42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

Weitere Veranstaltungen

News

Einmal Marathon in New York!

Von Null auf Zweiundvierzig - Wie ich in einem Jahr zur Marathonläuferin wurde

27.03.2005

Mit dem folgenden Beitrag nehmen wir die Serie der Vorstellung der Neuerscheinungen von Laufbüchern wieder auf.
Ab Sonnabend, dem 9. April 2005 wird Dr. Detlef Kuhlmann, unser Literatur-Spezialist, wieder für einige Wochen regelmäßig Rezensionen von Laufbüchern hier dokumentieren.

»Wenn du laufen willst, dann lauf eine Meile. Wenn du ein neues Leben kennen lernen willst, dann lauf einen Marathon«, sagte einst der mehrfache Olympiasieger Emil Zatopek. Sich »freilaufen«, ihr Leben umkrempeln, mehr für sich tun und selbstbewusster werden – das wollte auch Iris Gehrmann und entschloss sich, am New York Marathon teilzunehmen. Die 46-jährige hatte genug vom alltäglichen Familien-Trott: Bettenmachen und Bügeln reichten ihr nicht mehr. Eine neue Herausforderung musste her!

Es ist ein Traum vieler Menschen, den »inneren Mount Everest« zu erklimmen - für Iris Gehrmann ist er Wirklichkeit geworden. Bis es allerdings so weit war, dass sie sagen konnte: »ICH habe es wirklich geschafft!«, vergingen für sie und ihre Familie lange, zum Teil qualvolle Monate. Der anfänglichen Euphorie folgten immer wieder Rückschläge. Die Vorbereitung auf den Marathon spülte gnadenlos alle körperlichen Schwachstellen an die Oberfläche. In einer nicht enden wollenden Achterbahnfahrt der Gefühle beschreibt Iris Gehrmann in »Einmal Marathon in New York!« ihren Kampf zwischen Aufgeben und Fortsetzen des ›Experimentes‹. Das Buch ist ergänzt um Trainingspläne, Fotos und ein Vorwort von Dr. Thomas Wessinghage. Ein spannendes Werk – nicht nur für Laufwütige!

Das Buch

»Einmal Marathon in New York!« gibt Einblick in die Welt des Laufens und liefert Hobbysportlern nützliche Tipps. Es ist ein Band für alle, die mehr über Iris Gehrmanns Höhen und Tiefen während des harten Trainings erfahren möchten; für alle, bei denen die Joggingschuhe nach anfänglichen Problemen in einer Ecke gelandet sind und auch für die, die immer wieder Ausreden finden, ausgerechnet heute nicht zu laufen.

Iris Gehrmann war eine der Teilnehmerinnen an einem ›Experiment‹ der Wissenschaftsredaktionen des SWR und des NDR. Sie wollten herausfinden, ob es möglich ist, dass absolute Nichtläufer innerhalb eines Jahres einen Marathon bestreiten können.

Einem entsprechenden Casting-Aufruf der Sender folgten 17.000 Bewerbungen. Schließlich wurden sieben Kandidaten für die dreiteilige Fernsehdokumentation »Von Null auf 42« ausgewählt, die Mitte April auf ARTE und Anfang Mai in der ARD gesendet wurde. Ein Jahr lang begleitete sie die Kamera auf ihrem Weg zum New York Marathon. Dr. Thomas Wessinghage, Ex-Europameister im 5000-Meter-Lauf und ärztlicher Direktor der Reha-Klink Damp/Ostsee, war dabei ihr sportmedizinischer Betreuer. In ihrem Buch »Einmal Marathon in New York!« erzählt Iris Gehrmann ihre eigene Geschichte: Vom Zeitpunkt des Fernsehaufrufs über die Bewerbung bis hin zum großen Tag des New York Marathon. Sie schildert offen und ehrlich ihre Erlebnisse rund um die Dreharbeiten.

DER INHALT

Iris Gehrmann geht einer ihrer ungeliebten Hausarbeiten – dem Bügeln – nach, als sie im Fernsehen den Aufruf zur Teilnahme an einem ›Experiment‹ sieht. In einem Jahr von Null auf Marathon. »Die spinnen, das kann keiner«, sagt sie sich. Sie bewirbt sich dennoch und wird schließlich für die wissenschaftliche Dokumentation »Von Null auf 42« ausgesucht.

Es war ihr von Anfang an klar, dass sie sich auf ein großes Abenteuer einlässt, doch wie groß es tatsächlich sein würde, war für alle Beteiligten ungewiss. In ihrem Tagebuch beschreibt sie die Höhen und Tiefen, durch die sie gegangen ist, welche Klippen sie zu meistern hatte und wie das Marathon-Jahr sie verändert hat. Der Leser erfährt, welches Trainingsprogramm sie zu bewältigen hatte und wie es ihr immer wieder gelungen ist, den inneren Schweinehund zu überwinden. Gehrmann berichtet, wie sie Laufen, Arbeit und Haushalt unter einen Hut bekommen hat. Sie spricht offen darüber, wie sich das Leben innerhalb der Familie, ihr Körper und ihre Psyche im Verlauf dieses Jahres verändert haben.

Iris Gehrmann hat ihr Ziel erreicht: »Das Jahr hat mich selbstbewusster gemacht. Ich habe mich von den Kindern abgenabelt und überlasse nicht mehr alle wichtigen Entscheidungen meinem Mann.« Laufen ist für sie zur Leidenschaft geworden.

Die Autorin

Geboren wurde Iris Gehrmann am 29.05.1958 in Berlin und wuchs mit zwei Geschwistern auf. Sie war zum Zeitpunkt des Sendeaufrufs 44 Jahre alt, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie arbeitet als Zahnarzthelferin. Iris Gehrmann trieb bis zu ihrer Teilnahme am New York Marathon nur sporadisch Sport – innerhalb eines Jahres entwickelte sie sich zur Marathonläuferin, die nicht mehr ohne Laufschuhe sein kann. Am 26. September 2004 möchte sie zusammen mit ihrem Mann beim Berlin-Marathon starten.

Bibliographische Angaben

Iris Gehrmann
Einmal Marathon in New York!
VON NULL AUF ZWEIUNDVIERZIG.
Wie ich in einem Jahr zur Marathonläuferin wurde
Mit einem Vorwort von Dr. Thomas Wessinghage

194 Seiten mit 20 Abbildungen
Broschur mit separatem Bildteil
ISBN 3-89602-608-9,
12,90 EUR (D) / 23,50 sFr
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag,
Berlin 2004
www.schwarzkopf-schwarzkopf.de

»Einmal Marathon in New York!«
Auszüge aus dem Lauftagebuch von Iris Gehrmann

Montag, 16.09.2002
VON NULL AUF 42 – Fragebogen

Wie würden Sie sich selbst beschreiben? Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Was ist typisch für Sie? Meine Stärken sind: Humor, Kreativität, Hilfsbereitschaft, Disziplin, Ordnung und Teamfähigkeit. Meine Schwächen sind: Übertreibungen, Impulsivität, manchmal Pessimismus und Engstirnigkeit, Marzipan und Gummibärchen. Typisch für mich ist, dass ich oft sehr emotional reagiere. Mich selbst beschreibe ich so, wie ein Lied von Peter Cornelius (Segel im Wind). Ich habe die Kraft einer Löwin und doch treibe ich manchmal wie ein Segel im Wind.

Skizzieren Sie bitte Ihren Lebenslauf mit wichtigen beruflichen und privaten Eckdaten: Eltern geschieden, aufgewachsen mit einer Schwester und einem Halbbruder, Schulbildung mittlere Reife, 1976-1977 Ausbildung zur techn. Zeichnerin (aus gesundheitl. Gründen abgebrochen), 1977-1979 Ausbildung zur Zahnarzthelferin, 1980-1988 Zahnarzthelferin, 1984 Heirat, 1988 Geburt von Patrick, 1991 Geburt von Fabienne, 1988-1994 Inanspruchnahme der Erziehungszeiten, 1995-1998 Kinderarzthelferin, 1999- Zahnarzthelferin

Was hat Sie in Ihrem Leben bisher am stärksten geprägt? Wenn ich genau darüber nachdenke, ist es wohl die Scheidung meiner Eltern, dadurch bin ich sehr harmoniebedürftig und stelle meine Interessen und Wünsche häufig zurück. Auch die Chefin, die mich nach meiner Ausbildung eingestellt hat und bei der ich bis zur Geburt meines ersten Kindes gearbeitet habe, hat Einfluß auf mich ausgeübt. Sie hat mich trotz des schlechten Zeugnisses eingestellt und gesagt, sie gäbe nichts auf Zeugnisse, sondern bilde sich ihr eigenes Urteil. So habe ich gelernt, dass jeder eine Chance verdient, wenn er sie auch zu nutzen versteht. Sicher wäre ich in ihre Praxis zurückgekehrt, wenn die Chefin nicht während meines Erziehungsurlaubes verstorben wäre.

Erzählen Sie uns von Ihren Hobbys und womit Sie sich in Ihrer Freizeit beschäftigen, was Sie daran fasziniert ... oder warum Sie keine Freizeit haben: Ich lese sehr gerne, gehe ins Kino oder in Musicals. Treffen mit Freunden hat einen hohen Stellenwert. Wir kochen gemeinsam nach neuen Rezepten oder testen Cocktailbars und Restaurants.

Wie war Ihr bisheriges Verhältnis zum Sport? Betreiben Sie eine Sportart regelmäßig? Ich bin seit einem Jahr Mitglied im Fitnessclub und gehe sporadisch in den einen oder anderen Kurs. Viel Spaß habe ich beim Spinning oder Step. Seitdem bin ich auch ein Saunafan.

Haben Sie bereits Lauferfahrung, wenn ja welche? Wenn mein Mann einen Marathon oder Halbmarathon läuft, bin ich an der Strecke, um ihn zu motivieren. Da beide Kinder Leichtathletik betreiben, bin ich schon einige Male mit meiner Tochter 2 km gelaufen.

Leiden Sie an einer chronischen Krankheit oder sind Sie sonst körperlich beeinträchtigt? Ich habe nach einer OP (ca. 1980 Oberschenkel rechts) eine Beinverkürzung links, die aber mit einer Schuhabsatzerhöhung keine Probleme bereitet.

Welchen Wunsch möchten Sie sich in Ihrem Leben unbedingt erfüllen? Ich würde gern ein Buch schreiben, jetzt hätte ich auch ein geeignetes Thema (z.B. Tagebuch von Null-auf-42).


Weitere News

20.11.2014 Anmeldestart für den BMW BERLIN-MARATHON Inlineskating
20.11.2014 Ergebnisse des Losverfahrens zum 42. BMW BERLIN-MARATHON liegen vor
19.11.2014 Der Film zur 22. TÜV Rheinland Berliner Marathon-Staffel
16.11.2014 Favoritensiege bei der 22. TÜV Rheinland Berliner Marathon-Staffel

Noch mehr News finden Sie in unserem Newsarchiv

Sponsoren des 42. BMW BERLIN-MARATHON BMW Adidas AOK TAGHeuer Holiday Inn Erdinger Alkoholfrei Wobenzym plus Here Maps Germanwings

Anzeige

Anzeige