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WM-Start von Kelly Holmes unwahrscheinlich

Ich habe noch nicht einmal Spikes in Glasgow angehabt“, sagte Holmes ...

14.07.2005

Kelly Holmes sieht kaum noch eine Chance, bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften im nächsten Monat in Helsinki zu starten.

Kelly Holmes, die seit ihrem 1500-m-Sieg in Glasgow am 5. Juni nicht mehr an den Start gegangen war, hatte auch ihre Nicht-Teilnahme an den britischen WM-Trials bekannt gegeben, die letzte Woche in Manchester stattfanden. "Ich wollte nicht bei den Trials antreten, da ich noch immer mit einem Achilles-Problem zu tun habe“, sagte die Engländerin, die ihr Training sehr stark einschränken muss.

Wirklich frustiert

Die zweifache Olympiasiegerin fügte hinzu: „Ich bin wirklich frustriert, denn ich habe gehofft, hier meinen 13. oder 14. Titel zu holen. Ich möchte aber keinen größeren Schaden riskieren“, aufgrund der Verletzung konnte sie auch nicht beim Europacup sowie einem Wettkampf in Cork Anfang Juli teilnehmen. „Ich habe noch nicht einmal Spikes in Glasgow angehabt“, sagte Holmes, die im rechten Bein Achilles-Probleme seit Jahren hat und auch schon ein paar Einriffe nötig hatte.

Trotzdem möchte sie die Funktionäre bitten, sie provisorisch über die 800 m und 1500 m zu melden. Kelly Holmes sagte: "Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich nicht einmal in Erwägung ziehen, die 800 m oder die 1500 m zu laufen, denn ohne Training werde ich nicht laufen. Ich muss mir alle Optionen offen lassen und in beiden Läufen nominiert sein. Ich werde aber nur laufen, wenn ich in guter Verfassung bin und wenn ich mir selbst mit der Sache gerecht werde. Das bedeutet, dass sich die nächsten vier Wochen radikal ändern müssen, aber das habe ich auch schon früher geschafft. Wir müssen abwarten und sehen was kommt.“

Achillessehne hat Vorrang

Die Silbermedaillengewinnerin über 800 m der letzten Weltmeisterschaft vor zwei Jahren sagte: „Vorrang hat meine Achillessehne, denn ohne die kann ich eh nichts machen.“ Die 34-jährige Läuferin aus Kent ringt schon über Jahre hinweg mit Verletzungen. „Ich bin eine Athletin, die sehr hart dafür gearbeitet hat, so zu werden wie ich heute bin. Ich bin kein Supermann und zwei Medaillen in der Tasche zu haben, macht mich nicht unschlagbar.“

Entscheidung in den nächsten Wochen

Holmes fügte schweren Herzens hinzu, sie würde Helsinki vermissen: „Ich bin in dieser Situation schon gewesen, aber das Beste ist, dass ich nicht zu laufen brauche wenn ich nicht laufen möchte. Ich habe alles erreicht, was ich mir immer gewünscht habe und ich werde nur zur WM fahren, wenn ich in der richtigen Verfassung bin. Momentan gibt es keine Garantie dafür, dass ich irgendwas gewinnen könnte. Ich müsste dort antreten in dem Glauben dass ich das kann. Die Entscheidung treffe ich in den nächsten Wochen. Es steht immer noch auf dem Plan. Wie jeder weiß, treffe ich meine Entscheidungen wenn es soweit ist und ich sie treffen möchte. Wer weiß schon was die Zukunft bereithält.

Also ich werde nur zur WM fahren, wenn ich 100 Prozent fit bin. Wenn nicht, dann unterstütze ich das Team.“    

David Martin

 

 


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