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Zum Tod von Ekkehard zur Megede - das Kürzel z.M. war in der Welt der Leichtathletik ein Begriff

Mitbegründer des Weltverbandes der Leichtathletik-Statistiker

26.02.2005

Ekkehard zur Megede, international anerkannter Leichtathletik-Journalist und –Statistiker, der viele Jahre auch sporthistorische Beiträge für das Programmheft des BERLIN-MARATHON geschrieben hat, ist am Donnerstag in Berlin im Alter von 78 Jahren verstorben.

Nach dem Abitur am Realgymnasium in Arnswalde (Pommern) kam der am 19. November 1926 in Reetz (Pommern) geborene Ekkehard zur Megede Ende 1945 zu einer Tante nach Berlin.
Sein großes Interesse für die Leichtathletik war Anstoß dazu, Sportjournalist zu werden. Seine Bewerbung bei der in Tempelhof im alten Ullsteinhaus mit amerikanischer Lizenz erscheinenden Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ hatte Erfolg, und 1946 begann er ein Volontariat beim Tagesspiegel.

Sein Engagement war Grund dafür, dass er nach Abschluss der Ausbildung als Sport-Redakteur übernommen wurde. Dort lernte er auch seine spätere Frau kennen, mit der er drei Kinder hatte. Die zwei Söhne leben in Berlin, die Tochter starb vor etwa zehn Jahren, was ihn sehr traf.

Ekkehard zur Megede verließ in den 50er Jahren für einige Jahre den Tagesspiegel und übernahm bei dem seit 1950 wieder unter Leitung von Heinz Cavalier im Verlag Bartels & Wernitz in Berlin-Charlottenburg erscheinenden Fachorgan „Leichtathletik" die Redaktion des Auslandsteils. Er schrieb außerdem viele Artikel, Serien und Berichte von Großereignissen in der Leichtathletik - Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Aufgrund seiner Verbindungen war es Ekkehard zur Megede, der oft die Stars für das internationale Leichtathletik-Sportfest ISTAF, das heute noch, bzw. wieder im Olympiastadion stattfindet, vermittelte.

1963 ist er wieder zum Tagespiegel zurückgekehrt und war fortan Stellvertretender Ressortleiter der Sportredaktion. Seine Kommentare und Überschriften bei lokalen Berliner Leichtathletikereignissen waren geschätzt - und manchmal aufh gefürchtet - , so war die Überschrift zum 1. Berliner Cross-Country-Lauf am Teufelsberg 1964 als der Mittelstreckenstar Bodo Tümmler (SCC) Bernd Dieter Hecht (PSV) auf der Ziellininie abfing: "Da flog der Tümmler an dem Hecht vorbei" ein geflügeltes Wort in der Szene geworden.
Ekkehard zur Megede schrieb aber im Laufe der Zeit auch Artikel und Kommentare für andere große Zeitungen wie beispielsweise die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Nach seiner Pensionierung 1990 war er bis vor zwei Jahren gelegentlich noch als Freier Journalist tätig. Das Kürzel z.M. war sein Markenzeichen, aber er schrieb auch unter dem Pseudonym EHM OHM.
Besondere seine Artikelserien und Bücher machten ihn in den 60er Jahren bekannt: „Und dann trennten wir uns..." mit dem Untertitel „Läufer, Lorbeer und Legenden".
Seine 1968 bis 1970 veröffentlichten zwei Bände „Olympische Leichtathletik" erregten internationales Aufsehen – die Serie ist vergriffen. 1999 ließ er noch einen dritten Band folgen. Seine Dokumentation mit allen Ergebnissen der Leichtathletik bei den Olympischen Spielen von 1896 bis 1996 umfasst 716 Seiten.

Als Mitbegründer des Weltverbandes der Leichtathletik-Statistiker (die Association of Track & Field Statisticians hat heute rund 300 Mitglieder in 60 Ländern) bei den Europameisterschaften 1950 in Brüssel widmete er sich der Leichtathletik-Historie so intensiv, dass er in drei Auflagen im Auftrag des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) die Entwicklung der Weltrekorde in allen Disziplinen (Progression of World Best Performances and Official IAAF World Records) mit viel Einzelheiten zusammenstellte ist 517 Seiten lang. Das zweite Buch für die IAAF, das er gemeinsam mit Richard Hymens schrieb, war über 700 Seiten stark.

z.M. hat ab 1950 gut vierzig Jahre für das Fachblatt „Leichtathletik" gearbeitet. Vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) wurde er 1991 mit dem Heinz-Cavalier-Preis ausgezeichnet, mit dem des Leichtathletik-Chefredakteurs von 1924 bis 1944 und 1950 bis 1972 gedacht wurde.

F.St.


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