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Warum London gegen Paris triumphierte

Lord Sebastian Coe ist immer noch eng mit der Leichtathletik verbunden - ihn zu schlagen, war schon immer schwer

08.07.2005

 
Sebastian Coe zu schlagen, war schon immer schwer. In seinen Glanzzeiten in den 80er Jahren sahen die Gegner des englischen Mittelstreckenläufers meistens nur dessen Hacken. Der Serienweltrekordler war ein Superstar der Leichtathletik, der speziell für den Laufsport viel bewirkt hat. Sein 800-m-Weltrekord hielt gut 16 Jahre.
 
Jahrelang bei der BBC gearbeitet

Lord Sebastian Coe ist immer noch eng mit der Leichtathletik verbunden. Als Co-Kommentator arbeitete er jahrelang für die BBC, beim internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) sitzt er im Council. Doch seinen größten sportpolitischen Triumph feierte Sebastian Coe am Mittwoch in Singapur. Die Briten hätten bei der Auswahl des Olympia-Bewerbungschefs nicht besser wählen können. Sebastian Coe – smart, überzeugend, hart arbeitend – ist ein absoluter Winner-Typ.
 
Und London hat zu Recht gewonnen. Die britische Metropole wurde vom IOC zum Austragungsort der Olympischen Spiele 2012 bestimmt. Der Favorit Paris war geschlagen. Doch es war nicht Sebastian Coe alleine, der den Erfolg brachte. Die Franzosen wähnten sich schon am Ziel, die Briten kämpften bis zuletzt und zeigten offenbar eine überzeugende Präsentation. Der Werbefilm für Olympia 2012 in London zum Beispiel hatte Charme und britischen Humor.
 
London hat immer etwas zu bieten

Und in ihrer siegesgewissen, manche mögen auch sagen arroganten Art, haben die Franzosen die britische Bewerbung offenbar unterschätzt. London hat einiges zu bieten: Ein neues Olympiastadion im östlichen London, wo ein Sport-Stadtviertel entstehen wird, Fußball in der ,Heimat’ dieser Sportart, dem neuen Wembley-Stadion, Tennis im legendären Centre-Court von Wimbledon, Triathlon im Hyde Park, Rudern wohlmöglich auf der Themse, Beach Volleyball nahe des Buckingham Palastes. Doch noch mehr bieten die Engländer: Fair Play wird groß geschrieben, Hilfsbereitschaft sowieso. Da sind die Briten nun mal besser als die Franzosen.
 
London hat mit Hilfe von Sebastian Coe zu Recht gewonnen.

Teilweise chaotisch organisiert, waren die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2003 in Paris. Ein Jahr zuvor machte dagegen Manchester Schlagzeilen mit großartigen Commonwealth Games. Die Engländer waren stärker als viele es gedacht hatten. London hat mit Hilfe von Sebastian Coe zu Recht gewonnen.
 
Die Organisatoren des real,- BERLIN-MARATHON, die mit den Kollegen des Flora London-Marathon eng zusammenarbeiten, gratulieren der britischen Metropole zu diesem Sieg und freuen sich auf Olympia 2012 in London.  

Jörg Wenig


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