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Der Berglauf der zum Silvesterlauf wurde - und schließlich zum "Pfannkuchenlauf"

Früher eine Torte für die Sieger - jetzt Pfannkuchen für alle

30.12.2005

Ausschreibung des 1. Berliner Berglaufes im Januar 1977 - ausgefallen wegen Glatteis!
© hme

Der Berglauf der zum Silvesterlauf  wurde - und schließlich zum "Pfannkuchenlauf" Der Berglauf der zum Silvesterlauf  wurde - und schließlich zum "Pfannkuchenlauf" Der Berglauf der zum Silvesterlauf  wurde - und schließlich zum "Pfannkuchenlauf" Der Berglauf der zum Silvesterlauf  wurde - und schließlich zum "Pfannkuchenlauf"

Der Berliner Silvesterlauf feiert am Sonnabend sein 30-jähriges Jubiläum. Dieser Lauf war zunächst gar nicht als Silvesterlauf vom Veranstalter SCC geplant.
Der damalige Vorsitzende der Leichtathletikabteilung Horst Milde und der Trainer der Langstreckler Heinz Uth wollten für die vielen Mittel- und Langstreckler des Vereins eine schwierige Trainings- und Wettkampfgelegenheit anbieten:
Einen Lauf, der sportliche Anforderungen stellt und die winterliche Trainingsarbeit unterstützen sollte, denn es gab im Verein damals 48 Marathonläufer/innen die alle unter 3:30 liefen.

1. Berliner Berglauf im Januar 1977

Am Sonntag, dem 23. Januar 1977 sollte der 1. Berliner Berglauf über den Teufelsberg (ca. 118 Meter hoch) mit Streckenlängen von 20 und 15,6 Kilometer und 6,8 Kilometer  für Frauen stattfinden.
In der Ausschreibung hieß es schon prophetisch „Bei Eis und Schnee sind die Wege nicht gestreut. Kletterschuhe, Eispickel und Lawinenschnur erschweren allerdings das Laufen“!
Kletterschuhe und Eispickel hätte man wahrscheinlich sogar gebrauchen können, denn als die Organisatoren 23. Januar 1977 früh um 10.00 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Mommsenstadion den Lauf starten wollten, waren Straßen und die Laufflächen von einer dicken glänzenden Eisschicht überzogen – jeder der laufen wollte, lag sofort auf der Erde.
Das Rennen wurde komplett abgesagt – und auf Sonnabend den 12. März 1977 um 15.00 Uhr verschoben. 

März 1977

An diesem Sonnabend gab es vorfrühlingshafte Temperaturen mit 12 Grad und es war trocken. 180 Teilnehmer fanden sich ein.
Sieger des 20 km  Laufes wurde Inge Simonsen, ein in Berlin studierender Norweger, der mit 1:04:04 über die 20 Kilometer gewann vor Mathias Einert (beide SCC) in 1:07:29.
Inge Simonsen war in nachhinein ein sehr interessanter und erfolgreicher Läufer, er gewann 1981 in Zeitgleichheit mit Dick Beardsley den 1. London-Marathon.
Den Lauf über 15,6 km gewann Horst Schuller-Lenz (vereinslos) - ein Berliner Lauf- und Organisationsoriginal und den Frauenlauf Annegret Menge (SCC) in 30:36.0.

Die Sieger erhielten jeder eine Torte.

Da der Lauf so gut von den Läufern angenommen wurde der 2. Berliner Berglauf noch einmal im gleichen Jahr, nämlich am 31. Dezember 1977 durchgeführt – aber in Klammern wurde schon der Begriff (Sylvesterlauf - mit y) hinzugefügt – und als Ehrenpreise für die ersten Dreißig gab es je einen Pfannkuchen und die Letzten erhielten einen ROLLMOPS! Die Sieger ganze Torten.

Auch den 2. Berliner Berglauf am 31.12.1977 gewann Inge Simonsen (1:05:24) vor Mathias Einert und Claus Rathjen (NSF). 350 Teilnehmer stellten sich den Anforderungen. Es wehte damals ein Wind mit der Stärke 8, sodaß es sehr schwierig war dagegen anzukämpfen un die Zeiten der Premiere vom März zu verbessern. Hans-Dieter Richter und Fritz Orlowski ("Bubi") hatten die bis heute - an diesem Tag - nicht leichte  Aufgabe die Strecke in Ordnung zu bringen, sodaß alles noch belaufbar war. An einem Silvestertag ist an einer Laufstrecke nie etwas "normal"!

„Pfannkuchenlauf“

Der Silvesterlauf mutierte dann namentlich zum „Pfannkuchenlauf“, denn der Veranstalter und Organisator Milde hatte schließlich eine Bäckerei-Konditorei in Tempelhof – aber ab jetzt bekam JEDER Teilnehmer im Ziel  die süße Berliner Spezialität gefüllt mit Pflaumenmus und bestreut mit Puderzucker - allerdings gab es auch immer einige Pfannkuchen, die mit Senf gefüllt waren. Mit Böllern wurde oft gestartet, allerdings versagten die Knaller oft im Schnee oder im Regen. Des öfteren bekamen auch die Schnellsten, die über die Radarstation der Amerikaner den Drachenfliegerberg als Erste erklommen einige Flaschen Sekt zur Belohung - allerdings erst nach dem Zieldurchlauf.

Immer gab es die winterlichen Einbrüche:

Am 31.12.1978 war es ein Schneetreiben mit 20 cm Neuschnee mit minus 18 Grad und Windstärke 8 – doch es wurde gelaufen.
Die Läufer die Bärte hatten, kamen mit  langen Eiszapfen an ihren Bärten ins Ziel – und ihre Fotos zierten am nächsten Tag die Titelseiten der Zeitungen. 1981 gab es beim gesamten  Lauf Dauerregen, auch das war kein Hinderungsgrund um am Lauf teilzunehmen.

Im Jahr 2001 konnte der Lauf nicht den Teufelsberg queren, da die Bergauf- und Bergabpassagen zu vereist waren, es gab dafür eine veränderte Strecke unterhalb des Berges. Es gab da zwar nicht den sonst üblichen schönen Panoramablick vom Berg über die Stadt, aber die Ersatzstrecke forderte den Teilnehmern auch einiges ab.

Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen nahm mehrfach am Silvesterlauf teil und wählte immer die längste angebotene Strecke - am Ziel wurde das Ereignis mit seinen Trainingskameraden und den Bodyguards zünftig begossen!

Änderungen bei Startzeiten und Streckenlängen

Veränderungen gab es bei den Startzeiten, von der früher üblichen 14.00 Uhr Startzeit wechselte man jetzt auf 12.00 Uhr, davor gibt es schon seit einigen Jahren eine Kostümprämierung, mit einer immer größer werdenden Beteiligung.

Die Beteiligung ist den von 180 Läufern im Jahr 1977 auf jetzt durchschnittlich 1.700 - rd.  2.000  Läuferinnen und Läufer gestiegen - mehr gehen auch gar nicht auf die teilweise schmalen Wege vor/auf/neben dem Teufelsberg.

Von den 20 km und 15,6 km ist man jetzt auf knapp 10 Kilometer als längste Strecke geschrumpft - geblieben sind die Pfannkuchen, die jeder im Ziel erhält (und die Rollmöpse für die LETZTEN).


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