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Melderekord: 3012 Teilnehmer beim hella Halbmarathon in Hamburg

Kenianer Augustus Kavutu Mbusya siegt mit 18 Sekunden Vorsprung - Jörg Wecke schlägt Enrico Würfel mit einer halben Rollenlänge

30.06.2005

Bei bestem Sonnenschein – „Kaiserwetter“ – fand in Hamburg die elfte Auflage des hella hamburg halbmarathon statt. Mit 3012 gemeldeten Teilnehmern (Laufen 2367, Skaten 645 ) konnte der Veranstalter BMS einen neuen Teilnehmerrekord vermelden.

Das Skaterrennen

Pünktlich um 9.45 Uhr startete zunächst das Skaterfeld. Schnell löste sich eine siebenköpfige Führungsgruppe heraus, in der mit dem Sieger vom Berlin-Marathon 2004, Jörg Wecke (Celle) und 1:05-Sieger von Jever, Enrico Würfel (Berlin), die beiden Favoriten des Rennens aufeinander lauerten. So entwickelte sich innerhalb dieser Spitzengruppe – in der sich mit Thorben Woelki, Christian Gerhardt (beide Halstenbek) und Andreas Andruleit (Kiel) drei weitere Norddeutsche Spitzenskater befanden – eher ein taktisches Rennen.

Die wenigen Tempovorstöße wurden in der Regel von dem ohne Teamunterstützung fahrenden Andruleit „geritten“ – er wurde aber immer wieder gestellt.

Erst auf der Zielgeraden – der leicht aufsteigenden „Rothenbaumchaussee“ – hatte Wecke den Spurt bereits für sich entschieden – bemerkte aber nicht das die Ziellinie sich nicht unter dem „ersten“ Einlaufbogen sondern unter dem Zweiten befand. Er jubelte zu früh – Würfel spurtete weiter und hätte Wecke fast noch gestellt. Am Ende trennten beide nur eine halbe Rollenlänge – wobei Würfel sich als sportlich fairer Zweiter zeigte: „Ich hätte gerne ein Zielfoto gesehen – ich dachte ich wäre im Zielschritt noch vor Wecke gewesen“. Die Siegerzeit (35:37,74 Min.) war diesmal eher zweitrangig.

Das Damenrennen gewann die Kielerin Simone Kohls deutlich vor Susanne Lösche und Judith Wahrenburg (beide Hamburg). Lösche wurde damit auch Hamburger Meisterin – bei den Skate-Herren war Thilo Ohrmundt vom Speedteam-Elbe der erwartete Hamburger Meister.

Das spannende Läuferfeld - Kenianer triumphieren beim Halbmarathon in Hamburg

Mit großer Spannung wurde das Läuferrennen erwartet. Nicht weniger als sieben internationale Läufer hatten sich gemeldet – davon fünf aus Kenia. Zudem war mit dem Deutschen Meister über 10km-Straße von 2002, Carsten Schütz, ein echter Spitzenläufer aus Deutschland am Start. Und es war hervorragendes Laufwetter – Sonne, aber nicht zu heiß.

Erwartungsgemäß machte das Sextett von vornherein Druck – ein strammer Drei-Minuten-Schnitt wurde auf den ersten Kilometern vorgelegt. Das hohe Tempo führte in der HafenCity  - Hamburgs windigstem Stadtteil – zum Auseinanderbrechen der Spitzengruppe. Nur die Kenianer Augustus Kavutu Mbusya, Edwin Komen und Schütz konnten das Tempo halten. So begannen nun die „Spielchen“. Der 28jährige Mbusya zog mal das Tempo an – um es dann unvermittelt wieder zu bremsen. In Schlangenlinien liefen die drei, um einander möglichst keinen Windschatten zu liefern. Diese Tempowechsel ließen Carsten Schütz, bester Deutscher beim Berlin-Marathon 2004 in 2:14:41 Std., abfallen – und das neue Führungsduo fand erst am Hauptbahnhof bei Kilometer 14 zu einem einheitlichen Tempo zurück. So blieben die beiden Kenianer bis 1 KM vor dem Ziel in kontrolliertem Tempo zusammen. Mbusya hatte dann die größeren Reserven. 18 Sekunden Vorsprung erlief er sich mit einem flotten Schlusskilometer – die Uhr blieb bei 1:05:57 Std. stehen.

Aber auch Carsten Schütz – als Dritter in 1:07:07 Std. war zufrieden – hatte er doch mit dem nationalen Marathonrekordhalter Alexander Kuzin (Ukraine, Platz 4), Martin Murindi Murithi (Kenia, Platz 5) und Martin Soderberg (Schweden, 6. Platz) eine Menge internationale Konkurrenz „stehen“ gelassen.
 
Interessant: In der aktuellen Weltrangliste über die Marathondistanz von 42,195 km liegt der Hamburg-Sieger Mbusya in 2:11:39 Std. nur einen Rang hinter dem größten Marathonläufer unserer Tage – Weltrekordhalter Paul Tergat.

Eindeutig verlief das Damenrennen. Die beiden angereisten Kenianerinnen waren ohne Konkurrenz – und trugen das Rennen im Alleingang untereinander aus. 12 (!) Minuten Vorsprung hatten sie am Ende – 1:20:24 Std. war die Siegerzeit für Mercy Kibarus – in  1:20:32 Std. konnte nur Jane Kibii folgen. Dennoch verdient der dritte Platz besondere Bedeutung: Charlotte Doeding (Hamburg) ist 53 (!) Jahre alt, was ihr keiner ansieht. Aber Ergebnislisten sind diesbezüglich rücksichtslos im „Outing“. Ihre 1:32:28 Std. sind nicht nur eine hervorragende Leistung – sie werfen auch ein Licht auf den fehlenden Läufernachwuchs in Hamburg.

5.000 Zuschauer

Etwa 5.000 Zuschauer feierten die Teilnehmer im Ziel bei Hamburg 1 in der Rothenbaumchaussee. Rasant-Moderator Ulrich Pingel führte mit vielen Informationen, Interviews und Gästen, wie dem mehrfachen Hamburger Marathonmeister Andreas Hünerberg und der Speedskating-Expertin Irmelin Otten vom Deutschen Rollsport- und Inline-Verband, durch eine zweistündige Sondersendung zum Halbmarathon. Dabei kamen die Sponsoren natürlich nicht zu kurz. Besonders viel Andrang herrschte am Promo-Stand von Skaterennen-Präsentator „Baby Bel“ – der die Teilnehmer mit Sachpreisen und dem beliebten „Mini-Baby Bel“ verköstigte. Titelsponsor „hella“ übernahm die Getränkeversorgung an nicht weniger als 6 (!) Strecken-Versorgungsstellen. Das war alles „von Grund auf Frisch“.

Gründervater Kucklick

Die Siegerehrungen wurden u.a. vom langjährigen Präsidenten des Hamburger Leichtathletik-Verbandes und Gründervater des hanse-Marathons und des hella Halbmarathons, Wolfgang Kucklick, und der Vizepräsidentin der Hamburger Bürgerschaft, Bettina Bliebenich, vorgenommen.

Dazu gab es – passend zu den Sportlern aus Kenia – afrikanisches Trommeln mit der Percussiongruppe „Ben Kady“.

Nicht nur teilnehmermäßig machte der Halbmarathon einen kräftigen Sprung nach vorn. Positiv wurden die Duschmöglichkeiten im exklusiven Tenniszentrum am Rothenbaum bewertet. Auch ein vorher nicht angekündigter Sonderservice des Zeitmess-Partners Sport-Timing aus Österreich überraschte die Aktiven: In den Ergebnissen erscheinen die Zwischenzeiten von Kilometer 5, 10, und 15 !!: Toll auch die auf 28 % verbesserte Frauenquote.
Der 12. hella hamburg halbmarathon findet am Sonntag, den 25. Juni 2006 statt –
wer weiß, wie die Strecke in der HafenCity dann aussieht ....
 

Karsten Schölermann

Ergebnisse:

11. hella hamburg halbmarathon am 26. Juni 2005
Platz NAME   VEREIN  JG BRUTTO NETTO
      
      
1 MBUSYA Augustus Kavutu KEN  77 1:05:57 1:05:56
2 KOMEN Edwin  KEN  84 1:06:15 1:06:15
3 SCHÜTZ Carsten  TV Wattenscheid 75 1:07:07 1:07:07
4 KUZIN Alexander  UKR  74 1:08:49 1:08:49
5 MURITHI Martin Matindi KEN  84 1:09:53 1:09:52
6 SODERBERG Martin SWE  76 1:10:47 1:10:47
7 BUKALO Vladimir UKR LG/Wedel-Pinnebg. 76 1:12:45 1:12:45
8 KEMBOI Joel Kiplimo KEN  83 1:16:17 1:16:17
9 GIETZ Joachim  SV Polizei Hamburg 62 1:16:24 1:16:24
10 MÜGGE Hans-Christian   67 1:16:37 1:16:36
      
      
1 KIBARUS Mercy  KEN  84 1:20:24 1:20:24
2 KIBII Jane   KEN  85 1:20:32 1:20:32
3 DOEDING Charlotte  BSG Euler Hermes 52 1:32:35 1:32:29
4 COMTE-SIMON Karen   76 1:32:37 1:32:31
5 HEINRICH Kerstin    75 1:33:57 1:33:53
6 MASCHER Petra  LAV Hamburg-Nord 66 1:35:21 1:35:14
7 BELAU Monika  Harburger SC 54 1:37:21 1:37:11
8 CAPPUS Cornelia  SV Großhansdorf 53 1:37:42 1:37:35
9 HOYER Carolin    76 1:38:08 1:38:00
10 SPORLEDER Manuela   71 1:38:59 1:38:54


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