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Große Koalition und neue Bundesregierung pro Fusion

In Kürze werde es ein erstes Arbeitstreffen mit dem Bundesinnenminister geben, der bereits von April 1989 bis November 1991 in der damaligen Regierung Kohl das Innen- und Sportressort verantwortet hatte

30.11.2005

Die neue Bundesregierung unterstützt den organisierten Sport auf dem Weg zu neuen, modernen selbstverwalteten Strukturen. Das erklärte DSB-Präsident Manfred von Richthofen gegenüber Journalisten in Berlin.

„Der jetzige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und sein Amtsvorgänger Otto Schily sind übereinstimmend der Auffassung: Es kann für den Bereich des Spitzensports nur einen Gesprächspartner für alle Anliegen geben“, sagte der DSB-Präsident wörtlich. „Das betrifft die Anliegen der olympischen Verbände und geht bis hin zu besonderen Problemen der nichtolympischen Fachverbände.“ Der Nachwuchs-Hochleistungssport, der im Wesentlichen von Sport und Politik in den Ländern verantwortet wird, aber auch die Gleichstellung von Frauen im Leistungssport seien Felder, die genauso von einer effektiv arbeitenden gemeinsamen Sport-Dachorganisation vertreten werden, meinte von Richthofen.

Nur noch ein Gesprächspartner

Der DSB-Präsident: „Nur noch einen Gesprächspartner zu haben, das ist von Vorteil. Dadurch sparen auch politische Instanzen viel Zeit. Man bündelt nämlich seine Vorstellungen ganz anders und stimmt sie besser ab, wenn nur noch ein Gremium im Sport die Zuständigkeit für den Leistungssport hat. Das allein ist schon ein Fortschritt.“ Von Richthofen unterstrich, dass im Koalitionsvertrag von Union und SPD hierzu eine Anmerkung enthalten sei, „die deutlich genug zeigt: Die neue Bundesregierung hat ein Interesse an zeitgemäßen Strukturen. Das ist vorsichtig, aber deutlich ausgedrückt“.

"Wolfgang Schäuble ist ein wahrer Sportexperte“

Der DSB-Präsident erwartet, dass wegen der Finanznot der öffentlichen Hand künftig „härtere Gespräche“ über die Sportförderung des Bundes geführt werden müssten - „nicht etwa, weil wir nicht gut miteinander können, ganz im Gegenteil: Wolfgang Schäuble ist ein wahrer Sportexperte“. In Kürze werde es ein erstes Arbeitstreffen mit dem Bundesinnenminister geben, der bereits von April 1989 bis November 1991 in der damaligen Regierung Kohl das Innen- und Sportressort verantwortet hatte und zuvor jahrelang als CDU-Bundestagsabgeordneter Mitglied im Sportausschuss gewesen war.

Neuer Bundestags-Sportausschuss konstituiert sich am 30. November

Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages tritt am 30. November in Berlin zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Wie der designierte Vorsitzende, der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Peter Danckert, erklärte, werde die erste Arbeitssitzung am 14. Dezember durchgeführt. Den Sozialdemokraten war die Position nach innerfraktionellen Verständigungen, bei denen die Ausschuss-Vorsitze im Parlament nach dem sogenannten Zugriffsprinzip verteilt wurden, zugesprochen worden. Der promovierte Jurist wurde auf der letzten SPD-Fraktionssitzung nominiert.

In der vergangenen Legislaturperiode war der CDU-Abgeordnete Peter Rauen Vorsitzender des Sportausschusses, Peter Danckert amtierte als sein Stellvertreter. Der Sportausschuss wurde inzwischen aus wahlarithmetischen Gründen von 15 Mandaten auf 13 Positionen verkleinert. Je fünf Sitze stellen die Union und die Sozialdemokraten; FDP, Bündnis 90/Die Grünen und die Linkspartei entsenden jeweils einen Abgeordneten.

Quelle:

www.dsb.de


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