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Nachlese zur Senioren WM für Inline-Skater in Hamburg

Schwierig bleibt auch das Startprozedere, dass eindeutig im Regelwerk der internationalen Verbände vorgegeben ist

27.04.2005

Als logische Konsequenz aus der erfolgreichen Aufbauarbeit im Seniorensportbereich wurde in diesem Jahr das 1. World Masters im Speedskating im Rahmen des Olympus Marathons durchgeführt. Bei strahlendem Sonnenschein wurden über 600 Teilnehmer am World Masters auf die Strecke geschickt. Das Fernsehen, NDR, übertrug die Altersklassenstarts live und sendete auch Bilder aus dem Rennverlauf wiederholt.

Probleme mit der EDV - durch das Startprozedere

Der Präsident des Weltverbandes, Dr. Roberto Marotta, zeigte sich begeistert von der Kulisse von 700.000 Zuschauern am Straßenrand und vom Rennen. Zwar gab es in der Auswertung Probleme mit der EDV, da einige Sportler nicht die Starts in den Altersklassen getätigt hatten, aber insgesamt konnten die Medaillengewinner anhand des Videofinish durch die Schiedsrichter ermittelt werden. Schwierig bleibt auch das Startprozedere, dass eindeutig im Regelwerk der internationalen Verbände vorgegeben ist. Hier wird ein separater Start der Altersklassen vorgesehen, aber es gibt immer wieder Skater, die sowohl den Aufforderungen der Sprecher als auch der Schiedsrichter nicht folgen und gern früher starten, was im Nachgang die Auswertung verzögert und zu erhöhtem Ärger mit Disqualifikationen etc. führt. Der deutsche Verband wird dieses Startverfahren bei den nächsten Rennen beobachten und sich überlegen, ob er u.U. eine Eingabe beim internationalen Verband macht, um das Startverfahren ändern zu lassen.

Immer schwieriger

Hatte der DRIV in den ersten Jahren die Mastersserie dominiert, so müssen die deutschen Sportler immer mehr erkennen, dass es immer schwieriger wird Medaillen zu erkämpfen. Zweifelsohne war der frühe Termin auch für viele Sportler ein Hindernis, denn bis März war es im Norden Deutschlands nur schwer möglich sich auf dies Event vorzubereiten.

Aus diesem Grund sind die Medaillenerfolge der Sportler aus dem Norden Deutschland besonders hoch einzuschätzen. So konnte Holger Grön in der AK 60 der Herren einen zweiten Platz verbuchen, nachdem er im Zielsprint knapp dem französischen Sportler unterlegen war. Reiner Ertel, Celle, und Max Paas, Leverkusen, komplettierten den deutschen Erfolg mit den Plätzen vier und fünf in dieser Altersklasse. Die AK 60 der Damen war hingegen fest in deutscher Hand. Hier ging der Sieg unangefochten an Margrit Timman, Celle. Ein besonderer Erfolg für den in der Speedskatingszene noch jungen Verein aus Celle, der in den letzten Jahren kontinuierliche Aufbauarbeit im Mastersbereich geleistet hat.

Doppelsieg für Italien bei AK 50

In der AK 50 der Herren feierten die italienische Mannschaft einen Doppelsieg. So siegte Guiseppi Presti vor Ennio Murmenie. Im Zielsprint kam es zu einem packenden Dreikampf den Albrecht Bauer, Schwenningen, knapp vor Rüdiger Schliwsky, Allgäu, und Reinhold Marsollek, Ruhrboss, für sich entscheiden konnte. In der Ak 50 der Damen kommt die Siegerin Ursula Müller von den Gülser Mosel Skatern. Platz drei ging Angelika Gradert ebenfalls aus Celle. Erfreulich war die Silbermedaille für den canadischen Verband in dieser Altersklasse. Einen Medaillenrang ganz knapp verfehlt hat Evi Laga aus Köln, die durch einen Sturz vom zweiten Rang zurückfiel.

Bei den Herren in der AK 40 hatten die deutschen Sportler keine Möglichkeit erfolgreich in die Medaillenränge zu laufen. Hier setzte sich erneut die italienische Mannschaft mit Platz zwei und drei in Szene, die sich nur einem Skater aus Finnland geschlagen geben musste, aber auch hier zeigte sich, dass es in den Altersklassen immer mehr zum mannschaftsdienlichen Laufen kommt und die Ergebnisse in den Medaillenrängen oft das Resultat der Mannschaft sind. Diemo Gorschboth, Gera, konnte in die starken Spitze der italienischen Mannschaft eindringen und belegte am Ende in dieser Altersklasse einen guten fünften Rang. Diese Altersklasse war in der Auswertung besonders aufwendig, da zahlreiche Skater bereits die Zeitmessung ausgelöst hatten, da sie zu früh auf die Matten gerollt waren. Im Nachgang musste die gesamte Altersklasse per Video analysiert werden, denn sonst wären die sportlichen Leistungen nicht ausreichend gewertet worden. Bei den Damen war es einmal Ute Enger, Großenhain, die für Deutschland zu einer Medaille lief. Mit ihrer Silbermedaille bestätigte sie die Resultate der letzten Jahre. Sie konnte sich der großen Konkurrenz aus den USA und aus den Niederlanden erfolgreich erwehren.

Mit Arnaud Giquel siegte in der AK 30 ein etablierter Sportler aus dem Aktivenbereich, der sein Debüt bei den Senioren gab. Der Franzose siegte eindrucksvoll nicht nur im World Masters sondern gewann auch den gesamten Marathon vor seinem Landsmann Frank Cardin. Mit Platz zwei für Massimiliano Presti aus Italien zeigt sich, dass diese Altersklasse hart umkämpft war in den Medaillenrängen. Aus deutscher Sicht belegte Oliver Engel, Gülser Moselskater, einen beachtlichen vierten Rang in diesem hochklassigen Feld. Bei den Damen kommt die Siegerin aus Belgin, Hilde Goverts. Sie siegte auch im Gesamtmarathon vor Jelena Peters und Miriam Lang. Aus deutscher Sicht war in dieser Altersklasse erfreulich, dass die Damen Michaela Heinz Gaerten, Bindlach, und Stephanie Piepke, Berlin, die Silber- und Broncemedaille für den DRIV erringen konnten. Die folgenden Plätze gingen ebenfalls an deutsche Sportlerinnen mit Katrin Clauszen und Maike Carter.

Positives Fazit

Festzustellen bleibt, dass es die erste Veranstaltung dieser Art weltweit war und in den nächsten Jahren andere Nationen die Organisation übernehmen werden, aber für den deutschen Verband war es nach Jahren das erste Event gemeinsam mit dem Weltverband. Dr. Marotta zeigte sich erfreut über die große Anzahl von Skatern, die bei Events an den Start gehen. Ebenfalls zog er ein positives Fazit aus dieser Veranstaltung und hofft, dass dieses Event in den nächsten Jahren seine Fortsetzung findet.

Aus deutscher Sicht gilt es für die EM zu überlegen, wie wir als DRIV gemeinsam für die Skater eine Basis schaffen, damit sie in den Altersklassen in Teams laufen und nicht als Einzelkämpfer um Medaillen fighten müssen. Hier liegt viel Arbeit vor uns, aber ich bin sicher, dass wir gemeinsam mit den Vereinen und Verbänden hier eine Strategie entwickeln, damit die deutschen Sportler in den nächsten Jahren ebenso erfolgreich abschneiden können. Zweifelsohne fehlten auch aus deutscher Sicht in einigen Altersklassen die Leistungsträger aus den letzten Jahren, die aufgrund von Verletzungen nicht am Start waren.

Dr. Otto Titze (DRIV)

 


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