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WM 2009 - Optionen für die Marathon- (und Gehstrecken) in Berlin für die IAAF Weltmeisterschaft

Neue Ideen für die Durchführung der Straßenlaufwettbewerbe - die Strecken in der Innenstadt und offene Läufe im Vorprogramm für die Bevölkerung

10.11.2004

Von der IAAF Evaluierungs-Kommission für die Bewerbung Berlins um die Leichathletik-Weltmeisterschaft 2009 wurde auch Horst Milde als „Mr. MARATHON“ und als Experte am 9. November eingeladen, um verschiedene Optionen für die Auswahl der Laufstrecken für 2009 darzulegen. Hier eine Zusammenfassung der Vorschläge:

„Die Möglichkeit, in Berlin anlässlich der IAAF Weltmeisterschaften 2009 den Marathon und die Gehwettbewerbe durchzuführen, eröffnet große Chancen und Perspektiven für die weitere Entwicklung der Leichtathletik und des Laufsports. Die Läufer haben die Straßen der Innenstädte erobert und damit die Leichtathletik noch weitaus populärer gemacht, als sie ohnehin schon ist“.

Marathon ist ein Volksfest auf den Straßen
Der Hochleistungssport beim BERLIN-MARATHON mit inzwischen 5 Weltrekorden und der Breitensport der Jogger und Läufer aus aller Welt feiern auf den Straßen Berlins ein großes Volksfest mit der großen Sympathie der Bevölkerung und etwa einer Million Zuschauer.

Jugend und Bevölkerung einbeziehen
Diese Chance – die besten Läuferinnen und Läufer der Welt am Start zu haben und gleichzeitig auch die Bevölkerung und die Jugend in die Veranstaltung einzubeziehen - sollte auch bei der IAAF Weltmeisterschaft im Interesse der Weiterentwicklung der Leichathletik genutzt werden.

Politisches Zentrum Deutschlands
Der real,- BERLIN-MARATHON als auch der Bewag BERLINER HALBMARATHON haben sich mit ihren Veranstaltungsorten (Start/Ziel) ganz bewusst das politische Zentrum der Hauptstadt ausgesucht, um den Laufsport ganz nahe an die Bevölkerung zu bringen. Zudem sind die Laufstrecken der beiden Läufe sehr flach ausgewählt – und damit äußerst schnell. Die Laufstrecken verlaufen sehr publikumswirksam durch die wichtigsten Hauptstraßen der Stadt mit einem großen Zuschaueraufkommen.

Die Klasse der Strecke
Auch wenn das Wetter in diesem Jahr nicht ganz ideal war, lief die Siegerin des 31. real,- BERLIN-MARATHON Yoko Shibui (JPN) mit 2:19:41 einen neuen Streckenrekord und Weltjahresbestzeit und auch der Sieger Felix Limo (KEN) konnte mit 2:06:44 eine Weltklassezeit erreichen. Das spricht für die Klasse der ausgewählten Strecke – und ist ein starkes Argument, dass der WM-Marathon 2009 auch die Strecke nutzt.

Mit Olympiastadion: Vorteile - Nachteile
Bei Start und Ziel des WM-Marathon im Olympiastadion wäre der Vorteil, dass Logistik für Start und Ziel im Stadion vorhanden sind.

Nachteil: Wenig Zuschauer beim Start und beim Finish – die Laufstrecke verläuft in der Anfangsphase und auf den letzten Kilometern durch Gebiete, die wenig Zuschauer hat und dadurch keine besondere Stimmung aufkommen lässt und zusätzlich verläuft die Strecke auf den letzten Kilometern zum Ziel im Stadion bergauf.

Bei Start und Ziel des Laufes außerhalb des Stadions stehen 2 Varianten zur Auswahl:

  1. Start/Ziel in Berlin-Mitte auf der Straße des 17. Juni in der Nähe des Brandenburger Tors und auf der Strecke des real,- BERLIN-MARATHON. Für etwa 150 Läufer des WM-MARATHON der Männer und etwa 100 Frauen müsste die gesamte Innenstadt zweimal gesperrt werden
  2. Start und Ziel auf der Straße des 17. Juni – Nähe Brandenburger Tor – mit einer neuen 14 Kilometer langen, sehr flachen Strecke die dann 3-mal zu durchlaufen wäre. Das garantiert schnelle Zeiten und ein spannendes Rennen, es ist übersichtlicher und bietet dadurch mehr Sicherheit. Tribünen an Start und Ziel mit Zuschauern, viele Zuschauer auf der Strecke mit einer großartigen Stimmung und für das Fernsehen gibt es hervorragende Bilder mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

    Offene Läufe im Vorprogramm
    Um die Bevölkerung in die IAAF-Weltmeisterschaft auch sportlich mit einzubeziehen und Begeisterung zu erwecken, könnte man den Marathon der Frauen und der Männer im Vorprogramm ergänzen mit Läufen, die offen sind für Jedermann:

    Beim Frauen-Marathon könnte das zusätzlich sein:
    1) Ein Rollstuhlrennen über 14 km (1 Runde) und
    2) ein Jugendlauf über ca. 5 km (wie beim real,- BERLIN-MARATHON der MINI-MARATHON)

    Beim Männer-Marathon könnte das zusätzlich sein: Ein offener Lauf über 14 Kilometer (1 Runde) für Jedermann als Vorbereitung auf den BERLIN-MARATHON 2009!

Der Jugendlauf und der offene Lauf für Jedermann würden garantiert Teilnehmerzahlen im fünfstelligen Bereich finden.

Die Strecke der Gehwettbewerbe
Auch die Gehwettbewerbe sollten innerhalb der Innenstadt stattfinden: Eine Runde über 2,5 Kilometer – mit Start und Ziel am gleichen Ort wie der MARATHON – auf der Straße des 17. Juni, in der Nähe des Brandenburger Tors.

Walken und Nordic Walking
Bei einer 2,5 km Runde in der Innenstadt fänden die Geher ein großes Publikum, bessere Stimmung und das Fernsehen hätte entsprechend herausragende Bilder. Auch hier ließen sich Rahmenwettbewerbe im Vorprogramm der Entscheidungen für Männer, Frauen und Jugendliche für die Öffentlichkeit einbauen für Walken oder auch Nordic Walking.

Neue Perspektiven
Die Einbeziehung von offenen Wettbewerben für die Bevölkerung zum Mitmachen innerhalb einer Leichtathletik-Weltmeisterschaft wäre völlig neu und zwingt zum Umdenken bei der IAAF. Auch die Verlegung von Start und Ziel des Marathon und der Gehwettbewerbe außerhalb des Stadions eröffnet völlig neue Perspektiven.

Die Einbeziehung der Bevölkerung und der Jugend, um für die Welt-Leichtathletik zu werben ist ein starkes Argument auch für die IAAF alte Regeln zu ändern, denn die Leichathletik will und muss populärer werden“.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband würde die Umsetzung der gemachten Vorschläge - Innenstadtstrecken und offene Läufe für Jedermann -, wenn sich die IAAF am 4. Dezember 2004 in Helsinki für Berlin 2009 entscheiden würde, begrüßen.

Horst Milde

Weitere Beiträge zu der WM Bewerbung Berlins 2009:
Berlin nun der ganz große Favorit für WM 2009
Brüssel zieht überraschend Kandidatur zurück /
Nur noch Split und Valencia verbleiben im Rennen
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Presentations from Berlin (GER), Brussels (BEL), Valencia (ESP) and Split (CRO)
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WM-HINTERGRUND: Berliner Bewerbung mit besten Chancen
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