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Shaheens Weltrekordjagd in Zürich endet mit Bad im Wassergraben

Der Himmel über Zürich hatte sich mittlerweile zugezogen und es regnete, wie auch schon in Helsinki, wie aus Kübeln

20.08.2005

Die Weltrekordjagd des Saif Saaeed Shaheen über 3.000 m Hindernis endete mit einem Sturz in den Wassergraben. Doch zunächst waren die 3.000-m-der Frauen die erste Laufentscheidung beim TDK Golden-League-Meeting in Zürich. Im Rennen waren unter anderen Berhane Adere (Äthiopien), die Zweite  der 10.000 m bei der WM in der vergangenen Woche, und die 20-jährige ehemalige Äthiopierin und jetzt für Bahrain startende Maryam Jamal. Von Anfang an gingen die Favoritinnen an die Spitze. Maryam Jamal und Berhane Adere gingen die 1000 m in 2:50,94 Minuten an, gefolgt von Isabella Ochichi aus Kenia und der Französin Bouchra Ghezielle.

Knapp über ihrer eigenen Weltjahresbestleistung

Auf der letzten Runde wollte es Maryam Jamal wissen und löste sich von Berhane Adere. Sie konnte ihr nicht folgen und musste sich geschlagen geben. Jamal siegte mit 8:29,45 Minuten und blieb nur knapp über ihrer eigenen Weltjahresbestleistung. „Es war teilweise nicht leicht bei den Wetterbedingungen. Der Wind war ganz schön stark, und daher bin ich mit der Zeit auch zufrieden“, sagte die Siegerin, mittlerweile im strömenden Regen. Adere wurde Zweite in 8:31,89 Minuten, und Isabelle Ochichi lief auf den dritten Rang (8:34,51).

Spannendes Duell

Bei den 1500 m der Männer gewann der Kenianer Daniel Komen Kipchirchir nach einem spannenden Duell mit dem 10 Jahre älteren, ehemaligen Landsmann Bernard Lagat (USA) in 3:30,49 Minuten. Der ‚neue’ Amerikaner belegte in 3:31,04 den zweiten Rang vor dem anderen, weißen Amerikaner Alan Webb (3:33,40). Bei der WM in Helsinki hatte Webb nur den neunten Rang belegt, doch hier bewies der 22-Jährige, dass mit ihm schon jetzt zu rechnen ist. Daniel Komen Kipchirchir, der bei der WM im Vorlauf ausgeschieden war, sagte: „Ich hätte mir dieses Ergebnis für Helsinki gewünscht, doch dort wurde ich blockiert beim Rennen. Also waren das hier meine Weltmeisterschaften.“

Der erst 20-Jährige sagt sich selber eine „rosige Zukunft“ voraus. „In den kommenden Jahren will ich den Weltrekord brechen und Olympiasieger werden“, sagte Daniel Komen Kipchirchir selbstbewusst.

Hochkarätiges Feld

Das 3000-m-Hindernisrennen der Männer bot ein hochkarätiges Feld. Der Weltmeister Saif Saaeed Shaheen stand dem zweiten der WM, Ezekiel Kemboi, sowie dem Dritten, Brimin Kipruto (beide Kenia), gegenüber. Shaheen war selber Kenianer und hieß Stephen Cherono, bevor er 2003 nach Katar wechselte. Der Himmel über Zürich hatte sich mittlerweile zugezogen und es regnete, wie auch schon in Helsinki, wie aus Kübeln.

Shaheen ließ von Anfang an erkennen, dass er auch weiterhin ungeschlagen bleiben möchte. Seit 2002 gab es kein Hindernisrennen, das er nicht gewonnen hat. Mit einer Durchgangszeit von 5:18,79 bei 2000 m zeigten dass er seinen eigenen Weltrekord verbessern wollte. Doch es kam alles anders – er kam mit einem großen Vorsprung vor Paul Koech und Brimin Kipruto zum letzten Wassergraben und stürzte. Er lag flach auf dem Boden, konnte sich aber schnell wieder aufrichten und dem Ziel entgegen rennen.

Der Abstand betrug am Ende immer noch ganze acht Sekunden (8:02,69 Minuten) zum zweitplatzierten Brimin Kipruto (8:10.69). Dritter wurde Paul Koech in 8:11.79 Minuten. „Ich wollte eigentlich den Weltrekord brechen, doch dann fing es an zu regnen und ich dachte mir dass das ziemlich schwer werden könnte. Aber vor dem letzten Wassergraben glaubte ich, dass ich es noch schaffen könnte. Ich weiß nicht, was geschehen ist. Warum bin ich gestürzt – ich weiß es nicht. Ich werde es in Brüssel probieren“, sagte Saif Saaeed Shaheen.

Wieder Craig Mottram

Über die 3000 m hat Kenenisa Bekele mal wieder gezeigt, was in ihm steckt. Von Anfang an bestimmte er das Tempo und setzte sich frühzeitig ab. Diesen Vorsprung hielt er bis zum Ende und kam mit über fünf Sekunden Vorsprung in 7:32,59 Minuten ins Ziel. Hinter ihm wurde es eng, denn gleich vier andere Läufer, darunter der Australier Craig Mottram und Benjamin Limo (Kenia), kämpften um den zweiten und dritten Platz. Der Algerier Ali Saidi-Sief wurde schließlich in 7:37,56 Minuten Zweiter und überraschend kam der Australier Craig Mottram auf Platz drei (7:38,03).

B-Lauf schneller als A-Lauf

Die 800 Meter B-Rennen gewann der Spanier Antonio Reina in 1:44,32. Zweiter wurde in neuer persönlicher Bestzeit Mouhssin Chehibi (Marrokko) in 1:44.46 Minuten. Dritter der Kenianer Alfred Yego Kirwa in 1:44,55 Minuten knapp vor dem US-Amerikaner Khadevis Robinson (1:44,62). Alle vier waren schneller als der Sieger des A-Laufes. Im A-Rennen gab es ein Fotofinish. Wilfried Bungei wurde Erster in 1:44,87 vor dem Kanadier Gary Reed in 1:44,88, gefolgt von dem Kenianer William Yiampoy (1:44,90).

Weltmeisterin siegte

Bei den Frauen musste sich Maria Mutola mal wieder den jüngeren Läuferinnen geschlagen geben. Hier siegte die Weltmeisterin Zulia Calatayud aus Kuba in 1:59,16 Minuten. Zweite wurde Hasna Benhassi aus Marokko (1:59,18) und Dritte die Russin Svetlana Cherkasova (1:59,93).                                           

Marisa Reich

 


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