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Ulrike Weiß auf Ihrem Weg zum ersten Marathon

13.07.2005

Die 24-Jährige Ulrike Weiß wird in diesem Jahr ihr Marathondebüt in Berlin beim real,- BERLIN-MARATHON geben. Die in Rostock geborene und in Jessen nahe der Lutherstadt Wittenberg aufgewachsene Läuferin kam vor vier Jahren nach Berlin, um an der Charite Humanmedizin zu studieren. Ihr Physikum hat sie schon hinter sich und bald steht auch das Staatsexamen vor der Tür. Sie würde gerne in der Sportmedizin ihren Platz finden, „aber das hat ja noch Zeit“.

Während der Schulzeit spielte die sportbegeisterte Ulrike Weiß Handball und betrieb Leichtathletik. Da jedoch Kugelstoßen, das ja nicht allzu viel mit dem Laufen zu tun hat. Nachdem sie nach dem Abitur ein Jahr als Au-pair-Mädchen in den USA war, hat sie gezwungenermaßen mit dem Laufen begonnen. “Ich musste dringend etwas für meine Figur tun.“ Sie begann hin und wieder ein paar Kilometer zu laufen. Die Entscheidung zu längeren Strecken fiel erst im letzten Sommer während ihrer Semesterferien. Kurzerhand entschloss sich Ulrike Weiß den Halbmarathon in Leipzig zu laufen. Es hat ihr zwar viel spaß gemacht, doch mit dem Einbruch des Winters verlor sie ihre guten Vorsätze. Immer größer wurden die Abstände zwischen den einzelnen Lauftagen – aber das kennen bestimmt viele.

Die Entscheidung einen Marathon, also gut 42 Kilometer zu laufen, kam bei Ulrike Weiß sehr spontan. Sie hatte im Frühjahr Plakate für den Bewag BERLINER HALBMARATHON gesehen und wollte diesen auch laufen. Doch daraus wurde nichts, da sie sich nicht durchringen konnte, alleine zu laufen. Im Nachhinein hat sie sich darüber geärgert und auf der Internetseite des SCC-RUNNING fand sie dann kurze Zeit später das Angebot eines Anfänger-Vorbereitungskurses für den real,- BERLIN-MARATHON unter Leitung von Manfred Reschke. Seit April trifft sich die Laufgruppe zweimal wöchentlich im Grunewald zum gemeinsamen Training.

Wenn Ulrike Weiß früher gelaufen ist, dann ist sie alleine und mit Musik in den Ohren gelaufen. Seitdem sie mit der Laufgruppe trainiert, merkt sie, dass es eigentlich viel mehr spaß macht, in der Gruppe zu laufen. Man kann Erfahrungen austauschen und sich auf der Strecke etwas unterhalten. Außerdem kann man leichter seinen inneren Schweinehund überwinden, da man zu festgelegten Zeiten läuft und man ja einem gewissen ‚Gruppenzwang’ unterliegt. Vielen fällt es schwer, sich zu überwinden und einfach loszulaufen. In der Gruppe, wenn andere auf einen warten ist das sicherlich einfacher. Bei dem Vorbereitungskurs kommt außerdem hinzu, dass alle das gleiche Ziel haben – den real,- BERLIN-MARATHON am 25.September. Eine konkrete Zeit hat sie sich nicht vorgenommen. Für Ulrike Weiß zählt das ankommen und wenn es dann unter vier Stunden sein sollte, wäre sie mehr als zufrieden damit, aber Zeit spielt bei ihr nur eine sekundäre Rolle.

Ulrike Weiß’ Lieblingslaufstrecke: Noch hat sie keine konkrete Lieblingslaufstrecke. Sie mag es, immer wieder neue Teile von Berlin laufend zu erkunden. Eine ihrer Strecken geht durch die City. Die Spreepromenade entlang, vorbei am Brandenburger Tor, Bundeskanzleramt, Schloss Bellevue, hinein in den Tiergarten und dann zurück in Richtung Alexanderplatz.


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