42. BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2015

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Stimmungsvolle Deutsche Cross-Meisterschaften auf der Lichtwiese in Darmstadt

Sabrina Mockenhaupt gewinnt Titel, Jens Borrmann feiert Comeback - Knapp 2000 Teilnehmer machten den „Deutschen Cross-Tag“ zu einem Event mit Topqualität – Lob und Anerkennung für das Konzept des ASC Darmstadt

30.11.2005

Start der Deutschen Cross-Meisterschaften 2005 im Darmstadt
© Kiefner Sportfoto

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Sabrina Mockenhaupt war die gefeierte und erwartete Siegerin im Frauenrennen um die Deutschen Meisterschaften auf der Darmstädter Lichtwiese. Die kleine Siegerländerin feierte einen Start-Ziel-Sieg vor rund 4.000 Zuschauern auf dem Areal der TU Darmstadt und zeigte sich des Lobes voll über die Atmosphäre und das „gesamte Drumherum“, wie sie es formulierte. Im Kampf um Rang zwei musste Susanne Ritter bis auf die Ziellinie hinein bangen, ehe der Gewinn einer weiteren Silbermedaille feststand.

Die „Ursache“ war Ulrike Maisch, die sich nach ihrer Absage beim Frankfurt Marathon vor vier Wochen mit einer eindrucksvollen Leistung wieder in der deutschen Spitze zurückmeldete. „Für mich war es ein super Rennen, besonders nachdem ich nach meiner Krankheit vor vier Wochen eine Woche überhaupt nicht trainiert habe“, zog sie ein zufriedenes Fazit. „Ich habe zwar noch versucht, Susanne Ritter auf der letzten Runde noch einzuholen, doch es hat nicht ganz gereicht.“ Die Saarbrückerin war zwar mit ihrem Ergebnis durchaus einverstanden, doch hätte sie gerne ein besseres Rennen gehabt: „Mir wäre natürlich ein Rennen lieber, bei dem ich nicht hinterherlaufen muss!“

Mocki“ als Hoffnungsträger nun auch für die EM in Tiburg

Freudestrahlend stand Sabrina Mockenhaupt im Ziel, die mit ihrem beherzten Rennen ihren vierten deutschen Meistertitel in diesem Jahr erreichen konnte. „Es war ein gutes Rennen bei toller Atmosphäre und guter Strecke. Zwar hatte ich nach den Schlagzeilen der letzten Tage heute morgen beim Aufstehen etwas Muffensausen, doch dann hat mich der Kick nach vorne getrieben. Ich wollte zeigen, dass ich gut laufen kann.“ Für Sabrina Mockenhaupt, Susanne Ritter und Ulrike Maisch ist der Start bei den Europameisterschaften im holländischen Tillburg beschlossene Sache. „Ich will versuchen, dort unter die Top 10 zu laufen und mit der Mannschaft ein gutes Ergebnis zu erzielen“, blickt „Mocki“ erwartungsvoll nach vorne.

Was sicherlich auch leicht untertrieben ist, denn bei der Cross-EM in Heringsdorf lief sie als Fünfte nur knapp an einer Medaille vorbei. Die international stets zuverlässig laufende Susanne Ritter peilt einen Platz unter den ersten Zwanzig an. Dahinter schob sich bereits mit Christina Mohr die Juniorinnenerste auf Rang vier vor und sollte ihren Start im EM-Team sicher haben.

Früherer ASC-Läufer Dominik Burkhardt souverän zum ersten Meistertitel!

Auf der Mittelstrecke der Männer setzte sich mit dem früheren ASC-Läufer Dominik Burkhardt der Lokalmatador durch, der von Beginn viel Druck auf dem schweren Parcours auf der Lichtwiese gemacht hatte. Der Seeheimer startet nach seinem Jurastudium in Jena inzwischen für den schwäbischen Verein LG Neckar-Enz. „Endlich“, jubelte Dominik Burkhardt, der durch frühere Starts auf der Lichtwiese mit gewiss großen Hoffnungen in das Rennen gegangen war. Im direkten Duell revanchierte sich der Vorjahresdritte gegen die knappe Niederlage seinerzeit in Bremen gegen den Titelverteidiger Jonas Stifel, der diesmal nur Dritter wurde. 

Darmstadt EM-tauglich

Nach den Schneefällen zwei Tage zuvor war die Strecke überwiegend schneebedeckt und weichte im Verlauf der Veranstaltung zusehends auf, somit echte Cross-Bedingungen bei strahlendem, Sonnenschein. Daher waren die Teilnehmer vom Ambiente in Darmstadt auch durchweg begeistert. Von der erstmals durchgeführten Passage durch das Festzelt war besonders Langstreckensieger Jens Borrmann vom SC DHfK Leipzig angetan. „Eine gute Idee, die man durchaus wiederholen kann.“ Auch Bundestrainer Detlef Uhlemann hält dies für eine originelle Idee: „Es war ein Gag für Läufer und Zuschauer, der aber keinen Einfluss auf den Verlauf des Rennens hatte.“ Auch ansonsten war Uhlemann begeistert von der Veranstaltung des ASC Darmstadt: „Es war ein richtig schöner Cross. Eine schöne Strecke, die zwar flach war, aber alles geboten hat, was ein Cross ausmacht.“ 

Angesprochen, ob solch eine Strecke auch EM-tauglich sei, antwortete er mit einem „Warum nicht?“. Diese hochgesteckten Visionen wurde im Kreise der DLV-Funktionäre auf der Lichtwiese durchaus ernsthaft diskutiert. „Wilfried Raatz mit seinem Team bekommt das hin. Es ist zwar eine flache Strecke, aber das gab es auch schon bei anderen Europameisterschaften“, bewertet der Bundestrainer die Leistungsfähigkeit der Organisation und das im Prinzip ideal gelegene Gelände unweit des Hochschulstadions. „Darüber möchte ich mir derzeit keine Gedanken machen. Ich bin zunächst einmal sehr glücklich, dass unser DM-Konzept aufgegangen ist und wir damit große Zustimmung erhalten haben. Kleinere Probleme sind bedauerlich, sollten uns aber auch verziehen werden. Uns ehrt natürlich ein derartiges Ansinnen!“ 

Eindrucksvolles Comeback für Jens Borrmann

Beeindruckt war Uhlemann auch vom Langstrecken-Rennen der Männer. „Jens Borrmann hat hier ein tolles Comeback gefeiert.“ Der Leipziger, zwei Jahre wegen Verletzung außer Gefecht, war denn auch sehr zufrieden: „Ich hatte mir schon ausgerechnet, hier zu gewinnen.“ Der zweite Platz ging überraschend an Oliver Mintzlaff, der schon mehrfach seinen Rücktritt vom Leistungssport angekündigt hatte, aber immer wieder mit großem Einsatz in der deutschen Spitze mitmischt. „Mein Hauptfokus liegt wegen meines Jobs bei Puma nicht mehr auf dem Laufen, doch ein tägliches Training mit einigen Tagen mit doppelten Einheiten scheint für die deutsche Spitze zu reichen. Besonders freue ich für Jens, der so lange verletzt war.“ Mit diesem lieferte es sich und den Zuschauern ein spannendes Rennen, die trotz kühler Witterung mit einem knappen Zieleinlauf entschädigt wurden.

Der Puma-Manager ist immer für eine Schlagzeile gut, nachdem er vor drei Jahren in der ersten Runde des Darmstadt-Cross einen Schuh verloren hatte und am Ende mit einem Schuh noch Vierter werden konnte. Nachdem Mintzlaff lange Zeit auf Rang vier gelegen hatte, kämpfte er sich nach vorne und am Ende trennten ihn nur zwei Sekunden vom Meistertitel. „Die zwei Sekunden hätte ich gerne noch rausgeholt, doch ich gönne es Jens.“  Der zumeist für das Tempo sorgende Sebastian Hallmann „schwächelte“ ausgerechnet in der Schlusspassage, deshalb reichte es für ihn lediglich zu Bronze.

Heerschau im Nachwuchsbereich beeindruckt

Große Teilnehmerfelder beim Nachwuchs und den Masterskategorien kennzeichneten aber auch das Interesse an diesen Titelkämpfen, die sicherlich auch durch die zentrale Lage Darmstadts begünstigt waren. Durch das kompakte Wettkampfprogramm gab es interessante Quervergleiche zwischen den Aktiven- und Juniorenklassen, aber bei den Jugendlichen. So überraschte nach ihrem Coup im 10 km-Straßenlauf die 16jährige Daniela Oemus als B-jugendliche ihre zum Teil drei Jahre älteren Konkurrentinnen auf der 4000 m-Strecke mit ihrem Sieg in 13:06 Minuten vor Ingalena Heuck (13:08), die Erste der A-Jugend. Bei der männlichen B-Jugend irritierte der unverkennbar äthiopischen Wurzeln entstammende Roba Musa die Konkurrenz, der das Rennen in 15:32 Minuten gewinnen konnte, aber den Titel sicherte sich der Leverkusener 800 m-Spezialist Robert Schembera als Einlaufzweiter mit zwei Sekunden Rückstand. Ein spannendes A-Jugendrennen gewann Christian Glatting vor Falko Zauber, dem Sohn des Nachwuchs-Bundestrainers Lutz Zauber, und Johannes Raabe.

Große Starterfelder charakterisierten das Interesse des jüngsten Nachwuchses am Crosslaufen. So waren nahezu alle Wettbewerbe mit über 100 Kindern der Altersklassen von 9 bis 15 Jahren besetzt. Bei den 14- und 15jährigen ermittelte zudem der DLV in einer einzigartigen Heerschau die besten Nachwuchsläufer, durch die Teilnahme von Auswahlmannschaften aus 16 Landesverbänden konnte man auch hier von einer „deutschen Meisterschaft“ sprechen. Integriert zudem auch unter lokalen Aspekten die Schulmeisterschaften der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg.


Wilfried Raatz: Dank an alle Helfer und Sponsoren des „Deutschen Crosstages“

„Mein Dank gilt meinem Team, das sich dieser einzigartigen Herausforderung gestellt und einen glänzenden Job gemacht hat. Die vielen Helfer des ASC Darmstadt und des Lauftreff Darmstadts hatten in jeder Phase der Veranstaltung die Übersicht und haben durch ihr Engagement dazu beigetragen, dass diese Deutschen Meisterschaften Zeichen gesetzt haben. Die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Sportamt der Stadt Darmstadt und dem Hochschulsportzentrum der TU Darmstadt war ebenso Garant für das Gelingen dieses „Deutschen Crosstages“, wie Hessens Innenminister Volker Bouffier die Heerschau des deutschen Laufsports bezeichnet hat.

Nicht zuletzt dürfen wir uns als Organisatoren für die kooperative Zusammenarbeit mit dem Hessischen Leichtathletik-Verband bedanken und den Sponsoren Merck, HSE/ Entega, Darmstädter Echo und Darmstädter Privatbrauerei für ihr tatkräftiges Engagement, ohne deren Mittun eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht finanzierbar gewesen wäre“, zog Wilfried Raatz nach einem ereignisreichen Tag auf der Darmstädter Lichtwiese für die Organisation ein erstes Fazit.  "Insbesondere gilt unser Dank unserem langjährigen Partner Nike, der sich sowohl bei der Ausgestaltung der Veranstaltung mit Inflatables, dem für die Moderation und Siegerehrung bereitstehenden Truck sowie umfassendem Equipment in hohem Maße engagiert hat. Damit erst hat diese deutsche Meisterschaft einen exzellenten Rahmen erhalten, der in punkto Funktionalität und Optik ebenso ein besonderes Zeichen setzen konnte


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