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Läufer des Monats (9): Mario Kräft

06.05.2005

Mario Kräft hat einen beschwerlichen Weg hinter sich gebracht. Seit gut zweieinhalb Jahren läuft der Diplom-Ingenieur. Was den Anfang so schwer gemacht hat: sein Gewicht. Mit 140 Kilogramm ist er gestartet. Damals hat er gerade einmal 600 Meter, einen Häuserblock, laufen können. „Und dabei bin ich schon fast gestorben“, sagt der heute 44-jährige Berliner. Aber er hat durchgehalten und sich langsam gesteigert.

Als Junge ist er im Verein geschwommen, gelaufen ist er dann in der Oberschule. Danach aber kam der Schulabschluss, der Beruf, das Abendgymnasium und Studium, die Arbeit – Essen rückte immer mehr in den Mittelpunkt, und an Sport war nicht mehr zu denken. Dann hatte er irgendwann genug, er wollte dem Teufelskreis entfliehen – sitzen, essen, nichts Sportliches tun. Mit viel Geduld, Ernährungsumstellung und Training hat er diesen Kreis durchbrochen. Zu allererst aber muss der Kopf ‚umschalten’, dann weiß auch der Körper was ihm gut tut und was nicht.

Letztes Jahr lief Mario Kräft das erste Mal beim 1. RBB-Lauf mit. Es war sein erstes Rennen. Mittlerweile ist er auch bei der City-Nacht und dem Silvesterlauf mitgelaufen und hat in diesem Jahr mit elf Kilogramm weniger am 2. RBB-Lauf teilgenommen. In 1:42:33 Stunden, mehr als neun Minuten schneller als im Vorjahr, erreichte er auf der Glienicker Brücke das Ziel und war hochzufrieden mit seiner Leistung.

Als nächstes Ziel steht der Bewag BERLINER HALBMARATHON auf seinem Plan. Aber erstmal wird weiter trainiert, die Strecken werden verlängert, und er wird weiter auf die Ernährung achten. Zum Laufen gehört für Mario Kräft aber auch eine gewisse Vorsorge: „Der Arzttermin ist obligatorisch.“ Bei Dr. Willi Heepe wurde er durchgecheckt und hat vom Sportmedizinischen Service Berlin (SMS) einen Trainingsplan zusammengestellt bekommen, damit er richtig trainieren kann.

Dass er seit seinem ersten Lauf über 47 Kilogramm abgenommen hat, macht ihn mächtig stolz, und erst jetzt merkt er, wie toll man sich fühlt ohne einen Ballast von ,188 Päckchen Butter’. „Langsam laufen, stets nach Puls und Körper richten, die Ernährung umstellen und sich auch mal etwas gönnen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben“, ist das Erfolgsrezept von Mario Kräft. Natürlich braucht das alles seine Zeit und Blitzdiäten erzielen dagegen nur den gegenteiligen Effekt.

Mario Kräfts Lieblingslaufstrecke: In den Rehbergen gibt es eine ca. vier Kilometer lange Strecke. Diese bietet viel Abwechslung, es geht rauf und runter. Landschaftlich ist sie abwechslungsreich und wunderschön zu laufen.


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