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Zürich-Marathon - Viktor Röthlin beim Heimspiel auf Rang vier

Knapp 6.000 Finisher beim Zürich-Marathon – Schweizer Erfolg durch Claudia Oberlin bei den Frauen

05.04.2005

Der Schweizer Lokalmatador Viktor Röthlin hat es nicht geschafft, beim Zürich-Marathon seinen Vorjahressieg zu wiederholen. Der sympathische Magglinger zeigte sich bei seinem Heimspiel als Vierter in 2:10:59 Minuten nicht unzufrieden, zumal er in seiner Vorbereitungen wegen einer Leistenverletzung merklich zurück geworfen wurde. Mit seiner drittbesten Zeit seiner Karriere blieb Viktor Röthlin klar unter der vom Schweizer Leichtathletik-Verband geforderten 2:13:30 Stunden. „Es ist unglaublich, dass ich nach dreimonatigem Training schon wieder so eine Endzeit hinlegen konnte. Was wäre mit mehr Training möglich gewesen“ fragte ein sichtlich zufriedener Röthlin im Ziel in die Runde. 

Quantensprung von Leleito – Verbesserung um 7 Minute

Der auch in Deutschland durch seine Straßenlauferfolge bekannte Kenianer Abraham Tandoi war für das Tempo in der Spitzengruppe verantwortlich und führte bis zur Halbmarathonmarke in knapp 65 Minuten, ehe die afrikanischen Läufer in bester Fahrtspielmanier das Feld sprengten. Mit einem Quantensprung siegte der erst 21jährige Stanley Leleito in 2:10:16, der sich um sieben Minuten verbesserte,  vor seinem Landsmann Eric Nzioki (2:10:33) und dem Tansanier Getuli Amnaay Bayo (2:10:44). Auf den weiteren Plätzen hinter dem Röthlin dann der Russe Dmitry Burkakin, der mit einem Steigerungslauf bis auf Rang fünf vorlaufen konnte.

Premierensieger Eticha Tesfaye landete abgeschlagen in 2:13:23 auf Rang sieben. Bester Deutscher im Feld der 5 809 Finisher war auf Rang 22 Gerhard Schneble (Gailingen) in 2:25:52.

Schweizer WM-Norm verpaßt

Bei den Frauen verpasste Claudia Oberlin als überlegene Siegerin in 2:34:38 Stunden die Schweizer WM-Norm um eineinhalb Minuten. „Das tut schon weh, wenn man als Siegerin nicht die Limite schafft. Aber es ist mein erster Marathonsieg, das gibt mir doch ein super Gefühl“. Erst im Schlussteil konnte sich die 26jährige von ihrer hartnäckigen Verfolgerin Measo Arsede Sisay lösen und einem überzeugenden Sieg entgegen laufen, während die Äthiopierin ziemlich einbrach und erst sechs Minuten später als Fünfte ins Ziel auf der Landiwiese eintraf.

Dagegen rückten ihre Landsfrauen Tsige Worku (2:38:35) und Emebet Abossa (2:39:01) auf die Plätze zwei und drei vor. Die Karlsruherin Simone Raupp belegte als beste Deutsche Rang 16 (3:01:04).   

Wilfried Raatz

www.zurichmarathon.ch


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