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18. ARQUE-Lauf: Kelkheim - Mainz am 13. November 2005 - MITMACHEN und unterstützen

17.248 €m oder der 80% - Marathon unter den TOP 100 in 2005

10.11.2005

Die Weltrekordstaffel mit Harald Hudak, Michael Lederer, Karl Fleschen und Thomas Wessinghage (von links) am 17. August 1977
© M.Lederer

18. ARQUE-Lauf: Kelkheim - Mainz am 13. November 2005 - MITMACHEN und unterstützen 18. ARQUE-Lauf: Kelkheim - Mainz am 13. November 2005 - MITMACHEN und unterstützen

Wir wiederholen einen Beitrag über den ARQUE-Lauf, den wir schon im März 2005 publizierten. Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit: Der 18. ARQUE-Lauf wird als Charity-Lauf veranstaltet. Der real,- BERLIN-MARATHON stellt schon immer zwei Freistarts als Ehrenpreise zu Verfügung. Michael Lederer, der Organisator des Laufes, ist bei diesem Lauf ebenso stark und erfolgreich engagiert, wie er das schon als Läufer in der Vergangenheit war:

Relativ ungewöhnlich ist das Leben von Michael Lederer verlaufen. Vom Spitzenleichtathleten zu einem Organisator einer ungewöhnlichen Laufveranstaltung. Am 17. August 1977 lief die 4 x 1.500 m Nationalstaffel mit Thomas Wessinghage, Harald Hudak, Michael Lederer und Karl Fleschen in Köln einen neuen Weltrekord in 14:38,8 – der heute immer noch Weltrekord ist.

Seine Bestleistungen sind: 800 m 1:48,1 (1980), 1000 m 2:20,3 (1977), 1500 m 3:36,8 (1977), 5000m 13:44,8 (1976) – Heute ist er 49 Jahre alt, verheiratet, 3 Kinder und lebt in Kelkheim/Ts.

Er ist beschäftigt bei PricewaterhouseCoopers.
Seit 17 Jahren steht er einer Veranstaltung vor, die außergewöhnlich ist:

Die ARQUE vertritt als eingetragener, gemeinnütziger Verein im Rhein-Main-Nahe-Gebiet die Interessen von Menschen mit angeborener Querschnittlähmung (Spina bifida) und Störung des Gehirnwasserkreislaufes (Hydrozephalus).

Der Verein wurde 1979 von Eltern gegründet , die die Zukunftsaussichten ihrer Kinder verbessern wollten. Er ist eine Vereinigung von Menschen mit Behinderung, deren Angehörigen, Fach- und Förderpersonen und Bereichsgruppe des ASbH-Bundesverbandes. Wir stellen im folgenden den außergewöhnlichen ARQUE-Lauf und seinen „Macher“ vor:

Spaß hatten sicherlich die meisten der 852 LäuferInnen, die am 17. ARQUE-Lauf (sprich: Arkwe) am traditionellen 2. Sonntag im November 2004 teilnahmen. Die Maßeinheit beim ARQUE-Lauf ist der Euro-Meter, der wiederum mißt 1,95583 m.
Alles in allem läuft man 17.248 €meter oder auch 33,735 km bzw. einen 80% - Marathon.

ARQUE heißt: ARbeitsgemeinschaft für QUErschnittgelähmte Menschen mit Spina bifida; also Menschen mit angeborener Querschnittlähmung.

Ein Weltrekordhalter als Organisator

Initiator des Laufes ist Michael Lederer (ASC Darmstadt/OSC Hoechst), mehrfacher deutscher Meister auf den Mittelstrecken und seit dem 17. August 1977 zusammen mit Thomas Wessinghage, Harald Hudak und Karl Fleschen noch aktueller Weltrekordhalter über 4 x 1500 m in 14:38,8 min. Mit Zeiten von 2:20,3 min (1.000 m) und 3:36,8 min (1.500 m) war er Ende der 70er Jahre gut positioniert und darüber hinaus Mitglied der Olympia-Mannschaft 1980 in Moskau.
Sein Sohn wurde mit einer Spina bifida geboren. Auf seinem Fuß-Weg vom Wohnort Kelkheim zum Krankenhaus in Mainz hatte Michael Lederer seinerzeit die Benefizlaufidee. Seit 1988 findet er nun statt, die Startgebühren der LäuferInnen sind eine Spende für die ARQUE.

Der real, - BERLIN- MARATHON ist mit dabei

Samstags findet ab 16.00 Uhr immer der sog. ARQUE-Run-Up statt. In der Schönwiesenhalle im Kelkheimer Stadtteil Ruppertshain treffen sich die Aktiven des nächsten Tages und sonstige FreundInnen der ARQUE und/oder des Laufes, um bei live gespieltem Jazz, Kuchentheke, Gärtnerinnenpfanne (Geschnetzeltes mit allerlei leckerem Gemüse) und einer großen Tombola alles auf den Tag X einzustimmen.
Wie jedes Jahr gab es wieder attraktive Preise, darunter diverse Marathon-Freistarts, teils mit und teils ohne Übernachtungsgutschein; darunter auch schon seit Jahren Freistarts beim real, - BERLIN-MARATHON.

 ...Wettkampf - was ist das?...

Während die Macher des Laufs schon sonntags ab 4 Uhr das Sportgelände „Am Reis“ in Kelkheim-Hornau unsicher machen, um letzte Vorbereitungen zu treffen, trudeln die ersten Läufer so gegen 7 Uhr ein - noch ist es dunkel, aber schon bald verspricht ein roter Streifen im Osten über Frankfurt einen sonnigen Tag.

Die x-te Teilnahme in der Dauerurkunde abstempeln lassen, T-Shirt (dieses Jahr blau, das scheint die Trendfarbe 2004 gewesen zu sein) abholen, Tasche auf den Gepäcklaster hieven – das sind die Startvorbereitungen, die man als Läufer treffen muß und dann heißt es nur noch „warten auf 8 Uhr“. Da der ARQUE-Lauf aber kein Wettkampf ist, sondern ein Spaßlauf sein sollte, kommt es gelegentlich auch vor, daß der Startschuss leicht verspätet knallt.

...ARQUE-Pacemaker - die Profis ...

Nach der ersten Gruppe, die sich im km-Schnitt von 4:30 min/km auf den Weg nach Mainz macht, erfolgt der Start der 4 folgenden Gruppen (die letzte läuft einen Schnitt von 6:30 min/km) genau im zweiminütigen Abstand. Der Startschuss erfolgt beim Simultan-Parallel-Start am Sportgelände „Am Reis“ und wird per Funk an den Sportplatz „Charlottenweg“, den 2. Startort, übertragen.

Für das jeweils richtige Tempo in den Laufgruppen zeichnen die erfahrenen ARQUE-Pacemaker der TuS Hornau, des MTV Kronberg und von Passtschon98 verantwortlich - alles Profis, die ihr Tempo auf die Sekunde halten. Bis km 12 hat man die Städte Kelkheim und Hofheim passiert und kommt an der Tankstelle bei Hofheim-Marxheim auf dem Weg nach Weilbach an die erste Verpflegungsstelle. „Verpflegungsstelle“ heißt beim ARQUE-Lauf:

Rund 5 min Pause, um Bananen zu futtern, diverse Flüssigkeit zu tanken und früher aufgenommene loszuwerden. Danach setzen sich die Gruppen wieder geschlossen in Bewegung.

...beim Landschaftslauf durch die „Flörsheimer Schweiz“...

Am Ende des Flörsheimer Stadtteils Weilbach beginnt der inzwischen auch schon zwei Jahre alte Teil der Strecke: man läuft durch den Regionalpark Rhein-Main, der sich zwischen Flörsheim und Mainz hinzieht. Vorbei an der neuen Flörsheimer Warte geht es durch die sog. „Flörsheimer Schweiz“ und immer am Main entlang Richtung Rhein und Mainz.

Beim ARQUE-Lauf heißt es seit 2002 nicht mehr „ein Kamel durch´s Nadelöhr bringen“, sondern „eine Gruppe Läufer durchs ARQUE-Öhr“ – unter einer Brücke wird es so eng, daß wirklich nur noch 2 Leute nebeneinander herlaufen können.

Der Regionalpark Rhein-Main ist touristisch sehr nett gestaltet, diverse Tafeln weisen auf alle möglichen Dinge hin, wie z.B. auch auf eine Hexenverbrennung im 18. Jahrhundert nahe der Flörsheimer Warte. Diese Schilder kann man allerdings während des Laufs nicht lesen, aber diese schöne Ecke Hessens eignet sich mit Sicherheit auch mal für einen Sonntagsausflug ohne Laufschuhe.

Durch die Weinberge läuft man zu km 26, wo die 3. Verpflegungsstelle (die 2. finden die ARQUE-Läufer bei km 20 vor) aufgebaut ist und nach dem obligatorischen Päuschen geht’s weiter Richtung Mainz.

„Erbarme - zu spät, die Hesse komme“

Durch Mainz-Kostheim und Mainz-Kastel führt die Strecke direkt zur Theodor-Heuss-Brücke, wo laut „Erbarme - zu spät, die Hesse komme“ intonierend Rheinland-Pfalz begrüßt wird. Noch 1 km und schon warten der Zieleinlauf und reichlich Verpflegung auf dem Mainzer Domplatz auf die hungrigen, durstigen, verschwitzten, müden und trotzdem größtenteils irgendwie auch entspannten Krieger. Einhellig ist man der Meinung:
DAS HAT WIEDER JEDE MENGE SPAß GEMACHT!

Der 18. ARQUE-Lauf wird am 13. November 2005 stattfinden
- und nachdem Manfred Steffnys „Spiridon“ den Lauf unter die Top 100 in Deutschland gesetzt hat, wird die 1.000-Teilnehmer-Schallmauer hoffentlich durchbrochen.

Weitere Infos:
www.arquelauf.de
(incl. Streckenprofil...es geht tendenziell bergab...)

Michael Lederer
MLederer01@aol.com
Tel (privat): 0619 5903 886
Fax (dienstl.): 0699 5851 539
Mobil: 0172-6726608

Gabi Leidner,
www.frau-werwolf.de

ARQUE-Lauf
www.arquelauf.de
17.248 €m (= 33.735 m = 80%-Marathon) von Kelkheim/Ts. nach Mainz


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