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Yoko Shibui bricht beim real,- BERLIN-MARATHON den japanischen Rekord von Naoko Takahashi und die 2:20-Barriere

27.09.2004

Yoko Shibui sorgte für das Highlight beim 31. real,- BERLIN-MARATHON. Die Japanerin rannte mit 2:19:41 Stunden einen neuen Streckenrekord. Sie brach damit zugleich den japanischen Rekord ihrer prominenten Landsfrau Naoko Takahashi um fünf Sekunden. Als fünfte Athletin durchbrach Yoko Shibui die 2:20-Stunden-Barriere. Ihr Ergebnis war zudem die siebtschnellste Zeit über die klassischen 42,195 km aller Zeiten und natürlich eine Jahresweltbestleistung.

Dass Yoko Shibui bei ihrem Start-Ziel-Sieg mit einem gleichmäßigen Tempo den Asienrekord von Yingjie Sun (China) lediglich um zwei Sekunden verpasste, störte sie nicht besonders. „Für mich war das am Ende ebenso egal, wie die Zwischenzeiten während des Rennens. Ich wollte hier einfach nur gewinnen“, erklärte Yoko Shibui nach ihrer Jahresweltbestzeit. „Mein Trainer rief mir zwar Zeiten zu, aber sie haben mich nicht interessiert!“

Yoko Shibui ist bis heute die japanische Marathonläuferin mit der besten Grundschnelligkeit. Ihre 10.000-m-Bestzeit von 30:48,89 Minuten ist weltklasse. Und ihr Marathondebüt war es auch: Auf Anhieb gewann sie 2001 den Osaka-Marathon in 2:23:11. Sie war nicht einmal 22 Jahre alt und hatte die bis dahin schnellste Zeit einer Debütantin weltweit erreicht. Eineinhalb Jahre später steigerte sie sich in Chicago auf 2:21:22 Stunden. Kein geringerer als der Trainer von Naoko Takahashi, Yoshio Koide, hatte ihr schon nach dem Debüt eine Zeit von unter 2:20 Stunden prophezeit. Jetzt hat sie das in Berlin geschafft, nachdem sie im vergangenen Jahr verletzungsbedingt Probleme hatte.

In Kunming (China) hatte sie sich im Höhentraining auf den real,- BERLIN-MARATHON vorbereitet. Dort trainierte auch Mizuki Noguchi, die in der Hitzeschlacht von Athen Olympiasiegerin wurde. Die Japanerinnen sind bekannt dafür, extrem hohe Trainingsumfänge zu laufen und bis an ihre Grenzen zu gehen.

In keinem anderen Land war die Qualifikation für Olympia so hart wie in Japan. Aufgrund der großen Anzahl von Weltklasseläuferinnen, fielen einige durch, die in Athen vielleicht weit vorne hätten sein können. Dazu gehörte neben der Titelverteidigerin Naoko Takahashi auch Masako Chiba oder Yoko Shibui. In Berlin zeigte Yoko Shibui nun, was in ihr steckt.

Wer denn nun die beste japanische Marathonläuferin sei, wurde Yoko Shibui gefragt – sie selbst oder die Olympiasiegerinnen Takahashi (2000) und Noguchi (2004). „Ich weiß es nicht“, sagte Shibui. Doch ihr Trainer Hirode Suzuki hatte in Berlin eine eindeutige Antwort: Er deutete auf Yoko Shibui.


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