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Golden League: Bekele läuft bei Golden League in Paris viertschnellste 5.000-m-Zeit aller Zeiten

02.07.2005

Höhepunkt der Lauf-Wettbewerbe zum Auftakt der Golden League in Paris waren die 5.000 m der Männer. Kenenisa Bekele (Äthiopien) hatte angekündigt, seinen eigenen Weltrekord brechen zu wollen. Nach einem Fehlstart und einem weiteren abgebrochenen Startversuch ging das Feld schließlich auf die 12,5-Runden-Distanz. Doch vor rund 70.000 Zuschauern im Stade de France reichte es am Ende nicht ganz für den Weltrekord. Mit 12:40,18 Minuten erzielte der 10.000-m-Olympiasieger allerdings die viertbeste je gelaufene Zeit über die 5.000 m. Er selbst war nur beim eigenen Weltrekord von 12:37,35 Minuten im vergangenen Jahr in Hengelo schneller.

„Ich bin froh über diese Zeit. Und dieses Stadion hat eine besondere Bedeutung für mich, denn hier wurde ich vor zwei Jahren über 10.000 Meter Weltmeister und habe über 5.000 Meter eine Bronzemedaille gewonnen. Ich wollte den Weltrekord heute brechen, aber es war ein bisschen zu windig und etwas zu kalt. Die Anfeuerung war prima, und es wäre natürlich noch toller gewesen, wenn ich den Weltrekord gebrochen hätte“, erklärte Kenenisa Bekele, der erklärte: „Ich werde mich bei der WM auf die 10.000 Meter konzentrieren und glaube nicht, dass ich die 5.000 Meter auch laufen werde.“

Noch bis nach der 3.000-m-Marke war Kenenisa Bekele in Paris auf Weltrekordkurs. Martin Keino (Kenia) hatte als erster Tempomacher die 1.000 m in 2:30,11 Minuten absolviert, Shadrack Korir (Kenia) übernahm dann und war nach 5:03,92 an der 2.000-m-Marke. Doch schon bald danach war Kenenisa Bekele auf sich alleine gestellt und hatte zeitweilig noch den späteren Zweitplatzierten Abebe Dinkesa (Äthiopien/12:55,58) im Schlepptau. Nach 7:32,71 Minuten war Bekele bei 3.000 m, doch weitere 1.000 m später war er langsamer geworden und nicht mehr im Rekordfahrplan (10:08,18). Dritter wurde schließlich Gebre Egziabher Gebremariam (Äthiopien) in 12:58,60 Minuten.

Keine Startberechtigung hatte Abraham Chebii in Paris erhalten. Es war hier, wo der Kenianer vor zwei Jahren Haile Gebrselassie (Äthiopien) über 5.000 m geschlagen hatte. Eine Woche später siegte er in Rom über die gleiche Distanz sowohl gegen Gebrselassie als auch Bekele. Seitdem scheint Bekele so großen Respekt zu haben vor Abraham Chebii, dass er die Veranstalter entsprechend beeinflusst, um Abraham Chebii nicht am Start zu haben. Das hat in Paris funktioniert. Die Stadt bewirbt sich um die Olympischen Spiele 2012, doch in diesem Fall haben die Organisatoren den olympischen Geist wohl vergessen.

Im 3.000-m-Lauf der Frauen sorgte Edith Masai ebenfalls für eine neue Jahresweltbestzeit. Die Kenianerin lief 8:31,27 Minuten und verbesserte die alte Marke von Meseret Defar (Äthiopien) um gut zwei Sekunden. Jane Wanjiku hatte Tempo gemacht und die ersten 1000 Meter in 2:53,21 zurückgelegt. Auf den letzten 300 Metern forcierte Edith Masai dann das zuvor gleichmäßige Tempo deutlich und ließ ihre Rivalinnen hinter sich. Rang zwei ging an Isabella Ochichi mit 8:33,59 Minuten, Dritte wurde Joanne Pavey (Großbritannien/8:34,66). „Ich bin zufrieden und hoffe, dass ich in der Zukunft noch schneller laufen kann“, erklärte Edith Masai.

Im 3.000-m-Hindernisrennen gab es einen Dreifach-Erfolg für Kenia: Olympiasieger Ezekiel Kemboi setzte sich in 8:09,14 Minuten vor Wesley Kiprotich (8:09,46) und Kipkirui Misoi (8:10,02) durch. Die 800 Meter gewann der Kenianer William Yiampoy in 1:45,98 Minuten knapp vor dem Südafrikaner Mbulaeni Mulaudzi (1:46,00). Dritter wurde der Sieger der kenianischen Trials, Wilfred Bungei (1:46,25). Über 1.500 m besiegte Kenias Trials-Sieger Daniel Komen Kipchirchir in 3:30,01 Minuten den geborenen Kenianer Bernard Lagat (3:30,64), der inzwischen für die USA startet. Dritter wurde Mehdi Baala (Frankreich/3:30,80).
Bei den Frauen gewann die Russin Swetlana Cherkasova in 1:57,52 Minuten souverän die 800 m vor Zulia Calatayud (Kuba/1:58,37) und Maria Mutola (Mozambique/1:58,96). Einen Sieg von Olga Jegorowa (Russland), der 5.000-m-Weltmeisterin von 2001, gab es über 1.500 m in 4:01,85. Zweite wurde Hind Dehiba (Frankreich/4:03,05), Dritte war Natalja Yevdokimova (Russland/4:03,59). 

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