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New York setzt Maßstäbe und bestätigt die Stärke der City-Marathonrennen

Es war das knappste Finish der Frauen in der 35-jährigen Geschichte des New-York-Marathons.

08.11.2004

Der New-York-Marathon bleibt das Maß der Dinge. Das gilt zumindest bezüglich der Größe des Spektakels über die klassischen 42,195 Kilometer. Mit 37.257 Startern war New York das mit Abstand größte Marathonrennen dieses Jahres. Chicago und London folgen in der Liste mit rund 33.000 Athleten, an vierter Stelle liegt dann der real,- BERLIN-MARATHON, der in diesem Jahr 28.681 Läufer am Start zählte.

Über 100.000 in London 2005
Diese Zahlen beweisen, dass der Zulauf bei den großen Marathonrennen ungebrochen ist. Für den London-Marathon im April 2005 haben sich sogar schon über 100.000 Läufer gemeldet. In einer Lotterie werden die limitierten Startnummern nun zugelost.

Niederschlag verdaut
Das größte Rennen der Welt zu einem großen Comeback genutzt, hat Paula Radcliffe. Es war erst gut zehn Wochen her, dass die 30-jährige Engländerin die schlimmsten Tage ihrer Karriere erlebte. Als Marathon-Weltrekordlerin angetreten – 2003 hatte sie den London-Marathon in 2:15:25 Stunden gewonnen –, kam sie in Athen gleich zweimal nicht ins Ziel. Zunächst scheiterte sie über die klassische Distanz und dann fünf Tage später auch noch über 10.000 m. Einige britische Medien hatten sie bereits abgeschrieben, nachdem sie wiederholt bei einer internationalen Meisterschaft nicht die erwartete Medaille geholt hatte. Doch Paula Radcliffe hat diesen Niederschlag verdaut und meldete sich zurück.
Mit Hendrik Ramaala (Südafrika/2:09:28 Stunden) gewann in New York zudem auch bei den Männern ein Läufer, der wie Radcliffe beim olympischen Marathon vorzeitig aufgegeben hatte.

Die drittschnellste Zeit des Jahres
Radcliffe rannte auf der schwer zu laufenden Strecke, die im Gegensatz zu Berlin oder Chicago nicht flach ist, mit 2:23:10 Stunden immerhin die drittschnellste Zeit des Jahres. „Die Zeit spielte heute für mich keine Rolle, es ging nur um den Sieg“, sagte Paula Radcliffe, die mit lediglich vier Sekunden Vorsprung vor der Kenianerin Susan Chepkemei gewann. Es war das knappste Finish der Frauen in der 35-jährigen Geschichte des New-York-Marathons.

Vier gewonnen
In New York bewies Paula Radcliffe, dass sie trotz der olympischen Pleite diejenige ist, die es im Marathon zu schlagen gilt. Von ihren fünf Rennen über die 42,195 km hat sie vier gewonnen – zweimal London, je einmal Chicago und nun New York. Das sind drei der spektakulärsten internationalen Marathonläufe.

Taktische Meisterschaftsrennen und mitunter sehr schnelle City-Marathons lassen sich nicht vergleichen. Doch die besten City-Rennen stehen qualitativ den internationalen Meisterschaftsrennen nicht nach, das hat auch dieses Jahr gezeigt. Oft bieten hoch dotierte Marathons wie London, Chicago oder auch Berlin sogar die spektakuläreren Rennen. Zudem haben sie die Atmosphäre eines Massenrennens mit einem Millionenpublikum am Streckenrand.

Evans Rutto
Und wie bei den Frauen fiele auch bei den Männern die Wahl des zurzeit besten Marathonläufers nicht unbedingt auf den Olympiasieger. In Athen siegte der Italiener Stefano Baldini, doch in London hatte ihn Evans Rutto um über zwei Minuten distanziert. Und der Kenianer, der zur internationalen Trainingsgruppe des Berliner Coaches Dieter Hogen gehört, gewann vor wenigen Wochen auch zum zweiten Mal in Folge den Chicago-Marathon. Dreimal ist Evans Rutto bisher Marathon gelaufen, dreimal hat er gewonnen.
Doch für Olympia hatten ihn die Kenianer nicht nominiert.

New York, New York ...
Paula Radcliffe und Hendrik Ramaala gewinnen New-York-City-Marathon
Die Wiederauferstehung der Weltrekordlerin mit einer Sprintentscheidung
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002604
IAAF org. Okayo fit for defence in New York Marathon - PREVIEW
Olympic redemption for Radcliffe?
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002600
IAAF org. Back in the reckoning for honours - NYC Marathon on sunday
Four American in the top 10?
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002589
New-York-City-Marathon am Sonntag: Hochklassiges Spektakel
Paula Radcliffe, Margaret Okayo, Deena Kastor, Timothy Cherigat, Mebrahtom Keflezighi und Bob Kennedy stehen auf der Startliste
http://www.real-berlin-marathon.com/news/show/002585


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