42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

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Hase gewinnt Würzburg-Marathon

Elijah Sang kämpft sich nach dem Ausstieg des favorisierten John Kiprono mit einem Debütsieg durch - Russin Olga Nevkapsa gewinnt Frauenwertung in 2:38:42 – Gamachu Roba überlegener Halbmarathonerster

17.04.2005

Wäre nicht der Auftritt der kleinen Olga Nevkapsa so überzeugend ausgefallen, der 5. Würzburg-Marathon wäre in die Geschichte als der Lauf der Favoritenstürze eingegangen. Auf dem schwierig zu laufenden Zwei-Runden-Kurs mit vielen kleinen Anstiegen und Gefällstücken, einer Vielzahl von Ecken und Kurven und so mancher Pflasterpassage drückte die 30jährige Ukrainerin mächtig auf das Tempo und kam trotz einer um vier Minuten schwächeren zweiten Streckenhälfte in der neuen Streckenbestzeit von 2:38:42 Stunden ins Ziel und steigerte dabei ihre eigene Bestmarke innerhalb von nur zwei Jahren um dreizehn Minuten. „Ich bin doch etwas zu schnell gelaufen“, gestand Olga Nevkapsa später ein und blickte auf ihren wund gescheuerten Fuß, der sie vor allem im Schlussteil in der Altstadt doch mächtig behindert hatte.

Die Zehnte des Gesamteinlaufes rettete mit dem neuen Streckenrekord Würzburgs Veranstalter ein erklärtes Ziel, in der Addition der beiden Siegerzeiten unter der Fünf-Stunden-Marke zu bleiben. „Das haben wir alleine Olga zu bedanken“, freute sich Michael Littmann, zumal man mit 1130 Finisher im Marathon (bei 2677 im Halbmarathon) doch etwas hinter den Erwartungen zurück geblieben war. „Nach dem langen Winter waren doch viele Läufer sehr zögerlich mit ihrer Entscheidung, in Würzburg Marathon zu laufen“, gestand Littmann ein, der letztlich aber durch die Einbeziehung der bayerischen Meisterschaften einen gewissen Ausgleich zu verzeichnen hatte.

Der als Favorit gestartete 2:12er Marathonmann John Kiprono musste wegen Muskelproblemen bereits nach der Hälfte aus dem Rennen gehen, so dass sein als Tempomacher eingesetzte Elijah Sang, der übrigens sich erst vor wenigen Wochen als Sieger des Paderborner Osterlaufes auch hierzulande einen Namen machen konnte, die Verantwortung für einen Kenia-Erfolg übernehmen musste. Mit einem starken Finish verdrängte er den Äthiopier Kidus Gebremeskel in 2:20:45 und zehn Sekunden Differenz auf Rang zwei. Dritter wurde der deutsche Hochschulmeister Thomas Meinecke vor dem Neuburger Michael Sailer, der erst vor Wochenfrist (!) in Freiburg in fast gleicher Zeit Zweiter geworden war.

Für Kidus Gebremeskel dürfte der Würzburg-Marathon allerdings in etwas schlechter Erinnerung bleiben. Auf Einladung der von dem früheren Schauspieler Karlheinz Böhm initiierten Hilfsaktion „Menschen für Menschen“ wurde er mit seiner 20jährigen Landsfrau Alem Ashebir eingeladen, musste allerdings im Zielauslauf mit einem geschwollenen Knöchel ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem er die Siegerehrung nur mit Sanitäterunterstützung miterleben konnte. Am Samstag waren die beiden äthiopischen Läufer neben Botschafter Worku Erge und einer 10köpfigen Band Hauptakteure im voll besetzten Marathonzelt beim äthiopischen Abend.

Den zweiten Favoritensturz gab es über die Halbmarathondistanz, wo der furios gestartete Russe Oleg Kulov schon nach sechs Kilometern von dem für den ASC Darmstadt laufenden Gamachu Roba eingeholt wurde und in der Folge eineinhalb Minuten auf den souverän agierenden gebürtigen Äthiopier einbüßte, der mit einem befristeten Duldungsbescheid jedoch einer unsicheren Zukunft in Deutschland entgegen sieht.

Wilfried Raatz

Ergebnisse: 5.iWelt Würzburg-Marathon (17.4.):

Marathon: Männer: 1. Elijah Sang (KEN) 2:20:45, 2. Kidus Gebremeskel (ETH) 2:20:55, 3. Thomas Meinecke (SV TU Ilmenau) 2:28:41, 4. Michael Sailer (TSV Neuburg) 2:28:49, 5. Christian Fellermeier (SC Ainring) 2:31:08, 6. Tomasz Chawawko (POL) 2:35:43, 7. Ulf Sengenberger (LG Würzburg) 2:38:14, 8. Ulli Pfuhlmann (LG Hassberge) 2:38:38, 9. Bernhard Schlesag (LC Bayern) 2:38:40 (1. M 40), 10. Matthias Pfuhlmann (LG Hassberge) 2:39:07.

Frauen: 1. Olga Nevkapsa (UKR) 2:38:42, 2. Anke Härtl (VfB Coburg) 3:00:16, 3. Julika Fidjeland (Post-Telekom-SV Rosenheim) 3:00:48 (1. W 40), 4. Sandra Lukaschek (LAZ Obernburg-Miltenberg) 3:02:45, 5. Sabine Huber (LG Mettenheim) 3:05:25, 6. Conny Timm (beide LG Mettenheim) 3:07:40.

Halbmarathon: Männer: 1. Gamachu Roba (ASC Darmstadt) 1:07:36, 2. Oleg Kulov (RUS) 1:08:57, 3. Michael Pugh (Salt Mobile Würzburg) 1:09:15, 4. Markus Meißgeier (LG Hof) 1:10:16, 5. Bernd Folger (TSV Feldafing) 1:11:52, 6. Rainer Merthan (TG Würzburg) 1:13:42.

Frauen: 1. Friedericke Back (LT SV Würzburg) 1:23:53, 2. Claudia Hille (TSG Kleinostheim) 1:24:51 (1. W 40), 3. Ulla Rosen-Moeller (LG Eifel-Runners) 1:26:26 (1. W 45), 4. Christine Karl (TV Ochsenfurt) 1:26:38.
Weitere Ergebnisse unter www.mikatiming.de


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