41. BMW BERLIN-MARATHON am 28. September 2014

Weitere Veranstaltungen

News

Die 10. IAAF Leichtathletik Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki - Informationen auf dieser Seite

Drei Weltmeistertitel für deutsche Läufer und Läuferinnen seit 1983

04.08.2005

Sabrina Mockenhaupt läuft die 10.000 m in Helsinki -sie will beste Europäerin werden - hier auf dem Bild gewinnt sie den 22. AVON Frauenlauf 2005 über 10 km in Berlin
© camera 4

Die 10. IAAF Leichtathletik Weltmeisterschaften  2005 in Helsinki - Informationen auf dieser Seite Die 10. IAAF Leichtathletik Weltmeisterschaften  2005 in Helsinki - Informationen auf dieser Seite

Vom Sonnabend, dem 6. August bis zum Sonntag, dem 14. August 2005 finden in Helsinki die 10. IAAF Leichtathletik-Weltmeisterschaften statt.
Auch die Premiere fand 1983 in Helsinki mit und vor einem  sehr sachverständigem  Publikum statt. Danach gaben die Weltmeisterschaften ihre Vorstellung  1987 in Rom, 1991 in Tokio, 1993 in Stuttgart, 1997 in Athen, 1999 in Sevilla, 2001 in Edmonton und 2003 in Paris – die nächsten Stationen sind 2007 Osaka und 2009 Berlin. Berlin bewarb sich um die Weltmeisterschaften schon mehrfach – erst für 2009 gab es den Zuschlag für Berlin und das renovierte Olympiastadion von 1936.

Die Marathonläufe der Frauen finden am Sonnabend, dem 13. August  ab 13.20 Uhr und der Marathon der Männer am Sonntag, dem 14. August ab 13.20 Uhr statt.

Drei Welmeistertitel für deutsche Läufer
Drei Weltmeistertitel haben die deutschen Läuferinnen und Läufer seit 1983 errungen (unabhängig von dem Titel über 3.000 m bei der 1. Frauen WM in Sittard/NL 1980 durch Birgit Friedmann).
Willi Wülbeck gewann 1983 in Helsinki völlig überraschend den 800 m Titel und auch Patriz Ilg gewann genauso überraschend 1983 den Weltmeistertitel über 3000 m Hindernis, Sigrun Wodars siegte 1987 in Rom über 800 m.

Willi Wülbeck:
„Wiillliiii“ – das war ein Begriff  - und der berühmte Ruf wenn Willi Wülbeck (geb. 18. Dezember 1951 in Oberhausen, 1,86 m und 71 kg) die Aschenbahn betrat.
Er war zehnfacher Deutscher Meister, startete bis 1974 für Rot-Weiß Oberhausen, danach für die SG Osterfeld und ab 1982 für TV Wattenscheid. Abschluß als Diplom-Trainer, gründete eine Sportmarketing-Agentur. 1996 beendete er seine sportliche Karriere.
1:43,65 lief Willi Wülbeck als Weltmeister in Helsinki am 9. August 1983 – mit einem neuen deutschen Rekord, eine Sekunde unter seinem bisherigen Rekord, der heute noch steht.

Das sagt wohl alles. Das war auch eine  neue Jahresweltbestzeit, die vorher noch Sebastian Coe hielt.
1. Willi Wülbeck 1:43,65 – 2. Rob Druppers (HOL) 1:44,20 – 3. Joaquim Cruz (BRA) 1:44,27 – 7. Hans-Peter Ferner 1:45,74 –

Patriz Ilg:
Patriz Ilg (geb. 5. Dezember 1957 in Aalen-Oberalfingen – 1.74 m und 61 kg schwer) startete zunächst für die TG Hofen und ab 1982 für LAC Quelle Fürth  - er war schon amtierender Europameister über 3000 m Hindernis von 1982 in 8:18,52 als er in Helsinki antrat.
Er ist Grundschullehrer in der schwäbischen Gemeinde Bopfingen.
Vier Deutsche Meisterschaften holte er sich über die 3000 m Hindernis und er gewann auch bei der Hallen-Europameisterschaft über 3000 m.
Patriz Ilg wurde damals trainiert vom heutigen Leitenden Bundestrainer des DLV Jürgen Mallow als Heimcoach.


In Helsinki 1983 übernahm Patriz Ilg im Endlauf 300 m vor dem Ziel die Spitze, Henry Marsh der US-Amerikaner verfing sich am letzten Balken – Ilg gewann in neuer persönlicher Bestzeit vor seinem anderen Widersacher Maminski aus Polen.
1. Patriz Ilg 8:15,06 – 2. Boguslaw Maminski (POL)  8:17,03 – 3. Colin Reitz (GBR) 8:17,75 –

Sigrun Wodars:
Sigrun Wodars trainierte zusammen mit Christine Wachtel beim SC Neubrandenburg unter dem Trainer Walter Gladrow. Sie war 1,66 m und 54 kg schwer.

Bei der WM in Rom 1987 war die 800 m Entscheidung ein taktisches Meisterstück von Wodars und Wachtel. Beide schirmten das Feld nach hinten ab, sodaß keine der Konkurrentinnen an ihnen vorbei kam. Sigrun Wodars gewann am 31. August 1987 glücklich und knapp mit Deutschem Rekord in 1:55,26, der heute noch Bestand hat, vor Christine Wachtel. 1990 wurde Wodars auch noch Europameisterin über 800 m. Sie arbeitet heute als Lehrerin an einer Berufsschule für Physiotherapie in Neubrandenburg.

1. Sigrun Wodars 1:55,26 - 2. Christine Wachtel 1:55,32 - 3. Ljubov Gurina (URS) 1:55,56

Hier ein Überblick über die Erfolge der deutschen Teilnehmer ab 1983 in den Wettbewerben von 800 m bis zum Marathon:

Männer:
800 m
1983 1. Willi Wülbeck (Wattenscheid) 1:43,65  
1983 ... 7. Hans-Peter Ferner (Ingolstadt) 1:45,74
1995 ... 4. Nico Motchebon (Berlin) 1:45,97
1999 ... 9. Nils Schumann (Grossengottern) 1:46,79
2001 ... 5. Nils Schumann (Berlin) 1:45,00

1.500 m
1983 ... 7. Andreas Busse (Dresden) 3:43,72
1987 ... 6. Jens-Peter Herold (Potsdam) 3:40,14
1991 ... 3. Hauke Fuhlbrügge (Erfurt) 3:35,28
1993 ... 4. Jens-Peter Herold (SCC Berlin) 3:35,37
1995 ... 27. Rüdiger Stenzel (Wattenscheid) 3:40,37
1995 ... 38. Jens-Peter Herold (SCC Berlin) 3:48,24
1997 ... 10. Rüdiger Stenzel (Wattenscheid) 3:38,82

5.000 m
1983 ... 2. Werner Schildhauer (Halle) 13:30,20
1983 ... 6. Thomas Wessinghage (Köln) 13:32,46
1991 ... 4. Dieter Baumann (Leverkusen) 13:28,67
1995 ... 9. Dieter Baumann (Leverkusen) 13:39,98
1997 ... 5. Dieter Baumann (Leverkusen) 13:17,64

10.000 m
1983 ... 2. Werner Schildhauer (Halle) 2).01,18
1983 ... 3. Hans-Jörg Kunze (Rostock) 28:01,26
1983 ... 8. Christoph Herle (Fürth) 28:09,05
1987 ... 3. Hans-Jörg Kunze (Rostock) 27:50,37
1993 ... 4. Stéphane Franke (Kornwestheim) 28:10,69
1995 ... 7. Stéphane Franke (Kornwestheim) 27:48,88
1995 ... 22. Stephan Freigang (Cottbus) 28:17,04
1997 … 16. Carsten Eich (Fürth) 28:59,34

Marathon
1983 ... 3. Waldemar Cierpinski (Halle) 2:10:37,0
1993 ... 6. Konrad Dobler (Germaringen) 2:18:28,0
1995 ... 14. Konrad Dobler (Germaringen) 2:18,09
1997 ... 31. Stéphane Franke (Berlin) 2:23,53

3.000 m Hindernis
1983 1. Patriz Ilg (Fürth) 8:15,06
1987 ... 2. Hagen Melzer (Dresden) 8:10,32
1993 ... 6. Steffen Brand (Wattenscheid) 8:15,33
1995 ... 4. Steffen Brand (Wattenscheid) 8:14,37
1995 ... 8. Martin Strege (Erfurt) 8:18,57
1995 ... 21. Kim Bauermeister (Stuttgart) 8:45,27
1997 ... 9. Mark Osendarp (Wattenscheid) 8:18,49
1999 ... 4. Damian Kallabis (SCC Berlin) 8:13,11
2001 ... 9. Ralf Aßmus (Grossengottern) 8:21,73

Frauen:
800 m
1983 ... 4. Margrit Klinger (Obersuhl) 1:58,11
1983 ... 8. Antje Schröder (Halle) 2:02,13
1987 1. Sigrun Wodars (Neubrandenburg) 1:55,26
1987 ... 2. Christine Wachtel (Neubrandenburg) 1:55,32
1991 ... 6. Christine Wachtel (Rostock) 1:58,90
2001 ... 8. Ivonne Teichmann (Magdeburg) 2:04,33
2004 ... 5. Claudia Gesell (Leverkusen) 2:01,84

1.500 m
1987 ... 2. Hildegard Körner (Erfurt) 3:58,67
1987 ... 5. Andrea Lange (Potsdam) 4:00,63
1991 ... 5. Ellen Kiessling (Dresden) 4:04,75

3.000 m
1980 1. Birgit Friedmann (Frankfurt/M.) 8:48,09 (1. Frauen WM - Sittard)
1980 ... 7. Charlotte Teske (Darmstadt) 9:04,30
1983 ... 2.Brigitte Kraus (Köln) 8:35,11
1987 ... 3. Ulrike Bruns (Potsdam) 8:40,30

5.000 m
1999 ... 4. Irina Mikitenko (Frankfurt/M.) 14:50,17
2001 ... 5. Irina Mikitenko (Frankfurt/M.) 15:13,93

10.000 m
1987 ... 3. Kathrin Ullrich (SC Berlin) 31:11,34
1991 ... 4. Kathrin Ullrich (SC Berlin) 31:38,96
1991 ... 6. Uta Pippig (SCC Berlin) 31:55,68
1995 ... 10. Kathrin Wessel (Berlin) 31:55,04

Marathon
1991 ... 3. Katrin Dörre (Leipzig) 2:30:10
1993 ... 6. Katrin Heinig-Dörre (Odenwald) 2:35:20
1995 ... 8. Sonja Krolik (Leverkusen) 2:32:17
1997 ... 6. Iris Biba (Frankfurt/M.) 2:34:06
1997 ... 7. Sonja Oberem (Leverkusen) 2:35:28
1997 ... 32 Manuela Veith (Ludwigsburg) 2:48:45
1999 ... 6. Sonja Oberem (Leverkusen) 2:28:55
1999 ... 9. Claudia Dreher 2:29:22
1999 ... 22. Manuela Veith  (Ludwigshafen) 2:37:24
1999 ... 24 Anke Laws (Cottbus) 2:38:57
2001 ... 5. Sonja Oberem (Leverkusen) 2:28:17
2001 ... 23. Melanie Kraus (Leverkusen) 2:34:51
2003 ... 20. Ulrike Maisch (Rostock) 2:31:21

Rumpfmannschaft des DLV in Helsinki

Mit 52 Athleten und Athletinnen tritt der der DLV in Helsinki an - mit weniger Teilnehmern denn je.

Nur 3 Läufer ab 800 m aufwärts vom DLV

Monika Gradzki (TV Wattenscheid) läuft die 800 m, Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) bestreitet die 10.000 m und René Herms (LG asics Pirna) tritt über 800 m an. 3 Teilnehmer - das ist im Grunde ein Offenbarungseid für die Läufer innerhalb des Deutschen Leichtathletikverbandes. Um nachher nicht der Häme des Versagens gegeißelt zu werden, tritt der DLV mit einer Rumpfmannschaft an, statt vielleicht umgekehrt dem Nachwuchs eine Chance zu geben, schon im Hinblick auf die Weltmeisterschaften im eigenen Land im Jahr 2009. Wobei man konzedieren muß, daß alle europäischen Staaten ihre Schwierigkeiten haben die Laufwettbewerbe zu besetzen.

30 Läuferinnen und Läufer der Vereinigten Staaten nehmen teil

Die Vereinigten Staaten gehen da wohl etwas anders vor: Mit insgesamt 30 Läuferinnen und Läufern - gegenüber 3 Läufern aus Deutschland - treten die Vereinigent Staaten. Mit Ausnahme der 800 m sind alle Wettbewerbe besetzt und das jeweils mehrfach, wobei die Bestzeiten von allen auch nicht so berauschend sind.

U.S.Distance Team Set for 10th IAAF World Championships in Helsinki http://www.scc-events.com/news/news003370.html

Horst Milde

 

 

Auf dieser Seite werden Sie aktuell und schnell über die Laufentscheidungen in Finnland informiert – von 800 Meter bis zum Marathon.

Schafft Paula Radcliffe das Double? Kann Amerikas 1.500-m-Läufer Alan Webb den Afrikanern die Show stehlen? Wer wird Marathon-Weltmeister?

Reportagen und Hintergrundberichte zu allen Ereignissen finden sie auf

www.scc-events.com

 


Weitere News

17.04.2014 Bambini-Suchspiel mit Frido Flink
11.04.2014 Am 15. April startet die Trainingsserie AOK After Work Run
06.04.2014 Die Reise: Das Video zur Einstimmung auf den BMW BERLIN-MARATHON
03.04.2014 Das Video zum Halbmarathon der Inlineskater ist online

Noch mehr News finden Sie in unserem Newsarchiv

Sponsoren des 41. BMW BERLIN-MARATHON Wobenzym plus BMW AOK Adidas Erdinger Alkoholfrei Timex Tata Consultancy Services

Anzeige

Anzeige