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Das Rennen der Handbiker beim 32,- real,- BERLIN-MARATHON 2005

Gut, dass es 3 Einlauftore gibt. Während die Rollis das Mitteltor wählten, teilten sich der Sieger der Handbiker

18.10.2005

Handbiker im Ziel
© scc running

Das Rennen der Handbiker beim 32,- real,- BERLIN-MARATHON 2005 Das Rennen der Handbiker beim 32,- real,- BERLIN-MARATHON 2005

Die Rollstuhlfahrer sind seit 1981 beim BERLIN-MARATHON dabei - die Handbiker  feierten beim 24. Bewag BERLINER HALBMARATHON 2004 ihre Premiere, stiegen dann auch beim 31. real,- BERLIN-MARATHON 2004 in das Renngeschehen ein. In diesem Jahr fuhren sie zum zweiten Mal ihr eigenes Rennen:

Es galt, den Streckenrekord vom Vorjahr zu unterbieten, der zum Auftakt der Bikerteilnahme bei sehr unangenehmen Wetterbedingungen erfolgte, und für die schnelle Strecke in Berlin in 1:17:02 durch Errol Marklein eigentlich unakzeptabel war.

Sonne pur, angenehme Temperaturen und kaum Wind bei starker Konkurrenz sollten das möglich machen beim 32. real,-BERLIN-MARATHON. Knapp 130 Frauen und Männer waren am Start und begannen auf beiden Fahrbahnen ihren 2. Marathon in Berlin, und es sollte ein schnelles und spannendes Rennen werden, obwohl das Terrain wenig Möglichkeiten für Attacken und Absetzversuche bietet. Irgendwie lässt sich ein gerissenes Loch doch wieder zufahren und im Windschatten Kraft für die nächsten Versuche sammeln, auch eine Chance für die flach liegenden Fahrer der Kategorie B. So erreichte eine Fünfergruppe das Ziel - 15 Minuten nach den Rollis gestartet - fast gemeinsam mit Heinz Frei und Marcel Hug in ihren Rennrollstühlen.

Gut, dass es 3 Einlauftore gibt

Gut, dass es 3 Einlauftore gibt. Während die Rollis das Mitteltor wählten, teilten sich der Sieger der Handbiker, Wim Decleir aus Belgien, Max Weber - Kategorie B - aus dem Allgäu als 2. sowie Johan Reekers aus den Niederlanden und als 5. Norbert Mosandl (GER) das rechte Tor, während der Österreicher Elmar Sternath ganz links für sich eine bessere Chance auf eine gute Platzierung sah. Gemeinsam mit Johan Reekers teilt er sich den 3. Rang. Mit 1:13:32h fuhren sie 3 ½ Minuten schneller als der Sieger 2004.

An Dramatik nicht zu überbieten


Die nächste Gruppe mit den 2 ersten Frauen und 7 Männern kam mehr als 2 Minuten später ins Ziel. Die Dramatik war nicht zu überbieten, hatte doch die Niederländerin Monique van der Vorst, die Welt- und Europameisterin, alle Rennen seit drei Jahren für sich entschieden, so auch in Berlin im Vorjahr vor Andrea Eskau aus Apolda. Diesmal erwischte Andrea nicht nur das bessere Hinterrad, sie profitierte auch vom Pech der Niederländerin, die wegen eines umher irrenden Fotoreporters ihren Zielspurt unterbrechen musste. Der vorgebrachte Protest von Monique wurde an Ort und Stelle geklärt.

Der oberste Schiedsrichter Klaus Rüppel entschied

Der oberste Schiedsrichter Klaus Rüppel, der  das Geschehen im Auge hatte, gab dazu Auskunft. Keine Behinderung durch die Konkurrenz, damit keine Änderung der Einlaufreihenfolge, so seine Empfehlung zur Entscheidung. Unter der Rubrik „dumm gelaufen“ muss Monique van der Vorst ihren zweiten Platz akzeptieren, der ihr Selbstvertrauen aber nicht beeinträchtigen sollte und ihrer dreijährigen Dominanz keinen Kratzer beibringt. Nach Auskunft der Aktiven bedeutet die Zeit der Siegerin von 1:15:50h eine neue Weltbestzeit. Dritte wurde die Schwedin Monica Wetterström, die (zu) lange auf die Bestätigung ihrer Platzierung warten musste. Ist die Identifizierung durch das Kampfgericht doch bei diesen, leichtathletischen Bedingungen widersprechenden Einlaufgeschwindigkeiten äußerst schwierig.

Neue Weltbestzeit

Eine neue Weltbestzeit wird auch in der Kategorie A angenommen. Christoph Etzlstorfer (AUT), der in Berlin seit vielen Jahren und durch Siege im Rennrollstuhl der Klasse T2 bekannt ist, überfuhr den Zielstrich in fantastischen 1:28:05h.
Hier ist in der Szene der Handbiker noch Nachholbedarf. Es wird Zeit, dass sich die Organisation den statistischen Erfassungen stellt, damit intern sowie für Veranstalter und Medien autorisierte Angaben zur Verfügung stehen.

Dr. Reiner Piltz
 

Frauen (offene Kategorie):
1. Andrea Eskau (GER)  1:15:50
2. Monique van der Vorst  1:15:51 
3. Monica Wetterström (SWE) 1:24:38

Männer (offene Kategorie):
1. Wim Decleir (BEL)  1:13:32
2. Max Weber (GER)  1:13:32
3. Elmar Sternath (AUT) 1:13:33
    Johan Reekers (NED) 1:13:33
 

 


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