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Der 28. Darmstädter Stadtlauf - „Cup da Franco“

Grazyna Syrek überrascht afrikanische Laufperlen bei einem der ältesten Stadtläufe

25.06.2005

Rundumerneuerung bei einem der ältesten deutschen Stadtläufe kommt bestens an – Lebid-Nachfolger zeigten sich in Darmstadt in Lauflaune

Damit haben wohl die sieggewohnten Afrikanerinnen nicht gerechnet, dass ihnen im furiosen Finish eine Europäerin im wahrsten Sinne des Wortes die Butter vom Brot nehmen würde. Die 33jährige Polin Grazyna Syrek genoss sichtlich den unerwarteten Rummel bei einem der ältesten Stadtläufe, dem Darmstädter Stadtlauf um den „Cup da Franco“. „Ich habe einfach meine Chance genutzt“, gestand die Marathonfrau mit einer 2:26-Bestmarke, ohne zugleich aber hinzuzufügen: „Wenn man einmal eine 2:05 über 800 m laufen konnte, dann geht im Spurt immer noch einmal etwas!“

Die nach ihren Siegen in Neuss und Borgholzhausen leicht favorisierte Äthiopierin Amane Gobana hatte vor einer großen Zuschauerkulisse ebenso das Nachsehen wie Carolyne Kiptoo, die zweifache Siegerin Catherine Chikwakwa oder Margaret Chirchir. Auch bei den Männern spielten mit den starken Ukrainern Witaly Schafar, der am Sonntag noch im Europacup für sein Heimatland gestartet war, und Yuriy Hychun und dem neuseeländischen Berglauf-Weltmeister Jonathan Wyatt drei weiße Läufer eine beachtliche Rolle, den Sieg holte sich allerdings in einem nicht minder interessanten Finish Vorjahressieger Sammy Kipruto vor dem erst 17jährigen Kimeli.

Die Aufmerksamkeit galt jedoch vornehmlich den beiden Ukrainern, von denen insbesondere Witaly Schafar mit 23 Jahren als ein möglicher Lebid-Nachfolger im eigenen Land gehandelt wird, auch wenn der vierfache Cross-Europameister keineswegs daran denkt, von der internationalen Bühne abzutreten, weil ihm derzeit zumindest noch gegen die stärksten Europäer vieles gelingt.

Lauf des Asse

Der Lauf der Asse war in jeder Hinsicht ein großartiges Finale einer Veranstaltung, die sich runderneuert und frisch wie selten präsentierte. OK-Chef Wilfried Raatz gelang dabei ein besonderer Schachzug, als er die eingeladenen internationale Läuferschaft im Drei-Minuten-Abstand auf die 1050 m-Rundstrecke in der Innenstadt auf die Reise schickte, die Frauen vorweg. „Eine geniale Idee“ gestand Andriyan Rudakov, der weitgereiste ukrainische Betreuer, „für die Zuschauer war dies einfach das absolute Highlight, die Spitze in kurzen Abständen zu sehen!“ Dicht gedrängt standen die Zuschauer auf dem attraktiven Citykurs, der zudem mit der „berühmten“ Treppenpassage eine zusätzliche Attraktion aufzuweisen hat. „Damit habe ich nun gar nicht gerechnet“, zeigte sich selbst der weltbeste Bergläufer Jonathan Wyatt über diese Schikane überrascht.

Speedwork

‚Speedwork’ wollte der Neuseeländer in Darmstadt noch rasch absolvieren, ehe es wieder in sein Lieblingsterrain geht, denn bereits am Samstagfrüh startet er als Topfavorit beim Graubünden-Marathon von Chur auf das Parpaner Rothorn, über 42 km und einer Höhendifferenz von 2 727 m.

Aber auch sonst zeigte sich der als „Pizzalauf“ in der Laufszene zum Inbegriff gewordene Darmstädter Stadtlauf bestens aufgestellt. Kompakte Läuferfelder, beginnend von den Bambinis über die Schüler- und Aktivenklassen bis hin zu den Masters, sorgten ebenso für Kurzweil wie auch die Bands „Spätschicht“ (Oldies), Los Caipirinhos (Salza) und Baiano (Samba) im Hitzekessel der Darmstädter City. Da gehen namhafte Tritathleten wie Sandra Bernhardt oder Tobias Dehmer der Bundesligaclubs DSW 1912 Darmstadt oder TuS Griesheim ebenso gerne ins Läufer-Getümmel wie das Ironman-Ehepaar Lothar und Nicole Leder, die im dichten Zuschauerspalier im Carree-Innenhof, der als neuer Zieleinlauf einen Hauch von Stadionatmosphäre vermittelte.

Ergebnisse: 28. Darmstädter Stadtlauf „Cup da Franco“ (22.6.):

Männer: Lauf der Asse (7 600 m): 1. Kipruto 22:23, 2. Kimeli (beide KEN) 22:23, 3. Schafar (UKR) 22:24, 4. Tandoi (KEN) 22:26, 5. Zenbaba (ETH) 22:30, 6. Hychun (UKR) 22:34, 7. Wyatt (NZL) 22:39, 8. Rybak (UKR) 22:49, 9. Kibowen 22:59, 10. Cheboi (beide KEN) 23:20, 11. Remshchuk (UKR) 23:31, 12. Chemaoy (KEN) 23:51, 13. Cichocki (POL) 23:54, 14. Baier (LG Fulda) 24:04, 15. Gerych (CZE) 24:05.
Hauptklasse (5000 m): 1. T. Dehmer 16:13, 2. Reichel (beide TuS Griesheim) 16:18, 3. Reiser (LG Odenwald) 16:45, 4. Zehnder (TSV Pfungstadt) 16:49, 5. Kuttich (Offenbacher LC) 16:58, 6. Sinner (LG Lohr) 17:04.
Masters (5000 m): 1. Hartmann (LC Saucony Saar) 16:09, 2. Janowocz (POL) 17:05, 3. Marenholz (Nike) 17:25. 

Frauen: Lauf der Asse (5 500 m): 1. Syrek (POL) 18:27, 2. Gobana (ETH) 18:28, 3. Kiptoo (KEN) 18:30, 4. Chikwakwa (MWI) 18:38, 5. Chirchir (KEN) 18:55, 6. Kaminkowa (CZE) 19:04, 7. Bor (KEN/ USC Heidelberg) 19:19, 8. Kibarus (KEN) 19:29, 9. Ullrich (LG Neu-Isenburg-Heusenstamm) 19:39, 10. Havlova (CZE) 19:54, 11. Aktas (TUR/ ASC Darmstadt) 20:27, 12. Hoffmann (Mainz) 21:06.
Hauptklasse (5000 m): 1. Bernhardt (TuS Griesheim) 18:30, 2. Maul (Offenbacher LC) 19:27, 3. Ke. Straub (SSC Hanau-Rodenbach) 19:37. Masters (5000 m): 1. Dillo (TV Bad Sobernheim) 19:26, 2. Franke (LG Eintracht Frankfurt) 19:45, 3. Heinrich (LG Rüsselsheim) 19:59.
 


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