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Der 16. Literatur-Marathon des real,- BERLIN-MARATHON 2005 erlebte zwei Premieren

Lesung mit Robert Hartmann und Iris Gehrmann im Jazzclub "Schlot" (Kunstfabrik)

15.10.2005

Lauf-Literatur-Lesung im Jazzclub "Schlot" in Berlin-Mitte
© hme

Der 16. Literatur-Marathon des real,- BERLIN-MARATHON 2005 erlebte zwei Premieren Der 16. Literatur-Marathon des real,- BERLIN-MARATHON 2005 erlebte zwei Premieren Der 16. Literatur-Marathon des real,- BERLIN-MARATHON 2005 erlebte zwei Premieren Der 16. Literatur-Marathon des real,- BERLIN-MARATHON 2005 erlebte zwei Premieren Der 16. Literatur-Marathon des real,- BERLIN-MARATHON 2005 erlebte zwei Premieren


Der Literatur-Marathon gehört seit dem Jahre 1990 zum festen Bestandteil des kulturellen Rahmenprogramms beim BERLIN-MARATHON. Und dennoch gab es in der 16. Auflage in diesem Jahr gleich zwei Premieren:

Erstmals fand der Literatur-Marathon schon am Donnerstagabend vor dem Marathon-Wochenende und nicht wie sonst am Samstagnachmittag in den Messehallen statt. Die zweite Premiere bezieht sich auf diesmal gewählte Location: Der Literatur-Marathon war erstmals in diesem Jahr zu Gast im „Schlot“, einer Szene-Jazz-Kneipe, die von John Kunkeler, dem Strecken-Scout beim 32. real,- BERLIN-MARATHON und langjährigen Lauftrainer, in der Chausseestraße in Berlin-Mitte betrieben wird.

Beide Premieren erwiesen sich als erfolgreich … Der Literatur-Marathon, der seit den Anfängen vom Berliner Sportwissenschaftler und Marathonläufer Dr. Detlef Kuhlmann ehrenamtlich organisiert und moderiert wird,  hat jetzt eine neue Heimat gefunden.

Robert Hartmann und Iris Gehrmann

Was die inhaltliche Gestaltung anbelangt, kamen mit Robert Hartmann aus Fulda („Läufergeschichten aus Afrika“) und Iris Gehrmann aus Berlin („Einmal Marathon in New York“) diesmal zwei Literaten zu Wort, die jeweils eine aktuelle Buchproduktion zum Thema Laufen vorgelegt haben und für ihre daraus vorgetragenen Passagen viel Beifall vom lauf- und literaturinteressierten Publikum erhielten. Robert Hartmann ist ein hoch angesehener freier Sportjournalist (u. a. früher für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, jetzt für die Süddeutsche Zeitung) und kennt die Leichtathletik und speziell Laufen in Afrika wie wohl kaum ein anderer – zumal er dort zeitweilig lebt und arbeitet.

`Wir kommen mit nichts, wir gehen mit nichts`.“

Das Insiderwissen speziell über die Laufszene und das riesige Läuferreservoir im kenianischen Hochland kommt in seinen Geschichten jedenfalls sehr deutlich zum Ausdruck. So war seine Lesung nicht nur in rein sportlicher, sondern vielmehr auch in gesellschaftlich-kultureller Hinsicht eine „Lehrstunde“ für die Anwesenden: „Ein laufbegabtes Kind hieß überlall im Land nicht laufbegabtes Kind, sondern Kipchoge. Seine Leitsätze waren allen bekannt: `Wir teilen, was wir haben` und: `Wir kommen mit nichts, wir gehen mit nichts`.“ Aber auch Namen bekannter kenianischer Läuferinnen und Läufer wie: Henry Rono, John Akii-Bua, Paul Ereng und Paul Tergat, Tegla Lorupe, Yobes Ondieki, Moses Tanui und Moses Kiptanui kamen in seinen Geschichten vor bzw. sie handelten von ihnen.

„Von Null auf 42“

Iris Gehrmann gehörte im Jahre 2002 zum 13-köpfigen Team, das aus insgesamt 17.000 Bewerbungen von Noch-Nicht-Laufenden ausgewählt worden war, um sich unter der medizinischen Leitung von Dr. Thomas Wessinghage gemeinsam auf einen Marathonlauf vorzubereiten. Das Projekt „Von Null auf 42“ ist später unter anderem auch durch den gleichnamigen ARD-Fernsehbeitrag bekannt geworden. Iris Gehrmann, Ehefrau und Mutter von zwei heranwachsenden Kindern, hat dazu ein anregendes und manchmal auch aufregendes Tagebuch vorgelegt, das ehrlich und nüchtern ihren (beschwerlichen!) Weg bis zur (erfolgreichen!) Teilnahme am New York City Marathon auf allen Wegen und Umwegen und mit allen Höhen und Tiefen beschreibt. Das Tagebuch beginnt am 5. September 2002 („Ich möchte davon laufen!“) und endet mit der Heimkehr von New York nach Berlin am 16. November 2003.

Dazwischen liegen rund 130 Seiten über „Das Training“: Heute früh aufgestanden, 06.00 Uhr, um vor der Arbeit zu joggen, die Luft ist noch angenehm kühl. Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, ich würde morgens um 06.00 Uhr vor der Arbeit joggen, ich hätte ihn für komplett verrückt erklärt. So ändern sich die Zeiten, denn trotz der ständigen Schmerzen habe ich Freude am Laufen gefunden“ (so der Tagebucheintag vom 3. Juni 2003).

Wie lange dauert der Literatur-Marathon?

Eine wichtige Frage zu dieser Art laufliterarischer Lesung beim 32. real,- BERLIN-MARATHON 2005 ABER bleibt: Wie lange dauert eigentlich der Literatur-Marathon? Soviel sei als grobe Antwort verraten: Er ist viel schneller zu Ende, als Paul Tergat, der schnellste Mann der Welt über diese Strecke von 42,195 km unterwegs ist …


Mehr zu den Büchern von Robert Hartmann und Iris Gehrmann und vielen andern aktuellen Publikationen zum Thema Laufen in unserer Rubrik „Laufbücher“

unter:

http://www.scc-events.com/running/buecher/index.php

 

 


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