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Gebrselassie siegt in Amsterdam, verpasst aber Weltrekord klar

Der Weltrekord von Paul Tergat von Berlin 2003 blieb unangetastet

16.10.2005

Gebrselassie beim Zieleinlauf in Amsterdam

Gebrselassie siegt in Amsterdam, verpasst aber Weltrekord klar

 

Haile Gebrselassie ist in Amsterdam zwar zu seinem ersten Marathonsieg gelaufen, hat jedoch am Ende den Weltrekord klar verpasst. 2:06:20 Stunden rannte Haile Gebrselassie in Amsterdam, was neben einem äthiopischen Rekord, einer Verbesserung seiner persönlichen Bestzeit um 15 Sekunden, einer Steigerung des Streckenrekordes um drei Sekunden auch noch eine Jahresweltbestzeit bedeutete. Haile Gebrselassie steigerte die erst vor einer Woche aufgestellte Marke von Felix Limo (Kenia), der in Chicago mit 2:07:02 Stunden gewonnen hatte, um 42 Sekunden und ist damit bisher der einzige Läufer in diesem Jahr, der die klassische Distanz in unter 2:07 Stunden absolvierte. Doch das ganz große Ziel war am Ende außer Reichweite.

Der Weltrekord von Paul Tergat blieb unangetastet. Der kenianische Dauerrivale von Haile Gebrselassie war vor zwei Jahren beim 30. real,- BERLIN-MARATHON 2:04:55 Stunden gelaufen.

Großer Vorsprung

Mit großem Vorsprung erreichte Haile Gebrselassie das Ziel im Amsterdamer Olympiastadion. Daniel Yego belegte mit 2:08:58 Stunden Rang zwei, Dritter wurde der Äthiopier Tesfaye Tola mit 2:09:17. Auch bei den Frauen gab es in Amsterdam einen äthiopischen Erfolg. Das vergleichsweise zu den Männern deutlich schwächer besetzte Rennen gewann Kutre Dulecha in 2:30:06 Stunden vor Kristijna Loonen (Niederlande/2:34:08). 6.477 Läufer aus 55 Nationen gingen bei insgesamt guten Wetterbedingungen an den Start. Bei strahlend blauem Himmel wurde das Rennen um 11 Uhr im Olympiastadion gestartet, die Temperaturen stiegen auf 16 Grad. Nur der Wind war in Amsterdam phasenweise hinderlich für die Topläufer.

Tempomacher

Abgeschirmt und geleitet von einer ganzen Gruppe von Tempomachern lief Haile Gebrselassie. Es entwickelte sich von Beginn an ein sehr schnelles Rennen. Nach 14:49 Minuten und 29:39 waren die 5- und 10-km-Punkte erreicht. Bedingt durch Rückenwind in der nächsten Phase wurde es dann sogar noch schneller. 15 km waren nach 44:06 Minuten gelaufen, und die Hälfte der Distanz nach 62:03. Es schien alles auf einen neuen Weltrekord hinaus zu laufen. Doch schon auf dem nächsten 5-km-Stück kamen erste Zweifel auf. Die fünf Kilometer von 20 km (58:49) zu 25 km (1:13:57) waren mit 15:08 Minuten deutlich langsamer. Hinzu kam, dass plötzlich nur noch drei Läufer an der Spitze übrig waren. Und bei 25 km ging mit Francis Kiprop (Kenia) der letzte Tempomacher aus dem Rennen – zu früh für eine Weltrekordjagd. Neben Gebrselassie lief überraschend noch Daniel Yego bis kurz vor der 30-km-Marke. Doch Tempo konnte er in dieser Phase nicht mehr machen, für ihn ging es darum, selbst mit einer guten Zeit ins Ziel zu kommen.

Allein über 12 Kilometer

Im Gegensatz zu Paul Tergat, der in Berlin vor zwei Jahren von seinen Trainingspartnern Titus Munji und Sammy Korir über fast die komplette Distanz geführt worden war, musste Haile Gebrselassie die letzten zwölf Kilometer alleine laufen. Bei 30 km und 35 km war er im Vergleich zu Paul Tergat mit 1:28:57 und 1:43:50 um 27 beziehungsweise neun Sekunden schneller. Doch während der Kenianer damals in 29:12 Minuten von 30 zu 40 km stürmte, brauchte der Äthiopier nun 30:18 Minuten.

Zufrieden mit meiner Zeit

Am Ende verfehlte Haile Gebrrselassie den Rekord und die damit verbundene Prämie von 250.000 Euro deutlich. „Ich bin trotzdem zufrieden mit meiner Zeit“, sagte Haile Gebrselassie, der insgesamt rund 100.000 Euro verdiente, und fügte hinzu: „Die letzten fünf Kilometer waren sehr hart, ich war nicht mehr in der Lage, das Tempo zu forcieren. Seitenstiche kamen noch hinzu. Bis 35 km war ich gut drauf. Ich glaube, ich muss für den Marathon noch härter trainieren.“ Hatten die Spitzenläufer in der ersten Hälfte des Rennens phasenweise Rückenwind, war es in der zweiten Hälfte umgekehrt. „Ich glaube nicht, dass ich die erste Hälfte zu schnell gelaufen bin. 62 Minuten sind für mich okay“, sagte Haile Gebrselassie.

Der Wind war hart

Während das Männerrennen von der spannenden Weltrekordjagd lebte, war die Entscheidung um den Sieg auch bei den Frauen frühzeitig gefallen: Kutre Dulecha hatte vom Start weg die Führung übernommen. Nach 69:22 Minuten war sie die erste Hälfte gelaufen und hatte bereits über zwei Minuten Vorsprung vor Kristijna Loonen. Mit 2:30:06 Stunden stellte die 27-jährige Siegerin eine neue persönliche Bestzeit auf. „Ich bin froh über den Sieg und die Bestzeit. Die Strecke ist schnell, aber der Wind war hart“, übersetzte Haile Gebrselassie später in der Pressekonferenz für seine Landsfrau.

Ergebnisse:

Männer:

1. Haile Gebrselassie    ETH      2:06:20

2. Daniel Yego              KEN     2:08:58

3. Tesfaye Tola             ETH      2:09:17

4. Bernard Barmasai      KEN     2:10:52

5. George Okworo         KEN     2:11:49

6. Andrew Limo           KEN     2:12:13

7. Jamal Baligha           MOR    2:15:22

8. Sander Schutgens     NED     2:17:53

Frauen:

1. Kutre Dulecha           ETH      2:30:06

2. Kristijna Loonen        NED     2:34:08

3. Sue Harrison             GBR     2:38:25

4. Charne Rademeyer    RSA     2:39:26

5. A. Bekele                 ETH      2:41:40

6. Annemari Sandell      FIN       2:43:23

 

 

 


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