahren ein Marathon-Weltrekord gebrochen – so oft wie bei keinem anderen Rennen.

Von einem Weltrekord spricht Mark Milde nicht, wenn er auf den Sonntag blickt. „Das kann man natürlich nicht jedes Jahr erwarten“, sagt der 31-Jährige. Es war nicht leicht, in diesem Jahr in Konkurrenz zu den anderen großen Herbst-Marathonläufen ein erstklassiges Starterfeld zusammen zu stellen. Denn viele Athleten gingen natürlich vor knapp einem Monat bei den Olympischen Spielen an den Start. Und da zwei Marathonrennen pro Jahr für die Topathleten in der Regel das Maximum sind, was der Körper auf Dauer verträgt, fielen viele Stars von vornherein aus – darunter auch der Vorjahressieger Paul Tergat (Kenia), der 2003 in der Weltrekordzeit von 2:04:55 Stunden gewonnen hatte.

Vier Läufer unter 2:07 - bisher einmalig
Unter diesen Umständen ist das Starterfeld beachtlich. Mit Felix Limo startet der schnellste Marathonläufer des Jahres in Berlin. Der Kenianer hatte im April in Rotterdam in 2:06:14 Stunden gewonnen, war aber trotzdem nicht für Olympia nominiert worden. Drei weitere Landsleute starten am Sonntag, die ebenfalls schon unter 2:07 Stunden gelaufen sind – Wilson Onsare, Fred Kiprop und der Sieger von 2002, Raymond Kipkoech. Nie zuvor waren in Berlin bisher vier Marathonläufer mit Bestzeiten von unter 2:07 Stunden am Start.

Fünfter japanischer Sieg?
Bei den Frauen spricht viel dafür, dass es den fünften japanischen Sieg in Folge geben wird. Die 25-jährige Yoko Shibui hat sogar angekündigt, den Streckenrekord ihrer Landsfrau Naoko Takahashi (2:19:46) angreifen zu wollen. Außerdem wird Hiromi Ominami (Japan) zu beachten sein. Gute Chancen auf eine vordere Platzierung haben auch Sonja Oberem (Bayer Leverkusen) und vielleicht die 37-jährige Kathrin Weßel (SCC Berlin), die am Sonntag ihre lange internationale Karriere beenden wird.

Paralympics in Athen - Premiere der Handbiker in Berlin
Unter dem zeitgleich in Athen stattfindenden paralympischen Marathon leidet das Rollstuhlrennen am Sonntag. Hier fehlen im Gegensatz zu den Vorjahren sämtliche Top-Fahrer. Und es ist nicht eine einzige Frau am Start. Dafür allerdings hat das erstmals ausgeschriebene Handbike-Rennen große Resonanz gefunden. Hier werden 130 Athleten an den Start gehen, darunter auch der Weltrekordler Errol Marklein (Deutschland/1:08:13 Stunden).


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