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Deutsche Laufmisere: Urlaub statt Training

Es fehlt in manchen Disziplinen nicht mehr viel zur Kategorie "ambitionierter Freizeitsportler"

01.03.2006

Ohne einen einzigen Läufer werden die deutschen Leichtathleten bei den Hallen-Weltmeisterschaften Ende der kommenden Woche in Moskau an den Start gehen. Im 16-köpfigen Team bleiben die möglichen Startplätze von 800 m bis 3.000 m unbesetzt. Dies zeigt einmal mehr, wie schlecht es um den deutschen Laufbereich bestellt ist. Zwar hatten Jan Fitschen (3.000m) und Stefan Eberhardt (1.500m) die Normen erreicht, sie wollen sich jedoch langfristig auf den Sommer mit der EM in Göteborg vorbereiten und verzichteten auf den WM-Start.

Mallow: "Im Laufbereich blicke ich optimistisch in Zukunft ..." ??? 

Nach den Deutschen Hallen-Meisterschaften überraschte der deutsche Cheftrainer Jürgen Mallow mit der Aussage: „Im Laufbereich blicke ich optimistisch in die Zukunft. Über die Mittelstrecken habe ich gute Rennen mit jungen Athleten gesehen.“ Es hat sich jedoch nichts geändert an der Tatsache, dass die besten deutschen Mittelstreckler der Weltspitze weit hinterherhinken.

"Ganz  hohes Niveau ..." ?

Zudem bescheinigte Mallow dem 3.000-m-Sieger von Karlsruhe, Jan Fitschen (TV Wattenscheid), „ein ganz hohes Niveau“. Er war 7:53,14 Minuten gelaufen. Zum Vergleich: Die Jahresweltbestzeit steht bei 7:33,07 Minuten. Das wäre ein Abstand von deutlich über 100 Metern. Doch es gab noch ein zweites verbales ,Highlight’ in Karlsruhe. Nach seinem 800-m-Sieg in drittklassigen 1:48,34 Minuten sagte René Herms (Asics Pirna): „Mehr war heute einfach nicht drin. Ich habe leider zwischen Weihnachten und Silvester zu einem ungünstigen Zeit Urlaub gemacht. Das war nicht gut für das Training.“

Es fehlt in manchen Disziplinen nicht mehr viel zur Kategorie ,ambitionierter Freizeitsportler’.


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