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Mizuki Noguchi peilt am Sonntag Rekorde an

22.09.2005

Mizuki Noguchi
© bytepark

Mizuki Noguchi peilt am Sonntag Rekorde an Mizuki Noguchi peilt am Sonntag Rekorde an

Unter den knapp 40.000 Läufern am Sonntag beim real,- BERLIN-MARATHON wird auch ein Superstar sein: Mizuki Noguchi. Vor einem Jahr in Athen benötigte sie 2:26:20 Stunden, um in ihrem Heimatland Japan zur Nationalheldin aufzusteigen. Während sie beim olympischen Marathon triumphierte, endete das Rennen für Paula Radcliffe mit einem Desaster, sie konnte das Rennen nicht beenden. Nun wird Mizuki Noguchi ihren ersten Marathon nach Athen laufen. Die 27-Jährige wird am Sonntag den 32. real,- BERLIN-MARATHON laufen.

Da wie es scheint mehr japanische Medienvertreter als Deutsche über das Rennen berichten werden und Fuji TV das Rennen am Sonntag sogar live nach Japan überträgt, wäre es eine riesen Enttäuschung wenn Mizuki Noguchi nicht gewinnen würde. Sie hat bislang drei ihrer vier gelaufenen Marathonläufe gewonnen. Nur bei der WM in Paris in 2003 konnte sie nicht als erste sondern nur als Zweite hinter Catherine Ndereba die Ziellinie überqueren.

“Ich weiß, dass die Wetterbedingungen während des Marathons normalerweise gut sind. Dazu ist die Strecke noch flach. Das waren für mich die Gründe, nach Berlin zu kommen“, sagte Mizuki Noguchi. Ihr Ziel ist nicht nur hier zu gewinnen: “Ich möchte den japanischen Rekord brechen.” Vor genau einem Jahr ist hier die Japanerin Yoko Shibui 2:19:41 gelaufen. Im Jahr 2004 war es das einzige Mal, dass eine Frau unter 2:20 gelaufen ist. Shibui hatte den historischen japanischen Rekord von Naoko Takahashi gebrochen. Takahashi war damals die erste Frau, die in Berlin 2001 die 2:20 Stunden unterboten hatte (2:19:46).

Dieser Rekord, aufgestellt von der Chinesin Yingjie Sun, ist gerade einmal zwei Sekunden unter Yoko Shibuis Bestzeit. Als sie nach der Möglichkeit, den Weltrekord (2:15:25) von Paula Radcliffe zu brechen, gefragt wurde, sagte Mizuki Noguchi: „Eines Tages möchte ich mal Weltrekord laufen, aber Paulas Zeit ist sehr gut. Ich möchte der Zeit Schritt für Schritt näher kommen.“

Da sie erklärte, den japanischen Rekord brechen zu wollen, kann man davon ausgehen, dass die asiatische Bestzeit auch fallen kann. Noguchi wurde auch nochmal auf ihren olympischen Triumph und auf Paula Radcliffes Leistung in Athen angesprochen und sagte: “In Athen habe ich schon vor dem Rennen gedacht, dass etwas mit Paula nicht stimmt. Normalerweise ist sie vor einem Rennen sehr entspannt. Und dann, als wir losgelaufen sind, ist sie auch irgendwie anders gelaufen. Vor dem olympischen Finale sagte mir mein Trainer noch, dass es für uns von Vorteil sein würde, in Athen zu laufen, da wir in Japan so ein sehr warmes Klima gewöhnt sind.“

“Irgendwann mal möchte ich gegen Paula noch mal laufen”, sagte Mizuki Noguchi. Es hörte sich aber nicht so an, als ob dieses Duell noch vor den Olympischen Spielen in Peking 2008 stattfinden würde.  

Genauso wie im letzten Jahr, war Mizuki Noguchi im Höhentrainingslager in St. Moritz in der Schweiz. Es heißt, sie sei sogar in einer besseren Verfassung als vor den Olympischen Spielen. Im Training sei sie bei den längsten Trainingseinheiten um bis zu zwei Minuten schneller gewesen als 2004. “Einige Leute sagen, dass das Training der Japanerinnen verrückt sei. Und selbst in St. Moritz waren europäische Läufer überrascht, als ich mein Training auf der Bahn absolvierte.“ Für diese Überraschung gab es natürlich einen Grund, denn Mizuki Noguchi absolvierte dort ihr Schnelligkeitsprogramm. Sie rannte auf der 400 m Bahn ganze 45 Runden, was 18 km bedeuten. Bei ihren längsten Trainingsläufen lief sie 40 km.  

Als sie den real,- BERLIN-MARATHON mit dem Olympischen in Athen vergleichen sollte, sagte Mizuki Noguchi: “In Athen war es eher ein taktisches Rennen, und ich musste auf meine Konkurrenten aufpassen. Ich fühle mich viel besser, wenn ich wie am Sonntag mein eigenes Rennen laufen kann.“

Während ihres Trainings in St. Moritz griff Mizuki Noguchi auch ein paar deutsche Worte auf. Mit einiger Hilfe schaffte sie es auf der Pressekonferenz bis zehn zu zählen. Und plötzlich brachte sie viele zum lachen, als sie auf Deutsch sagte: „Ich hasse Whiskey.“

 



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