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Cross-WM: Susanne Ritter erneut überzeugend

DLV-Rumpfteam schlug sich ordentlich - Uhlemann: „Muss noch viel Überzeugsarbeit leisten“

21.03.2005

Im Laekenpark in der belgischen Landeshauptstadt war Susanne Ritter im Vorjahr noch die einzige deutsche Starterin, auf der Pferderennbahn von Saint Galmier wurde sie zumindest schon von der jungen Julia Viellehner begleitet. „Unsere Läufer müssen endlich wieder bereit sein, den Weg über den Cross zur Saison zu gehen. Ich bin es auf jeden Fall!“, bekannte sich DLV-Langstreckentrainer Detlef Uhlemann einmal mehr zum Cross-Country-Laufen.

Bei Susanne Ritter ist seine Vision auf jeden Fall angekommen, denn die Neu-Saarbrückerin zeigte auf dem schnellen Pferderennbahnkurs vor den Toren von St. Etienne wie bereits im Vorjahr, als sie als 23. und neuntbeste Europäerin schon zu überzeugen wusste, erneut eine vorzügliche Leistung, die sicherlich noch einen Tick höher einzustufen ist. Denn mit Rang 22 lieferte sie praktisch die gleiche Leistung ab wie 2004. Nur mit dem Zusatz, dass sie mit Analia Rosa (15.), Viktorya Klimina (17.) und Ana Dias (21.) nur drei Europäerinnen vor sich im Zieleinlauf hatte. Und mit den starken Britinnen wie Natalie Harvey, der Cross-Europameisterin von Heringsdorf Hayley Yellings sowie der aus Kenia stammenden Französin Margaret Maury und Liz Yellings namhafte Konkurrentinnen hinter sich. „Susanne hat heute voll überzeugt“, freute sich Detlef Uhlemann. „Bei dieser Wahnsinns-Stimmung kannst du auch eine besondere Leistung abrufen“, gestand Susanne Ritter dann auch im Zieleinlauf. „So etwas habe ich nämlich noch nicht erlebt!“ Trotz der laufenden Examensarbeiten zeigte sie sich in bester Verfassung. „Das kreist natürlich ständig im Kopf herum. Aber in so einem Rennen darfst du einfach nicht locker lassen.“ Susanne Ritter, eigentlich auf der Cross-Strecke nur die Nummer vier hinter Irina Mikitenko, Sabrina Mockenhaupt und Luminita Zaituc hierzulande, startete trotz des hohen Tempos um Position dreißig, hielt diese konstant und wusste im Schlussteil sogar noch einige Plätze gutzumachen. „Damit habe ich gezeigt, dass Brüssel im Vorjahr keine Eintagsfliege war.“ Dabei lief ihr Start in Saint Galmier alles andere als glatt. Eine verspätete Anreise, das noch später eintreffende Gepäck und die ungewöhnlich hohen Temperaturen (zur Startzeit 27° C) brachten Susanne Ritter keineswegs aus dem Gleichgewicht. „Nach diesem Hitzerennen ich weiß nun aber auch, dass es wirklich eine Pollenallergie ist, die mir im Sommer zu schaffen macht.“

Ein ordentliches Rennen lieferte auch WM-Debütantin Julia Viellehner ab, die als 75. sicherlich auch erst einmal in einem derartigen Feld Erfahrungen sammeln muss. „Das war mir natürlich am Anfang viel zu schnell, aber nach einer Runde bin ich gut ins Rennen gekommen“, gestand die 20-Jährige, die innerhalb von nur wenigen Monaten mit den Starts bei der Cross-EM und –WM zwei internationale Auftritte erhielt. „Ich kann dies alles noch nicht recht realisieren, es ist toll.“ Und sie blickt bereits hoffnungsfroh in die Sommersaison: „Ich glaube nicht, dass ich diese Leistung auch auf die Bahn umsetzen kann. Deshalb muss ich mich auf die Straße konzentrieren, um die B-Kader-Norm zu erreichen. Denn das bringt mir bei meinem Abitur noch einen Bonus von 0,3 Punkten.“ WILFRIED RAATZ


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