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Commonwealth Games: Ramadhani und McCann gewinnen Marathon

19.03.2006

Samson Ramadhani Nyonyi aus Tansania siegte heute beim Commonwealth-Games-Marathon der Männer in einer Zeit von 2:11:29 Stunden in Melbourne. Der Tansanier konnte nach einem Missgeschick bei der Hälfte des Rennens die Goldmedaille vor dem Kenianer Fred Mogaka Tumbo gewinnen. Bronze ging an den Briten Daniel Robinson, der drei Minuten hinter Ramadhani Nyonyi ins Ziel kam. "Ich weiß, dass die Kenianer sehr stark sind. Ich habe aber nicht meine Kraft benutzt, sondern meinen Kopf”, sagte der überglückliche Ramadhani Nyonyi nach dem Rennen. "Ich freue mich sehr und fühle mich super.”

Isegwe Njunguda aus Tansania hat die meiste Zeit des Rennens geführt, aber musste sich nach schweren Krämpfen im Bein zurückhalten. Der Kenianer Fred Mogaka Tumbo konnte dadurch über 500 m Vorsprung zur Mitte des Rennens herausarbeiten. Nyonyi schloss aber schrittweise zum Kenianer auf und hatte am Ende einen Vorsprung von 32 Sekunden.


Der Sieg bei den Frauen ging, zum zweiten Mal in Folge, an Kerryn McCann aus Australien. Auf heimischem Boden gewann sie in 2:30:53. Empfangen von einem vollen Stadion mit ‘standing ovations’ feierte McCann im Melbourne Cricket Ground (MCG) auf einer Ehrenrunde zusammen mit ihrem Sohn.

McCann hat das gesamte Rennen über geführt. Nur einmal wurde sie an der 10 km Marke überholt. "Wenn mich die Leute nicht angefeuert hätten, hätte ich heute keine Goldmedaille geholt”, sagte die Titelverteidigerin. „Ich kam zum Stadion und dachte ‚Silber ist wirklich super toll’”, sagte McCann. „Ich lief durch den Tunnel und hörte die Massen. Das war nicht ich, die die letzten 300 Meter gelaufen ist.“  

Die Kenianerin Hellen Cherono Koskei, kam auf einen guten zweiten Platz. Die meiste Zeit lief sie an McCanns Seite, aber auf den letzten 200 Metern konnte sie nicht mehr mithalten. Cherono Koskei ist 17 Jahre jünger als McCann, aber trat unheimlich sicher auf. "Das ist super, ich bin sehr stolz”, sagte Koskei. "Ich wäre nur gerne ein wenig besser gelaufen.“                        

DAVID MARTIN

 


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