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Die RBB-Laufbewegung im Focus der Wissenschaft

Götz Brauer ruft die Teilnehmer der RBB-Laufbewegung zum Mitmachen auf!

29.04.2005

Alles begann mit einem Anruf, in dem mir die Möglichkeit für einen Nebenjob bei der RBB-Laufbewegung angeboten wurde. Ohne zu wissen, auf was ich mich da einließ, nahm ich dieses Angebot dankend an, da ich sowieso einen Nebenverdienst benötigte und weil die Verbindung zwischen Sport und Medien mich sehr reizte.

Knapp zweieinhalb Jahre ist es nun schon her, dass ich parallel zu meinem Sportwissenschaftsstudium an der Uni Potsdam die RBB- Laufbewegung unterstützend begleite.

Adrenalinstöße

Zu Beginn meiner neuen Aufgabe gab es einige Adrenalinstöße auf Grund von Unwissenheit und Fehleinschätzungen meinerseits: Vom Ausfall des Funk- Mikrofons bzw. der Funk- Boxen über peinliche Versprecher bei meinen Vertretungsansprachen bis hin zu dem Versagen der Startschusspistole bei der Live-Übertragung des EU-Beitritts von Polen, um nur einige zu nennen. Glücklicherweise ist mir nie jemand wirklich böse gewesen, und mit zunehmender Zeit und gesammelten Erfahrungen verringerten sich die Missgeschicke und senkte sich stetig mein Adrenalinspiegel.

Erst nur Werbeträger aufstellen

Schon ein Jahr bevor ich bei der RBB-Laufbewegung aushelfen sollte, trafen sich jeden Samstag Laufbewegte um 14:00 Uhr an der Siegessäule. Anfangs bestand meine Aufgabe darin, sämtliche Werbeträger aufzustellen und die Wertsachen entgegen zu nehmen. Mit der Zeit erweiterte sich mein Aufgabengebiet um z.B. gelegentliche Homepagepflege, Vertretung bei Ansprachen und weitere organisatorische und koordinative Aufgaben (Weihnachtsfeier, Promotionstände, RBB-Lauf, etc.) sowie die Teilnahme an jeglichen Pressekonferenzen zur Eröffnung der neuen Laufbewegungstandpunkte in Brandenburg.

Faszinierend auf mich wirkte damals wie heute, dass sich so viele Trainer ehrenamtlich zur Verfügung stellen, um die unterschiedlichen Gruppen mit verschiedenen Leistungsniveaus zu betreuen.

Inhalt meiner Studiumsabschlussarbeit

Mir wurde schon früh klar, dass der sportliche Charakter meiner neuen Aufgabe gut dafür geeignet war Inhalt meiner Studiumsabschlussarbeit (Diplomarbeit) zu werden. Es galt also, zunächst einmal ein Thema zu finden. Ich habe mir also überlegt, was ich mit meiner Arbeit über die RBB-Laufbewegung herausfinden möchte. Interessant schien mir zu erfragen, wer überhaupt an der Laufbewegung teilnimmt und aus welchen Gründen. Außerdem wollte ich wissen inwiefern die Teilnahme das sportliche Engagement der Teilnehmer beeinflusst. Schließlich kam noch eine weitere Frage hinzu, die von der Warte des RBB aus recht interessant schien. Nämlich, ob die Teilnahme an der RBB-Laufbewegung zu Verhaltenveränderungen beim Fernsehen und Radiohören führt. Im nächsten Schritt musste geklärt werden welcher Fachbereich der Sportwissenschaft bezüglich der Betreuung meiner Arbeit in Frage käme.

Es gab nur zwei Möglichkeiten, zwischen denen ich mich entscheiden musste: Sportsoziologie oder Sportpsychologie, obwohl die Betrachtung der Laufbewegung sicherlich auch aus sportökonomischer Sicht eine wissenschaftliche Berechtigung gehabt hätte. Nicht zuletzt wegen ihrer deutschlandweit einzigartigen Organisationsform, einer Kooperation zwischen einem Rundfunksender und einem Sportverein.

Letztlich entschied ich mich für den Fachbereich Sportsoziologie.

Nach Rücksprache mit meinen Dozenten stand bald das Thema meiner Arbeit fest: „Soziale Struktur, Motivation und Sportverhalten der Teilnehmer der RBB-Laufbewegung“. Wie man dem Titel entnehmen kann, hat die Arbeit keinen reinen sportsozilogischen Charakter, sondern beinhaltet auch sportpsychologische Aspekte. Mit dem Segen meines betreuenden Fachbereichs, begann ich mir Gedanken über das methodische Forschungsdesign zu machen.

Ich entschied mich für eine Umfrage mittels Fragebogen. Dieser Fragebogen ist nun fertig und soll am kommenden Samstag (30.04.05) zum ersten Mal zum Einsatz kommen.

Ich hoffe, dass mich möglichst viele Laufbewegte unterstützen und sich an der Umfrage beteiligen, damit ich eine hohe Rücklaufquote erziele und die Ergebnisse meiner Arbeit somit eine große Aussagekraft bekommen.

Also, bis zum kommenden Sonnabend um 14.00 Uhr an der Siegessäule - erst Werbeträger aufstellen - dann Fragebögen ausgeben - und auf Rücklauf warten!

Ihr Götz Brauer


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