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Inkatrail: 4.000 Kilometer in einem Monat in Südamerika

Die Route führt die Läufer zunächst durch die chilenische Atacama-Wüste. Die Einöde aus Sand und Stein gilt als trockenste Wüste der Welt. Schon dort sind Pässe zu bewältigen, die höher als 4000 Meter sind

23.02.2005

Am 3. März fällt der Startschuss zu Inkatrail, einem der härtesten Staffelläufe der Welt. Acht Läufer aus Deutschland machen sich auf den Weg, um als Staffel auf historischen Inkastraßen innerhalb eines Monats 4000 Kilometer in Chile, Bolivien, Peru und Ecuador zurückzulegen.
Die Rückkehr ist für den 2. April geplant.

Läuferboten der Inkas
Vorbild sind die Läuferboten der Inkas, die im 15. Jahrhundert Nachrichten an einem Tag bis zu 380 Kilometer weit übermittelten. Begleitet wird das Projekt von einem Fernsehteam aus Köln. Die Produktionsfirma a&o buero produziert eine 45-minütige Dokumentation über Inkatrail, die im Laufe des Jahres im WDR-Fernsehen und bei ARTE ausgestrahlt werden soll.

Staffellauf durch die Anden und Wüsten
Birgit Bartels (35, Freiburg), Carsten (37) und Marc von Kuk (35, beide Bergisch Gladbach), Markus de Marées (38, Wuppertal), Sven Schultz (25, Heiligenhaus), Hermann Ulrich (36, Königswinter) und Torsten Walter (35, Köln) werden unter Leitung des erfahrenen Extremsportlers Frank Hülsemann (33, Köln) in einem Staffellauf durch die südamerikanischen Anden und Küstenwüsten auf erhaltenen Inkastraßen und vorbei an Ruinen des Inkareiches unterwegs sein.

Einzigartig
Das Projekt ist von seiner Idee und Konzeption her einzigartig: Es kombiniert Geschichte, Kultur und Laufsport. Auf Wegen und Straßen, auf denen vor 500 Jahren die Berufsläufer der Inka Nachrichten übermittelten, sind die Teilnehmer von Inkatrail mit der Ausrüstung des 21. Jahrhunderts unterwegs. Dabei nehmen sie hautnah Kontakt mit der Kultur der Inkas auf. Auf Schritt und Tritt treffen die Sportler Nachfahren der Menschen, die bis zur Eroberung Südamerikas durch die Spanier große Teile des Kontinents beherrschten.

Extreme Ansprüche
Die sportliche Herausforderung stellt extreme Ansprüche an Mensch und Material: Die Laufstrecken führen auf schwierigen Wegen durch Wüsten und über bis zu 4500 Meter hohe Andenpässe. Nie ist seit dem Untergang des Inkareiches ein vergleichbarer Staffellauf in Angriff genommen worden. „Wir haben unsere ursprünglichen Pläne, mit zehn Athleten und mehreren Begleitpersonen Tag und Nacht zu laufen, ändern müssen, weil sich das Team auf acht Läufer reduziert hat“, erklärt Organisator Frank Hülsemann, „außerdem hat der Testlauf am deutschen Limes gezeigt, dass es ohne großes Begleitteam nicht realisierbar ist, auch nachts zu laufen.
Schließlich müssen die Läufer selbst die Begleit-Autos fahren, sich um den Aufbau der Lager und um die Mahlzeiten kümmern.“

800 km entlag des deutschen Limes
Beim Test für Inkatrail waren die acht Läufer im November 800 Kilometer entlang des deutschen Limes gerannt. Dafür benötigten sie 72 Stunden und 28 Minuten. „Da wussten wir, dass es nach drei Tagen vorbei ist, deswegen haben wir es geschafft, aber über vier Wochen ist solch eine Belastung nicht zu verkraften“, sagt der Arzt Markus de Marées, der mitlaufen und seine Teamkollegen medizinisch versorgen wird.

Deutsche Botschaften
Ausgerüstet wird das Inkatrail-Team von den Unternehmen North Face, Alan-Electronics und Xenofit. Die Landesentwicklungsgesellschaft NRW hat sich an den Reisekosten beteiligt. Außerdem wird Inkatrail von folgenden Institutionen unterstützt: Institut für Alt-Amerikanistik an der Universität Bonn, Deutsche Sporthochschule Köln und Utah State University (USA). Begleitet wird das Projekt von südamerikanischen Archäologen aus Chile und Peru. Die deutschen Botschaften in Peru, Bolivien und Ecuador werden die Läufer empfangen und helfen bei der Organisation vor Ort.

Wissenschaftliche Beratung
Die wissenschaftliche Beratung von Inkatrail haben der peruanische Autor Ricardo Espinosa Reyes und Dr. Albert Meyers vom Institut für Alt-Amerikanistik an der Uni Bonn übernommen. Reyes ist Archäologe und Autor des Standardwerks zu den Inkastraßen „La Gran Ruta Inca“. Er setzt sich dafür ein, dass die historischen Inkastraßen in das Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen werden.

Wüste und Pässe
Die Route führt die Läufer zunächst durch die chilenische Atacama-Wüste. Die Einöde aus Sand und Stein gilt als trockenste Wüste der Welt. Schon dort sind Pässe zu bewältigen, die höher als 4000 Meter sind. In der Wüste werden von Zweierteams bis zu 95 Kilometer lange Etappen ohne Autobegleitung bewältigt. Die Teams werden lediglich ein Mountainbike dabei haben, so dass sie sich abwechseln können – immer nur ein Athlet muss laufen, während der andere ihn auf dem Fahrrad begleitet.

Altiplano
In Bolivien überquert Inkatrail die durchschnittlich 3500 Meter hohe Ebene des Altiplano und überwindet dabei mit dem Salar de Uyuni den größten Salzsee Südamerikas. Von dort geht es weiter zum Titicaca-See an der Grenze zwischen Bolivien und Peru. Nach zweieinhalb Wochen und 2500 Kilometern wird das peruanische Cusco, die alte Hauptstadt des Inkareiches, erreicht. In Peru wird das Team von Inkatrail von zahlreichen Menschen erwartet, die Teilstücke mitlaufen wollen.

Pizarro und Atahualpa
Im zerklüfteten Hochland von Peru wartet dann die größte sportliche Herausforderung auf die Staffelläufer. In den Anden sind bis zu 4500 Meter hohe Pässe zu überwinden. Das Ziel von Inkatrail ist Cajamarca. Dort haben 1532 die spanischen Konquistadoren unter Pizarro den letzten Inkaherrscher Atahualpa gefangen genommen und 1533 hingerichtet.
Nach der Überquerung der Grenze zu Ecuador wird das Team auf dem Weg nach Quito, von wo der Rückflug nach Deutschland geplant ist, einzelne, gut erhaltene Teilstücke der Inkastraßen laufen.


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