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WMRA Grand-Prix Finale 2005 - Deutsche Berglauf-Meisterschaften 2005

Vittoria Salvini und Vicente Capitan dominieren Grand-Prix-Finale

10.10.2005

Vorne Helmut Schiessl
© Winfried Stinn

WMRA Grand-Prix Finale 2005 - Deutsche Berglauf-Meisterschaften 2005

8. Oktober 2005 Zell-Unterharmersbach

Helmut Schiessl und Stefanie Buss erfolgreiche Titelverteidiger bei den Deutschen Berglauf-Meisterschaften in Zell-Unterharmersbach – Viel Lob für die Organisation des TV Unterharmersbach

In überzeugender Manier gewann bei strahlend blauem Spätsommerhimmel die Italienerin Vittoria Salvini das Berglauf-Grand-Prix-Finale in Zell-Unterharmersbach in 43:24 Minuten und fünfzig Sekunden Vorsprung vor der Polin Izabela Zatorska, die aber mit 325 Punkten den Grand-Prix-Gesamtsieg knapp vor der Italienerin gewinnen konnte. Nach spannendem Rennverlauf sicherte sich bei den Männern überraschend der Spanier Vicente Capitan in 45:15 Minuten den Finallauf knapp vor dem Tschechen Robert Krupicka und dem Italiener Marco Gaiardo. Bei den gleichzeitig ausgetragenen deutschen Berglauf-Meisterschaften, die erstmals auf einem Bergauf-bergab-Kurs ausgetragen wurden, setzten sich mit dem Gesamtvierten Helmut Schiessl (TSV Buchenberg/ Allgäu) und der Drittplatzierten Stefanie Buss (ASC Rosellen-Neuss) die Titelverteidiger erneut durch.

Organisator Siegesmund: „Werbung für den internationalen Berglauf“

„Das war eine absolute Werbung für den internationalen Berglauf“ freute sich Alfred Siegesmund, der Organisationsleiter des TV Unterharmesbach, nach einem gelungenen Grand-Prix-Finale und den 21. Deutschen Berglauf-Meisterschaften im Zeller Stadtteil Unterharmersbach. Dies ist keineswegs ein überzogenes Eigenlob, sondern trifft ohne Wenn und Aber den Nagel auf den Kopf, denn die Unterharmersbacher sind nach dem Ausstieg des Hochfelln-Berglauf in Bergen/ Chiemgau aus dem Grand-Prix-Circuit der einzige Veranstalter mit internationalem Zuschnitt.

Und im Harmersbachtal bereitet man für 2006 bereits den nächsten Coup vor: Am 30. April werden auf dem traditionellen Bergaufkurs zum Brandenkopf die ersten Europameisterschaften des Europäischen Veteranen-Leichtathletik-Verbandes EVAA durchgeführt. EVAA-Präsident Dieter Massin konnte sich dann auch vor Ort über die Leistungsfähigkeit der rührigen Organisatoren im Zeller Stadtteil Unterharmersbach überzeugen: „Das ist genau der richtige Veranstalter für unsere Premieren-Meisterschaft. Dieses Ambiente werden unsere Senioren sicherlich zu schätzen wissen!“

DLV-Berglaufchef Münzel: „Glücksgriff für den Deutschen Leichtathletik-Verband“

Auf der selektiven Bergauf-bergab-Strecke am Kuhhornkopf entwickelten sich sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen spannende Rennen um die Grand-Prix-Punkte, aber auch um die deutschen Meistertitel, die erstmals auf einem Bergauf-bergab-Parcours ausgetragen wurden. Beleg für die hohe Qualität des Grand-Prix-Finales und der deutschen Meisterschaften, auch wenn diese DM rein quantitativ hinter den Vorjahreszahlen zurücklagen, als es in Oberstaufen Ende Juni auf einer reinen Bergaufstrecke zum Hochgrat ging.

„Mit Unterharmersbach haben wir einmal mehr einen Glücksgriff getan“, freute sich Wolfgang Münzel, der Berglauf-Chef des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Auch Tomo Sarf, der Technische Direktor des Berglauf-Weltverbandes WMRA, zeigte sich beeindruckt von der organisatorischen Leistung des TV Unterharmersbach als auch von dem Niveau des Grand-Prix-Finales: „Hier passt alles zusammen!“ 

Erneut Spitzenplatz für Helmut Schiessl

Mit einem hohen Tempo hatte sich bei den Männern über 12 km und einer Höhendifferenz von +710 m/-620 m zunächst der Sigmaringer Spitzentriathlet Daniel Unger an die Spitze des 90 Teilnehmer starken Feldes gesetzt, musste aber schon auf der langen Bergabpassage erkennen, dass er freilich gegen die Berglauf-Spezialisten nur bedingt Chancen hat, schaffte aber als Gesamtelfter und viertbester Deutscher sogar einen Podestplatz bei den Titelkämpfen. Mit zunehmender Streckenlänge setzte sich der eigentliche Cross-Spezialist und erst seit dieser Saison im Berglauflager anzutreffende Vicente Capitan an die Spitze, gefolgt vom Tschechen Robert Krupicka, dem Italiener Marco Gaiardo und zur Freude der vielen Zuschauer auch Helmut Schiessl. Der Allgäuer konnte diese Platzierung bis zum Ziel halten und gewann zum dritten Mal in Folge den nationalen Berglauftitel. „Mit diesem Platz bin ich sehr zufrieden, zumal die Saison doch sehr lang war!“

Tagessieg für Vittoria Salvini – Grand-Prix-Erfolg jedoch an Izabela Zatorska

Bei den Frauen wusste sich die Italienerin Vittoria Salvini nach der Streckenhälfte von ihrer hartnäckigen Konkurrentin Izabela Zatorska erfolgreich abzusetzen und kam zum dritten Sieg innerhalb der Grand-Prix-Serie, die aus insgesamt sechs Wertungsläufen besteht. Doch dies reichte allerdings nicht zum Gesamtsieg, denn diesen holte sich Izabela Zatorska mit 325 Punkten vor Vittoria Salvini (300). Auf Rang drei des Frauen-Wettbewerbs über 9,0 km und einer Höhendifferenz von +620 m/-530 m lief die in der zweiten Streckenhälfte überraschend stark agierende Stefanie Buss ein, die damit nicht nur zum vierten Mal den nationalen Meistertitel gewinnen konnte, sondern auch als Sechste der Grand-Prix-Serie zusätzliches Preisgeld erhielt.

Wie bereits bei den 10 km-Straßenlauf-Meisterschaften belegte Berglauf-Debütantin Susanne Ritter auch in Unterharmersbach Rang zwei, musste aber erkennen, dass der Berglauf seine eigenen Gesetzte schreibt. Noch eingangs der Schlussrunde lag die Saarbrückerin an der Spitze, musste aber der tollkühn bergab laufenden Titelverteidigerin Stefanie Buss diese Position letztlich noch abtreten. 

65. DM-Titel für Erfolgscoach Rolf Luxenburger

Die Mannschaftstitel sicherten sich erstmals bei den Männern der USC Freiburg mit Markus Jenne, Dominik Ulrich und Max Frei und machten ihrem Trainer Rolf Luxenburger ein rundes Jubiläum perfekt, denn die Luxenburger-Schützlinge sicherten der Trainerlegende aus dem Breisgau die 65. deutsche Meisterschaft. Rolf Luxemburger ist übrigens auch der Trainer, der 1972 bereits Bernd Kannenberg zu Olympiagold im 50 km-Straßengehen geführt hatte. Bei den Frauen gewann die LG Domspitzmilch Regensburg mit Ellen Clemens, Andrea Stengel und Monika Hirt den fünften Mannschaftstitel, den vierten in Folge.

Eine stimmungsvolle Siegerehrung in der vollbesetzten Schwarzwaldhalle rundete den ersten Teil einer großartigen Veranstaltung in Zell-Unterharmersbach ab, der zweite folgte am Sonntag bei erneut strahlendem Spätsommerwetter mit dem traditionellen Brandenkopfberglauf auf den Hausberg der Unterharmersbacher – mit 400 (!) Starter. Und hier setzte sich dann standesgemäß Izabela Zatorska mit 51:11 Minuten in souveräner Manier gegen die am Vortage schon überraschend starke Britta Müller (VfL Freudenstadt/ 52:54) und ihrer Landsfrau Irena Czuta-Pakosz (53:31) durch. Bei den Männern gewann der Franzose Georges Burrier (44:34) vor Boguslaw Homa (Polen/ 45:21) und den beiden für den Veranstalter LG Brandenkopf startenden Joachim Benz /45:34) und Ulrich Benz (45:53).

Wilfried Raatz

Ergebnisse: Grand-Prix-Finale/ Deutsche Meisterschaften in Zell-Unterharmersbach (8.10.):

Männer (12,0 km/ HD +710 m, -620 m): 1. Vicente Capitan (Spanien) 45:15, 2. Robert Krupicka (Tschechien) 45:29, 3. Marco Gaiardo (Italien) 46:23, 4. Helmut Schiessl (TSV Buchenberg) 46:34 (1. DM), 5. Emanuele Manzi (Italien) 46:59, 6. Markus Kröll (Österreich) 47:29, 7. George Buburrier (Frankreich) 47:42, 8. Markus Jenne (USC Freiburg) 48:02 (2. DM)…. Weitere Platzerungen bei den deutschen Meisterschaften: 3. Benjamin Lindner (SC DHfK Leipzig) 48:30, 4. Daniel Unger (LG Sigmaringen) 48:34, 5. Dominik Ulrich (USC Freiburg) 48:41, 6. Timo Zeiler (TSV Trochtelfingen) 48:41, 7. Max Frei (USC Freiburg) 49:43, 8. Quirin Schmölz (LG Würm Athletik) 49:59 – Deutsche Meisterschaften: Mannschaften: 1. USC Freiburg (Jenne, Ulrich, Frei) 2:26:26 Stunden, 2. SC DHfK Leipzig I 2:30:38, 3. SC DHfK Leipzig II 2:45:15.  

Frauen (9,0 km/ HD +620 m, -530 m): 1. Vittoria Salvini (Italien) 43:24, 2. Izabela Zatorska (Polen) 44:35, 3. Stefanie Buss (ASC Rosellen Neuss) 44:54 (1. DM), 4. Susanne Ritter (SV schlau.com Saar 05) 45:16 (2. DM), 5. Romy Lindner (LG Vogtland) 45:26 (3. DM), 6. Elisa Desco (Italien) 45:30, 7. Ellen Clemens (LG Domspitzmilch Regensburg) 45:39 (4.DM), 8. Britta Müller (VfL Freudenstadt) 46:07 (5. DM)… Weitere Platzierungen bei den deutschen Meisterschaften: 6. Anja Carlsohn (SC Potsdam) 46:57, 7. Sylke Schmitz (TSV Kiebingen) 47:04, 8. Barbara Imgraben (TV Britzingen) 47:37 – Deutsche Meisterschaften: Mannschaften: 1. LG Domspitzmilch Regensburg (Clemens, Stengel, Hirt) 2:48:26, 2. ASC Rosellen-Neuss 2:50:44, 3. SSC Hanau-Rodenbach 2:51:41. 

Grand-Prix-Endstand (nach sechs Wertungsläufen, davon max. vier in der Wertung).
Männer:
1. Jonathan Wyatt (Neuseeland) 300 Punkte, 2. Vicente Capitan (Spanien) 285, 3. Robert Krupicka (Tschechien) 270, 4. Marco Gaiardo (Italien) 250, 5. Antonio Molinari (Italien) 236, 6. Emanuele Manzi (Italien) 190 … 10. Helmut Schiessl (TSV Buchenberg) 130.

Frauen: 1. Izabela Zatorska (Polen) 325 Punkte, 2. Vittoria Salvini (Italien) 300, 3. Elisa Desco (Italien) 225, 4. Antonella Confortola (Italien) 130, 5. Pierangela Baronchelli (Italien) 125, 6. Stefanie Buss (ASC Rosellen-Neuss) 120.       

Weitere Ergebnisse im Internet unter:

www.brandenkopfberglauf.de


Grand-Prix-Finale 2005/ DM-Berglauf in Zell-Unterharmersbach

Und das sagten die Asse am Kuhhornkopf….

Vittoria Salvini, Siegerin des 6. Grand-Prix-Wettbewerbes: Ich konnte das Rennen von Beginn an kontrolliert laufen. Ich war froh, dass ich in der zweiten Runde bereits einen großen Vorsprung vor Izabelya Zatorska herausgelaufen hatte und deshalb nicht am Limit laufen musste. .

Izabela Zatorska, Grand-Prix-Siegerin 2005: Ich bin glücklich, dass ich den Grand-Prix gewonnen habe. Es war ein sehr schnelles Rennen, weshalb ich nach drei Kilometern schon kaputt war. Vittoria ist in einer sehr guten Form, da war für mich nichts zu machen.

Stefanie Buss, erfolgreiche DM-Titelverteidigerin: Das war psychologischer Wahnsinn. Ich wusste nicht, wie lange überhaupt noch zu laufen war. Durch meine Erkältung bin ich nur schwer ins Rennen gekommen und hatte schnell auf die besten Deutschen einen großen Rückstand. Dann lief es immer besser und in der zweiten Runde stand ich direkt im Abstieg hinter Susanne Ritter, die hier stehen ko wirkte. Dann bin ich mein Rennen weiter gelaufen, habe aber nicht gewusst, was hinter mir passiert. Dass Izabela Zatorska nur knapp vor mir ins Ziel kam, das war mir völlig egal, denn ich bin zum vierten Male in Folge deutsche Meisterin geworden. 

Vicente Capitán, Sieger des 6. Grand-Prix-Wettbewerbes: Es war ein sehr schweres Rennen, gespickt mit vielen Topläufern. Ich bin überglücklich, dass ich dieses Rennen gewinnen konnte. Die Strecke lag mir, sie ist vor allem bergab technisch sehr anspruchsvoll.

Helmut Schiessl, erfolgreicher DM-Titelverteidiger und 4. des Grand-Prix-Final-Wettbewerbes: Mehr war heute nicht drin, zumal es von Beginn an sehr schnell war. Ich bin sehr zufrieden, denn die Saison war doch sehr lang und mit vielen Toprennen gespickt. Die Strecke war super, die Stimmung großartig. Hier passt alles zu einem Spitzen-Berglauf!

Daniel Unger, Top-Triathlet und Berglauf-Debütant: Ich bin doch wohl etwas zu schnell angelaufen und hatte in der zweiten Runde eigentlich nur bergab Probleme. Bergauf hat es gepasst, denn die Kraft ist für diese Anstiege okay.

Benjamin Lindner, erfolgreicher DM-Titelverteidiger bei den Junioren: Ich bin froh, dass ich bei diesem starken Feld meinen Titel erfolgreich verteidigen konnte. Denn eigentlich komme ich von der Straße und habe mich auch nicht speziell für die Deutschen vorbereitet.

Markus Kröll, Sechstplatzierter beim Grand-Prix-Finalwettbewerb: Die Strecke ist beinhart. Das hat absoluten internationalen Charakter. Der TV Unterharmersbach hat eine mustergültige Organisation hingelegt und brauchen sich wirklich vor niemand verstecken. Die Stimmung hat mich beeindruckt, das war absolute Spitze.

Alfred Siegesmund, Organisationsleiter des TV Unterharmersbach: Ich bin glücklich, dass alles gut gelaufen ist. Die Läufer und die Zuschauer waren gut drauf, sodass sich alles bestens zusammen gefügt hat und der Funke übergesprungen ist.

Das war eine absolute Werbung für den Berglauf.

Elizabeth Delp/ Wilfried Raatz


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