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Sportplakette des Bundespräsidenten und Flatow-Medaille des DTB werden verliehen

Flatow-Medaille erinnert an die Verfolgung von Juden während des Nationalsozialismus

17.05.2005

Flatow-Medaille des DTB
© DSB

Im Rahmen des Internationalen Deutschen Turnfestes (14.-20. Mai 2005) wird im Jüdischen Museum in Berlin die Sportplakette des Bundespräsidenten an drei ausgewählte Turn- und Sportvereine verliehen, die sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports erworben haben. Die Plakette wird aus Anlass des 100-jährigen Bestehens vergeben.

Deutsches Turnfest bietet den Rahmen

Die Verleihung wird von Bundespräsident Horst Köhler persönlich vorgenommen. Die Laudationes hält die Vorsitzende des Kuratoriums Erika Dienstl auch Ehrenmitglied des Deutschen Sportbundes (DSB). Ausgezeichnet werden in Anwesenheit des DSB-Präsidenten Manfred von Richthofen der Turnverein Mühlheim 1905 (Rheinland-Pfalz), der Schwimmverein Würzburg 1905 (Bayern) und der Turn- und Sportverein Reichenbach (Baden-Württemberg).

In Gedenken an die jüdischen Turner Alfred und Gustav Felix Flatow, die 1933 zum Austritt aus ihren Turnvereinen gezwungen wurden und im Konzentrationslager Theresienstadt eines gewaltsamen Todes starben, verleiht der Deutsche Turner-Bund im Rahmen dieser Festveranstaltung die Flatow-Medaille an Turnerinnen und Turner, die durch sportliche Erfolge sowie ihre Persönlichkeit besondere Verdienste erworben haben.
 
Flatow-Medaille erinnert an die Verfolgung von Juden während des Nationalsozialismus
 
Zur Mahnung und Erinnerung an die Verfolgung von Juden in der Deutschen Turnerschaft von 1933 bis 1945 hat der Deutsche Turner-Bund 1986 die Verleihung der Flatow-Medaille ins Leben gerufen, die seither regelmäßig bei Deutschen Turnfesten an erfolgreiche Turnerinnen und Turner vergeben wird.
 
Ausgezeichnet werden die Olympiasiegerin im Trampolinturnen, Anna Dogonadze (MTV Bad Kreuznach), der Gewinner der olympischen Bronzemedaille im Trampolinturnen, Henrik Stehlik (TGJ Salzgitter), sowie die ehemalige Orientierungsläuferin Frauke Schmitt Gran (TV Lahr, z.Zt. Norwegen). Die Auszeichnungen werden vorgenommen von DTB-Präsident Rainer Brechtken und Dr. Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland.  

Vergabe im Jüdischen Museum am 20. Mai

Die Vergabe der Plaketten und Medaillen erfolgt am Freitag, den 20. Mai 2005, von 15 bis 17 Uhr im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung des Deutschen Sportbundes und des Deutschen Turner-Bundes im Jüdischen Museum Berlin.
Bereits am Vormittag des 20. Mai 2005 findet in den Räumen des Jüdischen Museums Berlin ergänzend eine Vortragsveranstaltung „Zukunft braucht Tradition – Geschichte im Deutschen Turner-Bund" statt; parallel wird die Internationale Wander-Ausstellung „Sport unter dem Davidstern" im Auditorium des Jüdischen Museums gezeigt.

Quelle:
www.dsb.de


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