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IAAF Hallen-WM (3. Tag): Bekele und Mutola einmalig

12.03.2006

Maria Mutola krönt ihre Karriere mit dem siebten 800-m-Titel bei Hallen Weltmeisterschaften
© Jiro Mochizuki/Photo Run

IAAF Hallen-WM (3. Tag): Bekele und Mutola einmalig

Kenenisa Bekele und Maria Mutola haben bei den Lauf-Entscheidungen der Leichtathletik-Hallen-Weltmeisterschaften von Moskau einmalige Leistungen erzielt. Am Schlusstag der Titelkämpfe wurde der Äthiopier zum ersten Läufer, der sowohl bei der Freiluft-WM als auch im Cross und nun in der Halle gewann. Über 3.000 m siegte er in 7:39,32 Minuten. Maria Mutola (Mozambique) hat zum siebenten Mal die WM-Goldmedaille in der Halle gewonnen. Sie gewann die 800 m in 1:58,90.

 

Im hochkarätigsten Wettbewerb der gesamten WM bezwang Kenenisa Bekele den Hindernis-Weltrekordler Saif Saaeed Shaheen (Katar/7:41,28) und den kenianischen 5.000-m-Weltmeister von 2003, Eliud Kipchoge (7:42,58). Eine starke Leistung zeigte der Ire Alistair Cragg als Vierter in 7:46,43. „Das hat Spaß gemacht – ich wollte einfach nur mein Bestes geben“, sagte Kenenisa Bekele.

 

Ein zweites mit Spannung erwartetes Finale war das über 800 m der Männer. Ausgangs der Zielkurve lag Kenias Wilfred Bungei in Führung – und dieses Mal konnte er seinen Vorsprung ganz knapp ins Ziel retten. In 1:47,15 gewann Bungei vor dem Titelverteidiger Mbulaeni Mulaudzi (Südafrika/1:47,16). Olympiasieger Yuriy Borzakovskiy (Russland) war nicht ganz so spurtstark wie sonst und wurde Dritter in 1:47,38. „Ich habe schon oft sehr gute Resultate erzielt, aber nie gewonnen. Deswegen war das ein gutes Rennen für mich“, sagte Wilfred Bungei, während Yuri Borzakovskiy meinte: „Ich habe mich erst vor einem Monat entschlossen, hier zu starten, deswegen ist diese Bronzemedaille ein Erfolg. Ich werde nicht bei der EM im Sommer starten.“

 

Maria Mutola hat ihren eigenen WM-Rekord noch ausgebaut. Kein anderer Athlet hat in der Geschichte der Hallen-Weltmeisterschaften so viele Goldmedaillen gewonnen wie sie. Sie gewann souverän vor der Jamaikanerin Kenia Sinclair. Mit 1:59,54 verbesserte Sinclair ihren im Semifinale aufgestellten nationalen Rekord ein zweites Mal in Moskau. Dritte mit 2:00,34 wurde die Marokkanerin Hasna Benhassi, die 2001 Hallen-Weltmeisterin über 1500 m war. „Der siebente Sieg ist etwas Besonderes für mich. Aber es war härter als es mir lieb war. Es war zu riskant sich auf den Spurt zu verlassen, deswegen bin ich früher in Führung gegangen“, sagte Mutola.

 

Im 1500-m-Finale ging die russische Taktik auf, obwohl am Ende nicht die vermeintliche Favoritin gewann. Juliwa Chizhenko gewann das Rennen in 4:04,70 Minuten vor Jelena Sobolewa, die erst vor kurzem bei den russischen Meisterschaften mit 3:58,28 Weltrekord über diese Strecke gelaufen war. Sobolewa lief 4:05,21, Dritte wurde Jamal Yusuf (Bahrain) in 4:05,53. „Es war unser Plan, von Anfang an das Tempo zu bestimmen und zu verhindern, dass eine andere Läuferin dazwischen kommt“, sagte die Weltmeisterin Chizhenko.

 


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