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Schulsport hat Bedeutung für ein lebenslanges Sporttreiben

Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des Schulsports

15.12.2005

Der real,- BERLIN-MARATHON fördert den Schul- und Jugendsport - hier beim MINI-MARATHON der Schulen 2005
© camera 4

Schulsport hat Bedeutung für ein lebenslanges Sporttreiben Schulsport hat Bedeutung für ein lebenslanges Sporttreiben Schulsport hat Bedeutung für ein lebenslanges Sporttreiben

 Der Deutsche Sportbund (DSB) und die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) veranstalteten unter Beteiligung der Sportministerkonferenz (SMK) in Karlsruhe die zweite gemeinsame Fachtagung zum Thema „Perspektiven des Schulsports“.

DSB-SPRINT-Studie über die Situation des Schulsports 

Aktueller Anlass hierfür waren der im Juli 2005 vorgelegte Endbericht der DSB-SPRINT-Studie über die Situation des Schulsports in Deutschland sowie die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz zum Schulsport und zu seinen Perspektiven. Ziel der Tagung war, konkrete Handlungsfelder für die Weiterentwicklung des Schulsports aufzuzeigen.

Unterstützung für Begabte und Förderung für Schwächere

Im Rahmen der Tagung wurde die aktualisierte gemeinsame Erklärung über „Die Bedeutung des Schulsports für lebenslanges Sporttreiben“ unterzeichnet. Sie ist eine Weiterentwicklung der Erklärung aus dem Jahre 2000, die insbesondere um die Punkte Leistungssport und Aussagen zum Stellenwert des Schulsports beim weiteren Ausbau von schulischen Ganztagsangeboten ergänzt wurde. „Ich bin froh darüber, dass es der Kultusministerkonferenz, dem Deutschen Sportbund und der Sportministerkonferenz wiederum gelungen ist, sich auf gemeinsame Einsichten und Ziele zu verständigen“, betonte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Ministerin Prof. Dr. Johanna Wanka. „Wichtig ist dabei besonders, dass leistungsstarke und besonders begabte Schüler und Schülerinnen entsprechend unterstützt, aber auch Schwächere oder am Sport weniger Interessierte gefördert werden“, so die Präsidentin.

Noch Verbesserungsbedarf

Auch wenn auf vielen Feldern des Schulsports noch Verbesserungsbedarf bestehe, wie dies die DSB-SPRINT-Studie offenbarte, äußerte sich der Präsident des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen, - in Karlsruhe vertreten durch Vizepräsident, Ulrich Feldhoff - zuversichtlich, gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz und mit Unterstützung der Sportministerkonferenz - bei realistischer Einschätzung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen - Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des Schulsports aufstellen zu können. „Die erneute Unterzeichung einer gemeinsamen Erklärung unterstreicht dabei unser Vorhaben.“

Beitrag zur Erfüllung überfachlicher Bildungs- und Erziehungsaufgaben

Bremens Sportsenator Thomas Röwekamp, Vorsitzender der Sportministerkonferenz der Länder, - vertreten durch die Staatssekretärin des Innenministeriums des Landes Hessen, Oda Scheibelhuber - unterstrich die wichtige Bedeutung der Fachtagung für den Schulsport und wies darauf hin, dass sich die Sportministerkonferenz auf Grund der Erkenntnisse des 1. Deutschen Kinder- und Jugendsportberichts ebenfalls mit der Sport- und Bewegungswelt von Kindern und Jugendlichen befasse. „Angesichts der jüngsten, teilweise ernüchternden Untersuchung zur motorischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen begrüße ich es außerordentlich, dass die Bereiche Sport und Schule zukünftig hier noch enger zusammenarbeiten werden als bisher“, so der Vorsitzende der Sportministerkonferenz.

Eigenverantwortliche lebensbegleitende sportliche Betätigung

Nach Überzeugung der Unterzeichner hat der Sportunterricht in gleicher Weise, wie er sportlich weniger talentierten und an Sport weniger interessierten Kindern und Jugendlichen Wege für eine eigenverantwortliche lebensbegleitende sportliche Betätigung aufzeigt. Auch die Verpflichtung, sportlich besonders interessierte und talentierte Kinder und Jugendliche zu fördern und zu fordern. Mit seinen spezifischen Aufgaben und Möglichkeiten kann der Sportunterricht einen besonderen Beitrag zur Erfüllung wichtiger überfachlicher Bildungs- und Erziehungsaufgaben der Schule (z. B. zur Gesundheitsförderung, zum sozialen Lernen, zur Erziehung zur Leistungsbereitschaft, zur Werteerziehung) leisten.

Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass die Schule insgesamt die Aufgabe hat, die Bereitschaft und Fähigkeit zum lebenslangen Lernen zu fördern. Der Beitrag des Schulsports hierzu ist, Kinder und Jugendliche anzuregen und zu befähigen, bis ins hohe Alter ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und ihre Gesundheit durch regelmäßiges Sporttreiben zu erhalten. Damit wird die große Bedeutung und hohe Verantwortung des Schulsports für den Einzelnen und für die Gesellschaft deutlich.

Bandbreite reicht vom übergewichtigen Kind bis zum Olympiateilnehmer

Neben dem Kernbereich des Schulsports, dem Sportunterricht, gewinnt wie auch der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, Ingo Weiss, in Karlsruhe betonte - die zweite Säule des Schulsports, der außerunterrichtliche Bereich, zunehmend an Bedeutung. Freiwillige Sportgemeinschaften, Schulsportfeste der einzelnen Schulen und Schulsportwettbewerbe bieten seit langem ein breites Angebot. Hier wird insbesondere auf die „Bundesjugendspiele“ und den Bundeswettbewerb der Schulen JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA mit seinen jährlich etwa 900.000 Teilnehmern hingewiesen.

Zusätzliche Entwicklungs- und Gestaltungschancen für den Schulsport 

DSB-Vizepräsident Ulrich Feldhoff stellte die Bedeutung der strategischen Partnerschaft zwischen Schul- und Vereinssport am Beispiel der Eliteschulen des Sports dar und machte deutlich, dass die Bandbreite des Schulsports vom übergewichtigen Kind bis zum Olympiateilnehmer reicht. Durch vielfältige Kooperationsformen zwischen Schulen und Sportvereinen werden zusätzliche Entwicklungs- und Gestaltungschancen für den Schulsport erschlossen und damit auch die Möglichkeiten einer örtlichen Vernetzung gestärkt. Im Zuge des Ausbaus ganztägiger Angebote gewinnt diese Zusammenarbeit - auch vor dem Hintergrund der verbesserten Talentsichtungsmöglichkeiten - zunehmend an Bedeutung und bietet die Chance für entsprechende Synergieeffekte. Hier sind vor allem die Partner vor Ort gefragt.

Quelle:

www.dsb.de


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