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WM-Marathon der Männer: Gharib verteidigt seinen WM-Titel

13.08.2005

Jaouad Gharib
© Victah Sailer

Der Marokkaner Jaouad Gharib hat seinen Marathon-WM-Titel in Helsinki verteidigt. Der 33-Jährige hatte in Paris vor zwei Jahren überraschend Gold gewonnen. Damals war er ein Außenseiter, heute jedoch startete er als einer der großen Favoriten. Und Jaouad Gharib, der sich zwischenzeitlich beim London-Marathon 2004 auf die Weltklassezeit von 2:07:02 Stunden verbessert hatte, wurde dieser Rolle gerecht. Der Marokkaner siegte im Olympiastadion von Helsinki mit 2:10:10 Stunden und hatte einen Vorsprung von elf Sekunden. Ein anderer großer Favorit, der italienische Olympiasieger Stefano Baldini, gab dagegen das Rennen auf, nachdem er lange Zeit in der Spitzengruppe gelaufen war.

Die Silbermedaille gewann überraschend Christopher Isegwe aus Tansania. Der 29-Jährige lief 2:10:21 und stellte damit eine persönliche Bestzeit auf. Zuvor war er 2:10:56 gelaufen. Dritter wurde der Japaner Tsuyoshi Ogata in 2:11:16, Vierter war sein eigentlich stärker eingeschätzter Landsmann Toshinari Takaoka mit 2:11:53. Bester Europäer bei diesem WM-Marathon war der Spanier Julio Rey mit 2:12:51 auf Platz acht. Unmittelbar hinter ihm platzierte sich Brian Sell (USA) mit 2:13:27.

Große Spitzengruppe

Auf dem 10-km-Rundkurs durch Helsinki war die erste Hälfte des Marathons, bei dem keine deutschen Athleten am Start waren, in 64:17 Minuten gelaufen. Zu diesem Zeitpunkt lief Jaouad Gharib bereits gemeinsam mit Paul Biwott, der später als bester Kenianer auf Rang sieben landete (2:12:39), und Getuli Bayo (Tansania), der später aufgab, an der Spitze. Rund 20 Läufer waren in der großen Spitzengruppe, darunter auch Stefano Baldini.

Die Entscheidung

Bei Kilometer 30 liefen der Weltmeister und der Olympiasieger gemeinsam mit fünf Sekunden Vorsprung an der Spitze (1:31:45). Doch kurz darauf trennten sich ihre Wege. Während Jaouad Gharib alleine dem Sieg zustrebte und den Vorsprung bei Kilometer 35 (1:47:00) bereits auf 22 Sekunden ausgebaut hatte, bekam Stefano Baldini erhebliche Probleme. Bei 35 km lag er bereits 4:46 Minuten zurück an 27. Stelle. Danach beendete er das Rennen vorzeitig.

„Es war mein Plan, bis Kilometer 30 an der Spitze zu laufen. Danach rannte ich meinen eigenen Rhythmus“, erklärte Jaouad Gharib, der es nach Abel Anton geschafft hatte, einen Marathon-WM-Titel zu verteidigen. 1997 hatte er in Athen gewonnen, zwei Jahre später siegte er in Sevilla.


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