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Fußball-Schiedsrichter Markus Merk: Laufen ist purer Spaß

15.01.2006

Dr. Markus Merk
© privat

Der prominente Fußball-Schiedsrichter Dr. Markus Merk ist ein begeisterter Läufer. Hier erklärt der international erfolgreiche Referee, was ihn am Laufsport fasziniert:

Glauben Sie, meine Damen und Herren, als Schiedsrichter habe ich schon viele geschockt. Natürlich werden Sie sagen: Spieler, Trainer, Zuschauer, bleibt ja nicht aus! Sicher, aber ganz besonders erinnere ich mich an die ersten Begegnungen mit meinen Schiedsrichterkollegen auf der Laufbahn bei unseren Leistungstests, als diese dem Läufer Markus Merk begegneten. Diese Gesichter hätten Sie sehen müssen. „Ein neuer Typ Schiedsrichter“ oder „Schiedsrichter als Leistungssportler“ sollten die Sportzeitungen ein paar Jahre später, nach meinem Aufstieg 1988 in die Bundesliga, diesen neuen Typ charakterisieren. Heute müssen Schiedsrichter Leistungssportler sein und werden im Spitzenbereich permanent leistungsdiagnostisch überprüft. Der Schiedsrichter ist der Akteur mit dem größten Laufpensum auf dem Platz, zwischen 11 und 12 Kilometer. Für einen Marathonläufer erscheint dies wenig, die Intervallbelastung bei einem Spiel in Bundesliga oder international ist allerdings hoch.

Ich hatte großes Glück. Mit meiner Grundfitness hatte ich einen unerkannten Wettbewerbsvorsprung und ich habe ihn heute noch. Während andere, Training als ein Muss ansehen, darf ich trainieren, darf ich laufen gehen. Ich war schon immer ein Läufer. Meinen ersten Marathon bin ich (verbotenerweise) mit 14 Jahren gelaufen. Damals im bergigen Schwarzwald beim Hornisgrinde-Marathon. Es sollten viele Städte-, Berg- und im Winter legendäre Skimarathons folgen. Oft organisiere ich aber auch meine eigenen langen Läufe, in den Bergen oder in meiner Heimat, der Pfalz. Touren, die Genuss und Abenteuer in sich haben und anschließend zur Gemütlichkeit einladen. Für mich ist Laufen ganz einfach purer Spaß. Nie waren Zeiten für mich entscheidend, die komplexe Selbsterfahrung und die Erlebnisse mit Gleichgesinnten standen und stehen immer im Vordergrund.

Klasse auch deshalb, weil es immer und überall ein einfacher Sport ist. Was braucht man schon? Wenig Klamotten, ein paar Laufschuhe, wenn möglich ein paar Lauffreunde, einen Schritt zur Überwindung des inneren Schweinehundes und schon bist du auf deinem glücklichen Weg in die Natur und der frischen Luft. Apropos Schuhe. In den Anfangsjahren hatten wir auch da ein Problem weniger. Der mit den drei roten Streifen, Modell Vienna für 42,90.- (DM versteht sich) oder dann das um ganze 7 Mark teurere Modell Rom, der mit den drei blauen Streifen. Da haben sich die Zeiten kräftig gewandelt.

Laufen und der Sport insgesamt, sind für mich neben der eigenen Familie und dem Glauben die größte Energiequelle, eine Basis für Belastbarkeit für die vielen Anforderungen des privaten und beruflichen Lebens, Wellness für Leib und Seele. Entspannen, die Belastungen des Tages abstreifen, in seinen Körper hören. Nach schweren Arbeitstagen, besonders am Tag nach einem Spiel kann ich beim morgendlichen Regenerationslauf das Erlebte bestens verarbeiten und selbstkritisch analysieren. Dies, liebe Läuferinnen und Läufer, sind und können nur ein paar meiner guten und persönlichen „deshalb-laufe-ich“-Gründe sein.    DR. MARKUS MERK


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