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Kelly Holmes beendet erfolgreiche Karriere

06.12.2005

Kelly Holmes bei ihrem größten Triumph bei den Olympischen Spielen von Athen 2004
© Victah Sailer

Kelly Holmes hat am Dienstag bekannt gegeben, dass sie ihren Commonwealth-Titel über die 1.500 Meter nicht verteidigen wird. Außerdem gab sie den Rücktritt von ihrer herausragenden Karriere bekannt. Die 35-jährige Doppel-Olympiasiegerin aus Großbritannien, die in Athen 2004 die 800 m sowie die 1500 m gewann, hatte schon immer geplant, bei den nächsten Commonwealth-Games, die in Melbourne im nächsten März stattfinden, ihre Karriere zu beenden.

Während einer Pressekonferenz in London sagte Kelly Holmes: „Das war eine sehr harte Entscheidung für mich – die Spikes an den Nagel zu hängen, ist ein großer Schritt. Ich hätte gerne in Melbourne teilgenommen, aber die Zeit ist für mich gekommen, nach vorne zu schauen und ein paar Sachen zu beginnen, die mir angeboten wurden.“

Holmes gab zu, dass ihr, nachdem sie fast ein Jahr mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, am Ende die Entscheidung, den Sport zu beenden, nicht sehr schwer gefallen sei: „Ich habe in meinem Leben alles erreicht was ich wollte”, sagte Holmes. „Ich möchte das nicht mehr weitermachen. Ich habe alles im Sport erreicht, und ich muss keinem mehr etwas beweisen, auch nicht mir. Ich habe das erreicht, wovon andere noch träumen. Es war eine harte Zeit, mit Höhen und Tiefen“, sagte Holmes, die in den letzten zehn Jahren mit einigen schweren Achillessehnen-Problemen zu kämpfen hatte.

"In Melbourne hätte ich mich in eine Position gebracht, in der ich nicht alles geben könnte, da man sich bezüglich Verletzungen nie sicher sein kann. Ich habe die Commonwealth-Games schon zweimal gewonnen und einmal eine Silbermedaille (über 1.500 m in Kuala Lumpur 1998) und ich hatte keine Ambitionen, noch einmal Commonwealth-Sieger zu sein.“

"Ich werde mich nun 100-prozentig meiner neuen Karriere widmen, und ich glaube, ich kann dabei helfen die Menschen, besonders die Kinder, mit dem Sport in Verbindung zu bringen.“ Kelly Holmes könnte sich auch vorstellen, als Senior-Botschafterin beim internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) zu arbeiten.

Der IAAF-Präsident Lamine Diack brachte seine Bewunderung über Holmes weltweiten Einsatz zum Ausdruck. „Ich glaube, Kelly Holmes wird nun eine Legende unseres Sports sein“, sagte Diack, der ungeduldig auf ihren Rücktritt gewartet hatte, bevor er ihr vorschlug, eine Schlüssel-Botschafterrolle zu übernehmen. „Was besonders beeindruckend ist, ist der Verlauf ihrer Karriere mit ihren vielen Verletzungen und Niederlagen in den ganzen Jahren. Und dann, bei ihren letzten Olympischen Spielen, kommt sie und gewinnt zwei olympische Goldmedaillen. Das war ein sensationeller Erfolg, der mir die Schönheit der Leichtathletik zeigt. Mit Courage und Zielstrebigkeit hielt sie immer am Geist der Leichtathletik fest“, fügte Lamine Diack hinzu. „Aus diesem Grund hoffe ich, nachdem sie jetzt zurückgetreten ist, dass sie eine unserer Botschafterinnen bei der IAAF wird. Sie hat alles, was man braucht, um eine Vorbildfunktion für die neue Athleten-Generation zu sein.”

David Martin

 


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