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Sabrina Mockenhaupt: Kein schlechtes Rennen, aber die Weltelite ist 350 Meter weit weg

„Die Leute freuen sich doch, wenn sie so ein kleines Häschen laufen sehen“, schluchzte Sabrina Mockenhaupt

07.08.2005

"Das kleine Häschen" Sabrina Mockenhaupt als Siegerin im Ziel des AVON Frauenlaufes 2005 in Berlin
© camera 4

Sabrina Mockenhaupt: Kein schlechtes Rennen, aber die Weltelite ist 350 Meter weit weg

Fast wäre Sabrina Mockenhaupt noch überrundet worden. „Zum Glück ist mir das erspart geblieben“, erklärte die beste deutsche 10.000-m-Läuferin, die im Finale bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Helsinki als 17. von 26 Läuferinnen nach 31:28,21 Minuten ins Ziel gekommen war. Knapp 350 Meter betrug im Olympiastadion von Helsinki der Abstand zur Weltspitze. Das sind Welten. Dennoch hat sich die 24-jährige Läuferin der LG Sieg recht ordentlich geschlagen in einem hochklassigen Feld, wenn man berücksichtigt, dass sie mit einer Erkältung an den Start gegangen ist.

Halsschmerzen und Schnupfen

„In der Nacht vor dem Rennen ging es los mit Halsschmerzen und Schnupfen – ich bin froh, dass das Finale jetzt vorbei ist“, erklärte Sabrina Mockenhaupt nach ihrem Rennen, in dem sie lediglich sieben Sekunden über ihrer persönlichen Bestleistung geblieben ist. „Ich habe mich zudem stark unter Druck gesetzt, denn ich wollte etwas gut machen“, sagte Sabrina Mockenhaupt, die vor zwei Jahren bei der WM in Paris aufgegeben hatte und danach tränenreiche Interviews gegeben hatte. Auch vor einem Jahr weinte die zur Sportfördergruppe der Bundeswehr gehörende Läuferin nach dem Saisonhöhepunkt. Bei den Olympischen Spielen war sie über 10.000 m als 15. ins Ziel gelaufen.

Damals allerdings waren es keine Tränen der Enttäuschung sondern der Freude. „Ich war so froh, dass ich dabei sein konnte“, erklärte die 1,56 m kleine und 46 Kilogramm leichte Läuferin nach ihrem ersten Olympiastart den Journalisten. In Helsinki wirkte die sehr emotionale Läuferin zunächst gefasst, obwohl sie sich in den letzten Wochen sicherlich ein anderes Ergebnis ausgerechnet hatte. Schließlich hatte sie sich als drittschnellste deutsche 10.000-m-Läuferin aller Zeiten etabliert.

 „Wer läuft denn schon noch die 10.000 Meter?“

So gesehen war Helsinki zumindest kein Fortschritt in der noch jungen Karriere der Sabrina Mockenhaupt. Und ganz ohne Tränen ging es dann auch nicht. Bei der Pressekonferenz des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) am Morgen nach dem Rennen, begann sie nach zwei Sätzen zu weinen. „Die Leute freuen sich doch, wenn sie so ein kleines Häschen laufen sehen“, schluchzte Sabrina Mockenhaupt und erklärte im Hinblick auf den international schwachen deutschen Laufbereich: „Wer läuft denn schon noch die 10.000 Meter?“

In Deutschland ist Sabrina Mockenhaupt zurzeit allein auf weiter Flur, doch international hat sie den Anschluss an die Spitze noch nicht gefunden. Und wenn sie sich eine Runde vor Schluss umgesehen hätte, hätte Sabrina Mockenhaupt denken können, sie wäre im falschen Rennen. Da stürmte nämlich Tirunesh Dibaba in einem Tempo die Zielgerade entlang, das man in der Schlussphase eines 10.000-m-Rennens der Frauen noch nicht gesehen hatte.

Letzte 400 m in 58,8 Sekunden

Die 20-jährige Äthiopierin gewann in 30:24,02 Minuten die Goldmedaille vor ihrer Landsfrau und Titelverteidigerin Berhane Adere (30:25,41) und ihrer älteren Schwester Ejegayehu (30:26,00). Doch es war die letzte Runde, die spektakulär war. Tirunesh Dibaba rannte die letzten 400 m in 58,8 Sekunden. Das ist ein Tempo, das schnell genug wäre, um den 5.000-m-Weltrekord um gut 20 Sekunden zu verbessern – und zwar den der Männer!


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