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Äthiopischer Tipp für Radcliffe: Marathon statt 10.000 Meter bei der WM

10.05.2005

Paula Radcliffe bei dem World's Best 10 K Lauf
© Victah Sailor

Derartu Tulu, die zweifache 10.000-m-Olympiasiegerin, denkt, dass sich Paula
Radcliffe auf den Marathon bei den Weltmeisterschaften in Helsinki konzentrieren sollte.

Tulu, die in der letzten Woche die Äthiopischen Meisterschaften verpasst hat, weiß selber noch nicht, ob sie in Helsinki an den Start gehen wird. Vor zwei Jahren hatte sie in Paris den 10.000-m-Titel verloren, den sie natürlich gerne zurück gewinnen möchte. „Die Marathondistanz ist ihre beste Disziplin, vor allem wenn man bedenkt, dass der Weltmeisterschafts-Rekord viel langsamer ist als Paulas Siegzeit beim diesjährigen London-Marathon”, sagt die Zweite des BUPA Great Caledonian Run vom letzten Sonntag.

“Ich muss auch sagen, dass wir in Äthiopien großartige 10.000-m-Läuferinnen haben, und es kommen ständig gute nach”, fügt Tulu hinzu. Tulu denkt dabei auch an Meseret Defar und Tirunesh Dibaba, die Olympiasiegerin und Weltmeisterin über 5.000 m. Diese, so Tulu, könnte ohne Schwierigkeiten auch auf die längeren Distanzen wechseln. "Dann ist da noch Ejegayehu Dibaba und Worknesh Kidane – die beiden werden Jahr für Jahr besser," sagt Tulu über die Zweite über 10.000 m der Olympischen Spiele und über die viertplazierte in Athen.

Radcliffe wurde, nachdem sie die Glanzzeit von 2:17:42 Stunden in London
gelaufen ist, bereits für den WM-Marathon nominiert. Aber die 10.000-m-Europameisterin und 5.000-m-Siegerin der Commonwealth Games würde liebend gerne einen internationalen Bahntitel gewinnen.

Radcliffe ist die zweitschnellste 10.000-m-Läuferin aller Zeiten. Bei den Europameisterschaften in München ist sie 30:01,09 Minuten gelaufen – und das
in unvergesslicher Weise von vorne. Sie überlegt noch immer, was ihre beste 
Option ist. Aber sie sollte sich daran erinnern, dass die Äthiopier bei großen Meisterschaften ein starkes Team bilden, immer zusammenhalten und nur schwer zu schlagen sind über 10.000 m.

Radcliffe weiß aber auch, dass viele Top-Marathonläufer lieber bei den großen, prestigeträchtigen Herbst-Marathonläufen an den Start gehen, auch aufgrund der höheren Prämien. Auch wenn die Siegprämie bei den Weltmeisterschaften 60.000 US-Dollar beträgt. Der Läufer-Star aus Bedford ist nun wieder im Training und wird den britischen Verband bald darüber informieren, welche Distanz sie in Helsinki in Angriff nehmen wird.              

David Martin

 


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