42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

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Heinz Frei (SUI) - der Ausnahmeathlet - sein 100. Marathonsieg in Berlin

16 Siege beim BERLIN-MARATHON bei den Rollstuhlfahrern

14.10.2005

Heinz Frei - der Ausnahmeathlet
© hme

Heinz Frei (SUI) - der Ausnahmeathlet - sein 100. Marathonsieg in Berlin Heinz Frei (SUI) - der Ausnahmeathlet - sein 100. Marathonsieg in Berlin Heinz Frei (SUI) - der Ausnahmeathlet - sein 100. Marathonsieg in Berlin Heinz Frei (SUI) - der Ausnahmeathlet - sein 100. Marathonsieg in Berlin

Seit 1981, der BERLIN-MARATHON wurde zum ersten Mal in der City ausgetragen, fahren die Rollstuhlfahrer vorneweg, sie sind ein integraler Betandteil des Rennens geworden. Die Berliner Zuschauer lieben die Athleten in ihren schnellen Stühlen und sie alle erhalten den Beifall, den sie auch verdienen. Ein Athlet dominiert das Rennen seit Jahren, lesen sie die Story über seinen 100. Marathonsieg.

Die Kurzform der Würdigung sportlicher Leistungen ist die Statistik. Ob man sie nun mag oder nicht, rein in Zahlen kommt sie zwar trocken daher, das menschliche Hirn ist aber in der Lage, diese Zahlen lebendig werden zu lassen.

Der 32. real,- BERLIN-MARATHON 2005 war die Plattform für ein denkwürdiges Ereignis, den 100. Marathon-Sieg für Heinz Frei. Insgesamt hat er in Berlin 16mal gewonnen, seit seinem ersten Sieg vor 20 Jahren. Leicht sei es ihm nicht gemacht worden - diesmal, es war ein schnelles Rennen und letztlich gab es eine Spurtentscheidung, die er nicht so mag, darf er sich doch nie sicher sein, letztlich auch zu gewinnen. Einer hatte bei ihm bleiben können, nach seinen Tempoattacken unterwegs und der kam schließlich mit einem blitzsauberen Zeugnis nach Berlin, ausschließlich mit Siegen bei den diesjährigen Europameisterschaften in Helsinki über 800m bis 10.000m, sein Landsmann Marcel Hug.

Noch nicht geboren

Als Heinz Frei seinen ersten Marathonsieg in Berlin 1985 feierte, war Marcel noch nicht geboren, auch das ist Statistik und erzählt doch so viel. Der 47jährige Sieger konnte den 19jährigen noch in Schach halten, aber der Zenit ist überschritten, weiß Heinz, äußert das freimütig und genießt diesen Sieg besonders.
Zu sechst waren sie bei km 24/25 wo Heinz in einer Kurvenkombination im Stadtteil Steglitz Gelegenheit sah mit einer Temposteigerung sich seiner Konkurrenten zu entledigen. Franz Nietlispach (SUI), Roger Puigbo und Jordi Madera (ESP) sowie Ralph Brunner aus dem Algäu mussten ihn ziehen lassen, nur Marcel Hug konnte das Loch noch zufahren. Später zerfielen die vier Verfolger auf den weiteren Kilometern, so dass knapp 2 Minuten nach dem Sieger Franz Nietlispach sich den dritten Platz vor Roger Puigbo erkämpfte, 5. wurde Ralph Brunner in deutlichem Abstand vor Jordi Madera. Den Sieg aber, in 1:28:32h, erkämpfte sich der Routinier Heinz Frei im Spurt vor seinem Schüler Marcel Hug. Er beschert sich und Berlin damit ein denkwürdiges Ereignis, in diesem Maße und Umfang wohl nicht zu toppen.
 

Pech

Pech für die frisch gebackene Weltrekordlerin Francesca Porcellato (ITA), die nach einem Reifenschaden das Rennen aufgab. Eine Vierergruppe mit Edith Hunkeler, Sandra Graf  (beide SUI), Yvonne Sehmisch aus der Lausitz sowie der Britin Shelly Woods fuhr gemeinsam ein zügiges Tempo, das nach einer Verschärfung durch die Schweizerinnen in der zweiten Hälfte des Rennens zum Zerfall führte. Gemeinsam erreichten diese den Zielbereich, wobei Edith zum Schluss die schnelleren Arme hatte und Sandra Graf auf den zweiten Platz verwies. Fast 3 Minuten später erkämpfte sich die Siegerin des Vorjahres, Yvonne Sehmisch, vor Shelly Woods den Podiumsplatz.

Funktionsklassen

Bei den Funktionsklassen der Männer in der T2 gab es einen ungefährdeten Sieg des Schweizers Beat Bösch in 2:05:10h vor dem Schweden Christer Bülow (2:41:11) und Michael Fiddeke aus Bernau (2:43:36).
Leistungsstärker in der Relation die T1-Fahrer mit einem herausragenden Stefan Strobel aus Saarbrücken (2:36:59), der mehr als 6 Minuten vor seinem Konkurrenten Alvise de Vidi (ITA) deutlich gewann, 3. wurde der Stuttgarter Thorsten Oppold.
In der Bilanz ist vor allem die Leistungsstärke und Dominanz des Schweizer Teams zu würdigen: die drei ersten Plätze der Männer in der T3/4, die zwei ersten der Frauen sowie der erste Rang der T2 ging an eine Eidgenossin bzw. Eidgenossen und damit zugleich die Internationale Deutsche Meisterschaft. Lediglich Stefan Strobel in der T1 konnte seine Stärke beim schnellsten Marathon in Deutschland unter Beweis stellen, unsere herzliche Gratulation.

Der deutsche Rollstuhlsport sollte das zum Anlass nehmen, Strukturen und Förderung in unserem Land kritisch zu überdenken.

Dr. Reiner Piltz

Frauen:
1. Edith Hunkeler (SUI)  1:49:46
2. Sandra Graf (SUI)  1:49:51
3. Yvonne Sehmisch (GER) 1:52:34

Männer T3/4:
1. Heinz Frei (SUI)  1:28:32
2. Marcel Hug (SUI)  1:28:33
3. Franz Nietlispach (SUI) 1:30:17

T2:
1. Beat Bösch (SUI)  2:05:10
2. Christer Bülow (SWE) 2:41:11
3. Michael Fiddeke (GER) 2:43:36

T1:
1. Stefan Strobel (GER) 2:36:59
2. Alvise de Vidi (ITA) 2:43:56
3. Thorsten Oppold (GER) 2:44:04


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