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German Road Races-Förderpreise an Julia Viellehner und Tom Scharff

Gemäß der GRR Richtlinien sollen talentierte junge Läuferinnen und Läufer gefördert werden

05.03.2006

Julia Viellehner - ausgezeichnet mit dem GRR-Förderpreis 2005
© Kiefner

German Road Races-Förderpreise an Julia Viellehner und Tom Scharff German Road Races-Förderpreise an Julia Viellehner und Tom Scharff German Road Races-Förderpreise an Julia Viellehner und Tom Scharff

 

Die Interessengemeinschaft der deutschen Straßenlauf-Veranstalter German Road Races (GRR) vergibt bei den Lauf-Großereignissen des Frühjahres 2006 den GRR-Förderpreis an die beiden Nachwuchsläufer Julia Viellehner (TSV Winhöring) und Tom Scharff (Schweriner SC). Gemäß der Richtlinien sollen talentierte junge Läufer mit internationalen Perspektiven unterstützt werden. Der Förderpreis ist mit jeweils 500 € ausgestattet und soll zur Finanzierung von Trainingslagern und physiotherapeutischen Begleitmaßnahmen zur Verfügung stehen.

Hier die Kurzportraits der beiden GRR-Preisträger 2005.   

J u l i a    V i e l l e h n e r  

Mit Vierzehn stand sie vor der Wahl, entweder im Schwimmen oder im Laufen ihre sportliche Laufbahn fortzusetzen. Bei den bayerischen Meisterschaften kam sie über 100 m Brust nicht über Rang 30 hinaus, im Crosslauf hingegen wurde sie sogar Dritte. Damit waren die Würfel gefallen. Einen Schritt, den die 21jährige aus Winhöring nahe Altötting bislang keineswegs bereuen musste.

Schließlich überraschte sie als deutsche Junioren-Crossmeisterin 2004 in Bremen („unbestritten mein emotionaler Höhepunkt bislang“), rechtfertigte ihre Nominierung für die Cross-EM in Heringsdorf wenige Wochen später mit einer soliden Leistung innerhalb des Frauenteams und knüpfte 2005 daran nahtlos mit einer ordentlichen Leistung im Mini-Team des DLV bei den Cross-Weltmeisterschaften in St. Etienne-Galmier und vor allem als Frauendritte und Juniorenmeisterin bei den 10 km-Titelkämpfen in Otterndorf mit einer Spitzenzeit von 33:48 Minuten an. Bis eine Verletzung einen Großteil der Saisonplanung zunichte machte.

Abi hat oberste Priorität 

Mit einer feinen Leistung kehrte die Abiturientin mit den Leistungskursen Mathematik und Biologie Anfang Februar 2006 in die Szene zurück: Aus dem Stand heraus gewann sie in Neukirchen den Cross-Ländervergleich gegen England, Holland und die Schweiz.
„Mein Ziel sind die deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Herten, dann hat erst einmal das Abi oberste Priorität!“ gesteht Julia Viellehner, die aus einer Lauffamilie stammt und gerne einmal eine „zweite Laufeinheit“ mit ihrer Mutter, einer ambitionierten Marathonläuferin, absolviert. Das stark Ausdauer orientierte Training mit Wochenumfängen bis zu 140 Kilometern plant sie eigenständig („ich bin Autodidakt“) und stimmt dieses letztlich mit „Mama“ ab. „Das bringt für mich viele Vorteile. Wenn es bei mir gut läuft, dann plane ich kurzerhand um und mache zum Beispiel einen Tempodauerlauf!“

Straße und Halbmarathon 

Julia Viellehner sieht ihren Weg vorgezeichnet in Richtung Straße und Halbmarathon. „In vielleicht fünf Jahren auch dann gerne Marathon“. Nach dem Abitur möchte sie gerne ein Stipendium in den USA annehmen, um „etwas auszuprobieren“, wie sie den Sprung über den großen Teich vielsagend umschreibt.

T o m   S c h a r f f

Auch der Schweriner gehört zum Jahrgang 1985. Seinen Aufstieg in die erste Reihe der deutschen Nachwuchs-Langstreckler hat Tom Scharff alleine Erfolgscoach Dieter Conrad, der bereits Athletinnen wie Birgit Jerschabek oder Manuela (Veith) Zipse betreut hat, zu verdanken. Nach ersten Erfolgen bei Schul-Crossläufen nahm sich Conrad dem Talent an, das bereits nach einem Jahr systematischem Training als 3000 m-Sechster bei B-Jugendmeisterschaften überzeugen konnte. 2004 stand Tom Scharff als deutscher 10 km-Meister unverhofft in Bad Liebenzell sogar auf dem Siegertreppchen, mit 31:02 Minuten („eigentlich bin ich dabei nur auf Sieg gelaufen“,) zudem in einer Klassezeit.

Dreimal Bronze 

Unter Conrads Fittichen entwickelte sich Tom Scharff trotz Abitur auch 2005 weiter, im ersten Juniorenjahr wurde es dreimal Bronze mit wiederum einer beträchtlichen Steigerung auf der 10 km-Distanz auf nunmehr 30:32 Minuten. „Auf den längeren Strecken geht die Entwicklung doch in erster Linie über Trainingsalter und Erfahrung“, blickt Tom Scharff bereits in die Zukunft, „da sehe ich noch viel Potential!“ Und bekennt, dass sein Fokus klar zur Straße geht, Marathon eingeschlossen. „Aber erst muss ich auf Unterdistanzen schneller werden!“ Deshalb hat er sich für die Saison 2006 gleich zwei Schallmauern vorgenommen, die er durchbrechen möchte: 5000 m unter 14:00 Minuten, 10 000 m unter 30:00 Minuten.

Erfahrungen sammeln 

Nach dem Abitur hat Tom Scharff trotz aller sportlichen Ambitionen den Weg ins Berufsleben eingeschlagen. Im Schweriner Unternehmen SKM-Informatik GmbH hat der 21jährige eine Ausbildung als IT-Systemkaufmann eingeschlagen und dabei zugleich einen Sponsor gefunden, der zusätzliche Trainingseinheiten ebenso wie ein Trainingslager gestattet.

Am 2. April 2006 wird Tom Scharff beim 26. Vattenfall BERLINER HALBMARATHON nicht nur vom GRR Sprecher und langjährigen BERLIN-MARATHON Chef Horst Milde und Derk Kogelheide den GRR-Förderpreis vor einem großen Auditorium in Empfang nehmen können, sondern darf auch im Pulk der schnellen Spitzenläufer/-innen 10 km lang Tempo mitgestalten. Dies alles unter dem Aspekt „Erfahrungen sammeln“, denn 2009 möchte der Schweriner bei den Weltmeisterschaften in der deutschen Hauptstadt Gas geben – als WM-Teilnehmer im Marathonlauf.     

Wilfried Raatz
GRR-Pressesprecher

Weitere Informationen über die Interessengemeinschaft German Road Races gibt es im Internet unter:

www.germanroadraces.de


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